Waldbewirtschaftung schützt Klima
Mit scharfer Kritik reagieren die LK Kärnten ebenso wie die Forstbranche insgesamt auf einen aktuellen Medienbericht, in dem die heimischen Wälder und deren Nutzung als CO2-Verursacher dargestellt werden. "Die Wälder sind keine Klimasünder. Im Gegenteil: Sie sind vom Klimawandel betroffen und eine zentrale Säule zu dessen Bekämpfung“, stellt LK-Präsident Siegfried Huber klar. "Mit der Waldbewirtschaftung tragen die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer seit Jahrzehnten zum Klimaschutz und zur Biodiversität bei, sie sorgen zudem für eine hohe Wertschöpfung im Land und vor allem auch für Arbeitsplätze, besonders im ländlichen Raum“, betont Huber. Kärnten liege mit einer Waldfläche von rund 583.000 ha im österreichischen Spitzenfeld, mehr als 60% der Landesfläche seien mit Wald bedeckt. In den vergangenen 50 Jahren habe die Waldfläche sogar um 34.000 ha zugenommen, das entspreche fast der dreifachen Fläche der Stadt Klagenfurt. Der Wald wachse aber nur dann nach, wenn man ihn nachhaltig bewirtschafte.
"Holzverwendung wirkt dreimal klimaverbessernd: Der Wald bindet Kohlenstoff, der wiederum in Holzprodukten langfristig gespeichert wird, und zu guter Letzt kann Holz fossile und CO2-intensive Materialien ersetzen. Holz ist unser wichtigster Verbündeter im Kampf gegen die Klimaverschlechterung. Auch der Wald selbst profitiert durch die Pflege, denn diese fördert gesunde und klimafitte Bestände“, erklärt Huber.
Kärntens Forstreferent LHStv. Martin Gruber stellt sich klar gegen die einseitige mediale Darstellung: "Der Kärntner Wald ist nach wie vor Teil der Lösung und nicht Teil des Problems beim Klimawandel, auch wenn der Druck durch Schädlinge und Sturmschäden wächst. Kärntens Waldbauern haben nichts falsch gemacht, ganz im Gegenteil. In Kärnten wird nachhaltige Waldbewirtschaftung gelebt. Jedes Jahr werden auch von der öffentlichen Hand hohe Beträge in den Erhalt der Ressource Wald investiert. Der Wert unserer Wälder für Schutz vor Naturgefahren, Biodiversität und regionale Wertschöpfung ist weiterhin enorm hoch. Gemeinsam mit den Kärntner Waldbauern werden wir auch alles dafür tun, damit das so bleibt.“
"Dass unsere Wälder in Zeiten der Klimaerwärmung einer Belastung ausgesetzt sind, steht außer Zweifel. Darauf mit einem Verzicht auf Bewirtschaftung zu reagieren, ist allerdings der völlig falsche Weg“, bekräftigt Johannes Thurn-Valsassina, Präsident des Kärntner Forstvereins. "Unsere bewirtschafteten Wälder zählen zu den höchstbevorrateten weltweit.“ Thurn-Valsassina hebt den Stellenwert des "für uns so nötigen Rohstoffes" Holz hervor, der im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen zur Bekämpfung des Klimawandels beitrage. Letztlich sei es von entscheidender Bedeutung, dass die Forstwirtschaft in der Bewältigung von Schadholzereignissen handlungsfähig bleibe und die Gebirgsregionen für ländliche Entwicklung, für Tourismus, Freizeitwirtschaft und Erholung funktionsfähig erhalten werden.
Als "in dieser Zuspitzung irreführend" bezeichnet Dipl.-Ing. Christian Benger, Obmann der Land&Forst Betriebe Kärnten, den Medienbericht. "Er suggeriert Zusammenhänge, die so nicht bestehen, und verunsichert damit bewusst oder unbewusst die Öffentlichkeit. Nachhaltige Forstwirtschaft ist kein Teil des Problems, sondern ein zentraler Teil der Lösung im Klimaschutz“, sagt Benger.
"Holzverwendung wirkt dreimal klimaverbessernd: Der Wald bindet Kohlenstoff, der wiederum in Holzprodukten langfristig gespeichert wird, und zu guter Letzt kann Holz fossile und CO2-intensive Materialien ersetzen. Holz ist unser wichtigster Verbündeter im Kampf gegen die Klimaverschlechterung. Auch der Wald selbst profitiert durch die Pflege, denn diese fördert gesunde und klimafitte Bestände“, erklärt Huber.
Kärntens Forstreferent LHStv. Martin Gruber stellt sich klar gegen die einseitige mediale Darstellung: "Der Kärntner Wald ist nach wie vor Teil der Lösung und nicht Teil des Problems beim Klimawandel, auch wenn der Druck durch Schädlinge und Sturmschäden wächst. Kärntens Waldbauern haben nichts falsch gemacht, ganz im Gegenteil. In Kärnten wird nachhaltige Waldbewirtschaftung gelebt. Jedes Jahr werden auch von der öffentlichen Hand hohe Beträge in den Erhalt der Ressource Wald investiert. Der Wert unserer Wälder für Schutz vor Naturgefahren, Biodiversität und regionale Wertschöpfung ist weiterhin enorm hoch. Gemeinsam mit den Kärntner Waldbauern werden wir auch alles dafür tun, damit das so bleibt.“
"Dass unsere Wälder in Zeiten der Klimaerwärmung einer Belastung ausgesetzt sind, steht außer Zweifel. Darauf mit einem Verzicht auf Bewirtschaftung zu reagieren, ist allerdings der völlig falsche Weg“, bekräftigt Johannes Thurn-Valsassina, Präsident des Kärntner Forstvereins. "Unsere bewirtschafteten Wälder zählen zu den höchstbevorrateten weltweit.“ Thurn-Valsassina hebt den Stellenwert des "für uns so nötigen Rohstoffes" Holz hervor, der im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen zur Bekämpfung des Klimawandels beitrage. Letztlich sei es von entscheidender Bedeutung, dass die Forstwirtschaft in der Bewältigung von Schadholzereignissen handlungsfähig bleibe und die Gebirgsregionen für ländliche Entwicklung, für Tourismus, Freizeitwirtschaft und Erholung funktionsfähig erhalten werden.
Als "in dieser Zuspitzung irreführend" bezeichnet Dipl.-Ing. Christian Benger, Obmann der Land&Forst Betriebe Kärnten, den Medienbericht. "Er suggeriert Zusammenhänge, die so nicht bestehen, und verunsichert damit bewusst oder unbewusst die Öffentlichkeit. Nachhaltige Forstwirtschaft ist kein Teil des Problems, sondern ein zentraler Teil der Lösung im Klimaschutz“, sagt Benger.
An Klimawandel anpassen
"Das Grundproblem ist der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoß durch die nach wie vor hemmungslose Verbrennung von Erdöl, Kohle und Erdgas und die damit verbundene Belastung des Klimas. Der Wald hingegen nimmt seit Jahrzehnten einen Teil der durch uns Menschen verursachten Emissionen auf - er kann die von Menschenhand provozierten Probleme aber niemals allein ausgleichen“, hält Matthias Granitzer, Obmann des Waldverbandes Kärnten, fest. Der Holzvorrat im österreichischen Wald habe seit 1961 um unglaubliche 400 Mio. fm (+50%) zugenommen und damit gigantische CO2-Mengen aus der Atmosphäre entnommen. "Laut Wissenschaft sind wir jetzt an einer oberen Grenze dieser Aufnahmefähigkeit angelangt. Ein Grund dafür sind überalterte Gebirgswälder mit geringerem Wachstum und einer höheren Schadensanfälligkeit. Es ist daher unumgänglich, den Wald aktiv zu bewirtschaften, die Waldbestände rechtzeitig zu verjüngen, konsequent zu pflegen und dadurch an den Klimawandel anzupassen. Mit einer verstärkten Verwendung des dabei anfallenden Holzes können wir alle entscheidend dazu beitragen, CO2 langfristig in Holzbaustoffen zu speichern und fossile Emissionen zu ersetzen“, fügt der Obmann des Waldverbandes hinzu.