Zwischenfrüchte als Futter nutzen: Reserven vom Acker sichern
Zwischenfrüchte können mehr als Bodenschutz
Zwischenfrüchte werden in erster Linie zur Bodenbedeckung, Nährstoffbindung und Erosionsminderung angebaut. Viele Arten und Mischungen eignen sich jedoch auch hervorragend als Futter. Besonders in Jahren mit Futterknappheit können sie helfen, Reserven zu schonen und zusätzliche Erträge von Ackerflächen zu nutzen. Gleichzeitig bleibt die positive Wirkung auf Bodenstruktur, Humusaufbau und Nährstoffkreisläufe erhalten.
Entscheidend für den Erfolg ist die Wahl der richtigen Mischung. Grundsätzlich wird zwischen abfrostenden und winterharten Varianten unterschieden. Abfrostende Mischungen eignen sich vor allem für eine einmalige Nutzung im Herbst, während winterharte Bestände zusätzlich im Frühjahr geerntet werden können und dort oft deutlich höhere Erträge liefern.
Entscheidend für den Erfolg ist die Wahl der richtigen Mischung. Grundsätzlich wird zwischen abfrostenden und winterharten Varianten unterschieden. Abfrostende Mischungen eignen sich vor allem für eine einmalige Nutzung im Herbst, während winterharte Bestände zusätzlich im Frühjahr geerntet werden können und dort oft deutlich höhere Erträge liefern.
Die richtige Mischung entscheidet
Zu den bewährten abfrostenden Komponenten zählen beispielsweise Alexandrinerklee, Perserklee, Krumenklee, Futtererbse, Sandhafer, Sommerwicke oder Sudangras. Für eine Frühjahrsnutzung eignen sich winterharte Arten wie Italienisches oder Bastardraygras, Inkarnatklee, Rotklee, Grünschnittroggen, Winterwicke oder Winterrübsen.
Als klassische winterharte Futterzwischenfrucht gilt das Landsberger Gemenge mit Gräsern, Klee und Wicke. Es liefert hochwertiges Futter und kann sowohl im Herbst als auch im Frühjahr genutzt werden. Bei den abfrostenden Mischungen haben sich Kombinationen aus Sandhafer, Alexandrinerklee und Krumenklee bewährt. Auch Saatgutfirmen bieten spezielle Futterzwischenfruchtmischungen an.
Nicht jede Begrünung eignet sich allerdings zur Fütterung. Arten wie Buchweizen, Phacelia oder Senf besitzen nur einen geringen Futterwert oder sind ungeeignet für die Verfütterung. Ebenso können Raps und Perko bei der Silierung Schwierigkeiten verursachen. Daher sollte bereits bei der Planung die spätere Nutzung als Futter berücksichtigt werden.
Als klassische winterharte Futterzwischenfrucht gilt das Landsberger Gemenge mit Gräsern, Klee und Wicke. Es liefert hochwertiges Futter und kann sowohl im Herbst als auch im Frühjahr genutzt werden. Bei den abfrostenden Mischungen haben sich Kombinationen aus Sandhafer, Alexandrinerklee und Krumenklee bewährt. Auch Saatgutfirmen bieten spezielle Futterzwischenfruchtmischungen an.
Nicht jede Begrünung eignet sich allerdings zur Fütterung. Arten wie Buchweizen, Phacelia oder Senf besitzen nur einen geringen Futterwert oder sind ungeeignet für die Verfütterung. Ebenso können Raps und Perko bei der Silierung Schwierigkeiten verursachen. Daher sollte bereits bei der Planung die spätere Nutzung als Futter berücksichtigt werden.
Mögliche Mischungen/Kulturen für die Praxis
| Eigenschaft | Mischungen und Kulturen |
| abfrostend | Einsömmrige Kleegrasmischung |
| Leguminosengemenge aus Erbse, Wicke, Ackerbohne und Soja | |
| Sudangras und Sorghumhirse | |
| Sandhafer | |
| winterhart | Landsberger Gemenge |
| Raygras Intensivmischung | |
| Grünschnittroggen (auch Mischung mit Winterwicke möglich) | |
| Futterprofi EI | |
| abfrostend + winterhart | 20 kg Sandhafer, 10 kg Alexandrinerklee, 5 kg Krumenklee und 3 kg Winterrübsen |
Früher Anbau bringt Ertrag
Der wichtigste Erfolgsfaktor ist ein früher Anbau. Nach der Ernte des Wintergetreides oder anderer früh räumender Kulturen sollte die Zwischenfrucht möglichst rasch angelegt werden, damit die verbleibende Vegetationszeit und die Restfeuchtigkeit im Boden optimal genutzt werden können.
Für eine wassersparende Bewirtschaftung sind flach arbeitende Geräte wie Grubber oder Eggen meist besser geeignet als der Pflug. Unter trockenen Bedingungen sollte die Bodenbearbeitung langsam erfolgen, um unnötige Wasserverluste zu vermeiden. Ein anschließendes Anwalzen verbessert den Bodenschluss und erleichtert die spätere Ernte durch eine ebene Oberfläche.
In trockenen Regionen haben trockenheitstolerante Arten wie Sudangras, Sorghum, Mais oder Sandhafer Vorteile gegenüber empfindlicheren Kleearten. Auch eine Bodenbedeckung mit Ernterückständen kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden länger zu erhalten.
Für eine wassersparende Bewirtschaftung sind flach arbeitende Geräte wie Grubber oder Eggen meist besser geeignet als der Pflug. Unter trockenen Bedingungen sollte die Bodenbearbeitung langsam erfolgen, um unnötige Wasserverluste zu vermeiden. Ein anschließendes Anwalzen verbessert den Bodenschluss und erleichtert die spätere Ernte durch eine ebene Oberfläche.
In trockenen Regionen haben trockenheitstolerante Arten wie Sudangras, Sorghum, Mais oder Sandhafer Vorteile gegenüber empfindlicheren Kleearten. Auch eine Bodenbedeckung mit Ernterückständen kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden länger zu erhalten.
Herausforderungen bei Ernte und Konservierung
Die größte Herausforderung bei Futterzwischenfrüchten liegt häufig in der Ernte und Konservierung. Nutzungen im Herbst weisen oft einen hohen Wassergehalt auf und lassen sich nur schwer anwelken. Zudem besteht die Gefahr von Erdverschmutzungen, die den Futterwert verringern und Probleme bei der Gärung verursachen können. Rohaschegehalte über 15% der Trockenmasse sind bei Herbstnutzung keine Seltenheit.
Eine Schnitthöhe von etwa 9 - 10 cm hilft, Verschmutzungen zu reduzieren. Voraussetzung dafür sind ein ebenes Saatbett, angepasste Erntetechnik und gut eingestellte Maschinen.
Da Zwischenfruchtsilagen häufig ungünstige Ausgangsbedingungen aufweisen, erhöht sich das Risiko von Fehlgärungen. Besonders bei wenig Zucker und hohen Rohproteingehalten können Clostridien Probleme verursachen. Der Einsatz geeigneter Siliermittel kann deshalb sinnvoll sein, vor allem bei feuchtem oder verschmutztem Erntegut.
Eine Schnitthöhe von etwa 9 - 10 cm hilft, Verschmutzungen zu reduzieren. Voraussetzung dafür sind ein ebenes Saatbett, angepasste Erntetechnik und gut eingestellte Maschinen.
Da Zwischenfruchtsilagen häufig ungünstige Ausgangsbedingungen aufweisen, erhöht sich das Risiko von Fehlgärungen. Besonders bei wenig Zucker und hohen Rohproteingehalten können Clostridien Probleme verursachen. Der Einsatz geeigneter Siliermittel kann deshalb sinnvoll sein, vor allem bei feuchtem oder verschmutztem Erntegut.
Futterqualität prüfen
Der Futterwert von Zwischenfrüchten variiert je nach Art, Mischung und Erntezeitpunkt erheblich. Während Herbstaufwüchse häufig blattreich sowie protein- und mineralstoffreich sind, liefern Frühjahrsbestände meist mehr Struktur und höhere Erträge.
Bei höheren Anteilen in der Ration empfiehlt sich daher eine Futtermittelanalyse. Sie liefert wichtige Informationen über Nährstoffgehalte, Gärqualität und mögliche hygienische Risiken und bildet die Grundlage für eine bedarfsgerechte Rationsgestaltung.
Bei höheren Anteilen in der Ration empfiehlt sich daher eine Futtermittelanalyse. Sie liefert wichtige Informationen über Nährstoffgehalte, Gärqualität und mögliche hygienische Risiken und bildet die Grundlage für eine bedarfsgerechte Rationsgestaltung.
ÖPUL-Vorgaben beachten
Wer Zwischenfrüchte im Rahmen von ÖPUL-Maßnahmen anbaut, muss die jeweiligen Bestimmungen beachten. Bei den Maßnahmen "System Immergrün" und "Begrünung von Ackerflächen" sind Mahd und Abtransport sowie Beweidung zulässig. Nach der Nutzung muss jedoch eine flächige Begrünung erhalten bleiben.
Fazit
Futterzwischenfrüchte sind weit mehr als nur eine Begrünungsmaßnahme. Sie können in futterknappen Jahren wertvolle Erträge liefern, die Futterreserven schonen und gleichzeitig positive Effekte für Boden und Umwelt erzielen. Entscheidend für den Erfolg sind die Wahl geeigneter Arten und Mischungen, eine möglichst frühe Anlage, eine saubere Ernte sowie eine an die Bedingungen angepasste Konservierung. Wer diese Punkte berücksichtigt, kann zusätzliche Futterreserven direkt vom Acker gewinnen und die Widerstandsfähigkeit seines Betriebes erhöhen.
Genutzte Quellen:
- Zwischenfrüchte füttern: So gelingt´s vom Acker zum Barren, Stögmüller, LK NÖ, Juli 2026
- JETZT die Weichen für Futterzwischenfrüchte stellen!, Lang, Juni 2026