Ktn. Marktbericht der 5. Woche
Mastschweine:
Trotz der hohen Schlachtzahlen, schreitet der Abbau der Angebotsüberhänge am europäischen Schweinemarkt nur langsam voran. So wurden etwa in Deutschland zuletzt wöchentlich rund 8% mehr Schweine als in den Vergleichswochen des Vorjahres geschlachtet. Dennoch steigen die Schlachtgewichte weiter an. Als "Wendepunkt", ab dem sich der Markt wieder Richtung Gleichgewicht bewegt, wird jedoch erachtet, wenn die Schlachtgewichte wieder zu sinken beginnen. Dies ist bislang weder in Deutschland, noch in Spanien der Fall. Manchmal taucht daher im Markt die Frage auf: Warum schlachten die Betriebe denn dann einfach nicht noch mehr Schweine? Dazu in der Lage wären sie ja durchaus, das zeigen die Schlachtzahlen von vor Weihnachten, als beispielsweise in Deutschland rund 60.000 Schweine in der Woche mehr geschlachtet wurden als jetzt. Der Grund ist relativ simpel, weil sie es nicht zu kostendeckenden Preisen verkauft bekommen und sie bereits über gut gefüllte Tiefkühllager verfügen. Warum das insbesondere für den deutschen Markt zutrifft, zeigt folgender aktuelle Preisvergleich: Frei Schlachthof Klasse S je Kg Schlachtgewicht - Deutschland 1,58 Euro, Dänemark 1,55 Euro, Holland 1,46 Euro und Spanien 1,30 Euro. Der Absatz von spanischem Schweinefleisch in Europa floriert derzeit, nicht weil die Nachfrage so gut ist, sondern weil ihre Preise so konkurrenzlos niedrig sind. Zuletzt wurden daher wieder zunehmend Zweifel laut, ob der deutsche Markt diese Situation bis über den 4. Februar hinaus halten wird können. Für Österreich weißt die EU-Kommission im Übrigen 1,69 Euro aus.
Mastschweinepreise vom 22. bis 28. Jänner 2026
| Klasse | MFA% | €/kg netto |
| R | 49 | 1,17 |
| U | 50 | 1,18 |
| U | 51 | 1,20 |
| U | 52 | 1,23 |
| U | 53 | 1,26 |
| U | 54 | 1,30 |
| E | 55 | 1,34 |
| E | 56 | 1,39 |
| E | 57 | 1,44 |
| E | 58 | 1,48 |
| E | 59 | 1,52 |
| S | 60 | 1,55 |
| S | 61 | 1,58 |
| S | 62 | 1,60 |
| S | 63 | 1,61 |
Ferkel:
EU-weit wird derzeit von einer Belebung in der Nachfrage nach Ferkeln berichtet. Hinsichtlich der Preisbildung wird in den Marktkommentaren diese Woche daher oftmals die Formulierung - vorerst noch unverändert - verwendet. Vom heimischen Markt berichtet der VLV, dass die Nachfrage bereits größer als das Angebot ist, die Aussicht somit vorsichtig optimistisch ausfällt. Der Grundpreis für Ferkel (bis 25 kg) beträgt vom 26. Jänner bis zum 1. Februar 2026 2,08 Euro/kg (unverändert zur Vorwoche). Für ÖHYB-Ferkel gilt zusätzlich ein Zuschlag von 0,22 Euro/kg. Der Übergewichtspreis pro kg (25 - 31 kg) beträgt 1,30 Euro/kg. Der Fortuna-Jungsauenpreis beträgt 305 Euro/Tier (unverändert zur Vorwoche).
Schweinepreise vom 26. Jänner bis 1. Februar 2026
| SCHWEINE | lebend | geschlachtet | ||
| Preis | €-von | €-bis | €-von | €-bis |
| Fleischschweine | 1,04 | 1,29 | 1,30 | 1,61 |
| Sauen | 0,52 | 0,58 | 0,65 | 0,72 |
Alle angeführten Preise sind Nettopreise ab Hof ohne MwSt. und ergeben
sich aus der Entwicklung des Marktgeschehens in Kärnten.