Ktn. Marktbericht der 14. Woche
EU-Rindermarkt:
Die Spannungen am Markt für Jungstiere nehmen zu. Der Krieg im Iran hat unerwartet weitreichende Folgen. Der internationale Handel ist stark beeinträchtigt, wobei Polen und Spanien an vorderster Front stehen. Polen hat im Jahr 2025 341.000 Tonnen Fleisch von männlichen Rindern produziert und 119.000 Tonnen exportiert, also rund 35 Prozent davon. Größter Abnehmer von polnischem Rindfleisch war die Türkei mit 44.000 Tonnen. Spanien hat im Jahr 2025 308.000 Tonnen Fleisch von männlichen Rindern produziert und 70.000 Tonnen exportiert, also rund 23 Prozent davon. Größter Abnehmer von spanischem Rindfleisch war Algerien mit 27.000 Tonnen, gefolgt von Marokko mit 18.000 Tonnen.
Stiere und Ochsen:
Am heimischen Markt hält der Druck an. In der letzten Woche stehen gebliebene Tiere belasten zusätzlich, berichtet die ARGE Rind. Auslöser ist der anhaltende Krieg im Iran, der Exporte in den Nahen Osten zum Erliegen gebracht hat, was nun dazu führt, dass vor allem mehr polnische Ware am europäischen Markt platziert werden muss, heißt es von GF Werner Habermann von der ARGE Rind. Dies gelingt jetzt, in einer eher Nachfrage schwachen Jahreszeit, nur über den Preis, was wiederum zur Folge hat, dass auch das Preisniveau in den Zielländern unter Druck kommt. Die heimische Notierung musste in der Folge sehr stark zurückgenommen werden.
Kühe und Kalbinnen:
Bei den Schlachtkühen hält die ausgewogene Marktsituation noch an, weshalb die Preise neuerlich unverändert belassen werden konnten. Die Preise für Kalbinnen mussten im Sog der Stierpreise neuerlich gekürzt werden.
Rinderpreise vom 30. März bis 5. April 2026
| RINDER | lebend | geschlachtet | ||
| R bis U/FKL 2 u.3 | ||||
| Preis | €-von | €-bis | €-von | €-bis |
| Ochsen | 3,63 | 3,73 | 6,72 | 6,79 |
| Stiere* | 3,63 | 3,73 | 6,72 | 6,79 |
| Kalbinnen | 3,33 | 3,45 | 6,40 | 6,50 |
| Kühe | 2,42 | 2,90 | 5,27 | 5,58 |
| Schlachtkälber | 5,44 | 5,85 | 9,55 | 9,75 |