Ktn. Marktbericht der 24. Woche
Mastschweine:
In Europa herrscht am Schweinemarkt derzeit ein merkliches Nord-Süd-Gefälle. Während im Süden das Angebot von Woche zu Woche kleiner wird, schiebt man im Norden Angebotsüberhänge vor sich her, die angesichts der feiertagsbedingt ausgefallenen Schlachttage bislang auch nicht kleiner geworden sind. Motivation die Schlachtzahlen hochzufahren ist derzeit bei den Schlachtbetrieben jedoch auch nicht vorhanden. Der Absatz von Schweinefleisch gestaltet sich nach wie vor sehr schwierig, heißt es unisono aus Dänemark, Belgien, Holland und Deutschland. Der europäische Markt ist weiterhin durch ein Überangebot, insbesondere an Vordervierteln und Schinken am Knochen, gekennzeichnet berichtet etwa der dänische Schlachthofriese Danish Crown. Allerorts haben die Schlachthöfe Verkaufsdruck und versuchen große Mengen am Markt unterzubringen, was die Preise für Schweinefleisch niedrig hält, selbst für klassische Grillartikel wie Nacken, die sich üblicherweise um diese Jahreszeit gut verkaufen lassen. Im gesamten Norden Europas drängt die Schlachtbranche in der Folge auf Preissenkungen, um insbesondere im innereuropäischen Handel wieder mit spanischer Ware konkurrieren zu können. Letze Woche konnte dieses Drängen noch abgewehrt werden, da sich die deutsche VEZG geweigert hat ihre Notierung zu senken. Allerdings liegt die Handelsspanne nun bereits 10 Cent tiefer als die Notierung, was üblicherweise ein Vorbote für eine Senkung ist. EU-weit erwartet die Branche in dieser Woche folglich eine Preissenkung in Deutschland. Somit sind auch die Ausschichten für den Schweinemarkt in den Nachbarländern schlecht.
Mastschweinepreise vom 4. bis 10. Juni 2026
| Klasse | MFA% | €/kg netto |
| R | 49 | 1,40 |
| U | 50 | 1,41 |
| U | 51 | 1,43 |
| U | 52 | 1,46 |
| U | 53 | 1,49 |
| U | 54 | 1,53 |
| E | 55 | 1,57 |
| E | 56 | 1,62 |
| E | 57 | 1,67 |
| E | 58 | 1,71 |
| E | 59 | 1,75 |
| S | 60 | 1,78 |
| S | 61 | 1,81 |
| S | 62 | 1,83 |
| S | 63 | 1,84 |
Ferkel:
Depression mach sich breit. Mit den drohenden Rücknahmen bei den Schweinepreisen werden die demnächst zur Schlachtung gelangenden Tieren wohl wieder Verluste für die Mäster einfahren. Die Einstallbereitschaft schwindet und gelingt nur mehr durch Preisrücknahmen bei den Ferkeln. Im gesamten Norden der EU sinken die Preise diese Woche um 4 Euro/Ferkel. Der heimische Markt ist verhält sich ähnlich. Der Grundpreis für Ferkel (bis 25 kg) beträgt vom 8. Juni bis zum 14. Juni 2026 2,73 Euro/kg (-10 Cent zur Vorwoche). Für ÖHYB-Ferkel gilt zusätzlich ein Zuschlag von 0,22 Euro/kg. Der Übergewichtspreis pro kg (25 bis 31 kg) beträgt 1,30 Euro/kg. Der Fortuna-Jungsauenpreis beträgt 370 Euro/Tier (-5 Euro zur Vorwoche).
Schweinepreise vom 8. bis 14. Juni 2026
| SCHWEINE | lebend | geschlachtet | ||
| Preis | €-von | €-bis | €-von | €-bis |
| Fleischschweine | 1,22 | 1,47 | 1,53 | 1,84 |
| Sauen | 0,66 | 0,71 | 0,82 | 0,89 |
Alle angeführten Preise sind Nettopreise ab Hof ohne MwSt. und ergeben
sich aus der Entwicklung des Marktgeschehens in Kärnten.