Durchforstungen zahlen sich aus
Zwei Dauerversuche des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) am Ossiacher Tauern zeigen die Auswirkungen von Durchforstungen sehr gut. Ausgangslage 1 ist ein Fichtenbestand bester Bonität, der im Jahr 1960 aufgeforstet wurde. In der Parzelle 1 fanden Durchforstungen statt, die Parzelle 2 hingegen blieb unbehandelt. Die Parzellen wurden vom BFW wiederholt gemessen und daraus ertragskundliche Kennzahlen berechnet (zuletzt 2018). Besonders interessante Daten lassen sich aus der Abbildung 1 ablesen. Der durchschnittliche Brusthöhendurchmesser (BHD) der durchforsteten Variante liegt bei 43,8 cm, während der durchschnittliche BHD der unbehandelten Variante bei 28,8 cm liegt. Dies entspricht einer Steigerung um rund 52 % gegenüber der unbehandelten Variante. Ähnliches spiegelt sich in den H/ D-Verhältnissen wider. In der durchforsteten Variante liegt das H/ D-Verhältnis bei 75 und in der unbehandelten Variante bei 103. Der unbehandelte Bestand ist aufgrund des hohen H/ D-Verhältnisses somit instabil. Das heißt, Durchforstungen erhöhen nicht nur den Baumdurchmesser, sondern auch die Stabilität und Vitalität der Bäume. Nimmt man nun die Sortimentstabellen sowie die Holzpreise (Stand September 2026) und zieht anschließend vom Holzerlös noch die Holzerntekosten, deren Haupteinflussfaktor wohl der BHD ist, ab, so ergibt sich der erntekostenfreie Holzerlös (Deckungsbeitrag I). Dieser macht bei der durchforsteten Variante 79,90 Euro je Efm und bei der unbehandelten Variante 58,10 Euro je Efm aus. Das ist ein deutliches Plus von 21,80 Euro je Efm oder rund 38 %. Zusätzlich müsste noch berücksichtigt werden, dass bei den Durchforstungen bereits Vornutzungserträge (rund 490 fm je ha) angefallen sind.
Zwei Dauerversuche des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) am Ossiacher Tauern zeigen die Auswirkungen von Durchforstungen sehr gut. Ausgangslage 1 ist ein Fichtenbestand bester Bonität, der im Jahr 1960 aufgeforstet wurde. In der Parzelle 1 fanden Durchforstungen statt, die Parzelle 2 hingegen blieb unbehandelt. Die Parzellen wurden vom BFW wiederholt gemessen und daraus ertragskundliche Kennzahlen berechnet (zuletzt 2018). Besonders interessante Daten lassen sich aus der Abbildung 1 ablesen. Der durchschnittliche Brusthöhendurchmesser (BHD) der durchforsteten Variante liegt bei 43,8 cm, während der durchschnittliche BHD der unbehandelten Variante bei 28,8 cm liegt. Dies entspricht einer Steigerung um rund 52 % gegenüber der unbehandelten Variante. Ähnliches spiegelt sich in den H/ D-Verhältnissen wider. In der durchforsteten Variante liegt das H/ D-Verhältnis bei 75 und in der unbehandelten Variante bei 103. Der unbehandelte Bestand ist aufgrund des hohen H/ D-Verhältnisses somit instabil. Das heißt, Durchforstungen erhöhen nicht nur den Baumdurchmesser, sondern auch die Stabilität und Vitalität der Bäume. Nimmt man nun die Sortimentstabellen sowie die Holzpreise (Stand September 2026) und zieht anschließend vom Holzerlös noch die Holzerntekosten, deren Haupteinflussfaktor wohl der BHD ist, ab, so ergibt sich der erntekostenfreie Holzerlös (Deckungsbeitrag I). Dieser macht bei der durchforsteten Variante 79,90 Euro je Efm und bei der unbehandelten Variante 58,10 Euro je Efm aus. Das ist ein deutliches Plus von 21,80 Euro je Efm oder rund 38 %. Zusätzlich müsste noch berücksichtigt werden, dass bei den Durchforstungen bereits Vornutzungserträge (rund 490 fm je ha) angefallen sind.
Ein weiterer Durchforstungsversuch am Ossiacher Tauern entstammt einer stammzahlreichen Fichten-Naturverjüngung. Bei einem Bestandesalter von 30 Jahren bzw. bei einer Bestandeshöhe von 14 bis 15 m wurden im Jahr 2006 drei unterschiedliche Behandlungsmethoden angewendet. Auf der Parzelle 1 fand eine starke Durchforstung statt, wobei die Stammzahl im Ausgangsjahr auf 288 Stück je ha reduziert wurde. Auf der Parzelle 2 fanden drei Durchforstungen statt, mit dem letzten Eingriff im Jahr 2023 und einer Stammzahl von 350 Stück je ha. Auf Parzelle 3 erfolgten keine Eingriffe. Der Brusthöhendurchmesser entwickelte sich wie in der Grafik ersichtlich. Mittlerweile haben die durchforsteten Varianten einen BHD von 36,8 cm und 30,0 cm im Vergleich zur Nullvariante (Parzelle 3) mit einem BHD von 21,8 cm. Beachtlich ist, dass im Ausgangsjahr 2006 die BHD bei 12,4 und 11,6 cm lagen und 17 Jahre später im Jahr 2023 die Durchmesser um 20 cm und mehr zugenommen haben, dies entspricht einem Plus von 196 und 158 %, während bei der Nullvariante ein Plus von lediglich 45 % erreicht werden konnte. Das H/ D-Verhältnis zeigt Ähnliches, die durchforsteten Parzellen gelten mit einem H/ D-Verhältnis von 68 und 83 als stabil, während die Nullvariante mit 111 als instabil zu beurteilen ist. Der BHD hat einen entscheidenden Einfluss auf den erntekostenfreien Holzerlös.