Wildschadensbericht des Jahres 2025
Die aktuellen Auswertungen für 2025 der Österreichischen Waldinventur zeigen gegenüber jenen des Vorjahres keine nennenswerten Änderungen der Entwicklung der Verbiss- und Schälschäden im österreichischen Wald.
Aktuelle Ergebnisse des Wildeinflussmonitorings deuten aber auf eine mögliche Trendwende hin. Stellt man die Ergebnisse der Erhebung 2022 bis 2024 jenen der Erhebung 2019 - 2021 gegenüber, weisen in Kärnten alle Bezirke mit Ausnahme von Spittal/Drau einen Rückgang des Wildeinflusses auf die Waldverjüngung auf. Bei den Schälschäden zeigen die Ergebnisse der Waldinventur einen Rückgang im Wirtschaftswald, wobei der Anteil im Schutzwald im Ertrag weiter leicht gestiegen ist.
Aktuelle Ergebnisse des Wildeinflussmonitorings deuten aber auf eine mögliche Trendwende hin. Stellt man die Ergebnisse der Erhebung 2022 bis 2024 jenen der Erhebung 2019 - 2021 gegenüber, weisen in Kärnten alle Bezirke mit Ausnahme von Spittal/Drau einen Rückgang des Wildeinflusses auf die Waldverjüngung auf. Bei den Schälschäden zeigen die Ergebnisse der Waldinventur einen Rückgang im Wirtschaftswald, wobei der Anteil im Schutzwald im Ertrag weiter leicht gestiegen ist.
Brennpunkt Schutzwald
Rund 18% des Kärntner Waldes entfallen auf den Schutzwald, davon ist etwa die Hälfte außer Ertrag. Der Schutzwald steht vor großen Herausforderungen. Der Klimawandel und damit verbundenen Trockenperioden, Stürme, Borkenkäferkalamitäten, Waldbrände, Schneebruch und Starkregen gefährden die Stabilität der Flächen. Ein prägnantes Beispiel eines Wetterextremereignisses war das Sturmtief "Vaia" im Jahr 2018, das vor allem in Osttirol und im Westen Kärntens große Schadflächen hinterließ. In der Folge kam es in diesen Regionen zu massiven Borkenkäferkalamitäten, insbesondere in überalterten Fichtenbeständen. Die Wiederbewaldung solcher Flächen gestaltet sich im Gebirgsgelände nicht nur technisch schwierig, sondern auch ökonomisch aufwendig. Oft stellen diese freien Flächen eine bevorzugte Äsungsfläche für Wildtiere dar, was besonderes Augenmerk durch die Jägerinnen und Jäger verlangt.
Ausgeglichene Verhältnisse
Der rasche Wandel des Klimas erfordert aktive Maßnahmen zur Anpassung der Wälder. Dabei ist der Zeitraum der Verjüngung von Waldbeständen die entscheidende Phase für die künftige Baumartenzusammensetzung. Ausgeglichene Wald-Wild-Verhältnisse sind notwendig, um den selektiven Wildverbiss bestimmter Baumarten hintanzuhalten und damit zum Erfolg von Verjüngungs- und Anpassungsmaßnahmen wesentlich beizutragen. Es geht dem Wild gut, wenn der Lebensraum passt und nicht überbesiedelt wird.