Schweinehaltung als Schlüssel zum Vollerwerb
Viele Betriebe sind zur Absicherung ihrer betrieblichen Zukunft auf der Suche nach Innovationen. In der Betriebsberatung gibt es immer wieder die Frage zu beantworten, mit welcher Betriebsstrategie entwickelt sich ein Betrieb weiter. Die Innovation ist immer im Zusammenhang mit der Strategie zu sehen, denn sie soll es ermöglichen, die Ziele, die sich aus der Betriebsstrategie ergeben, ökonomisch in Einklang mit den Ressourcen und den verfügbaren Arbeitskapazitäten zu erreichen.
Innovation als Betriebsstrategie
Der Banklerhof in Kleblach-Lind ist ein gelungenes Beispiel, wie ein mittelgroßer Betrieb weiterhin als Familienbetrieb mit Acker- und Grünlandflächen im Vollerwerb geführt werden kann und sogar zusätzlich Mitarbeitern aus der Familie und der Region einen Arbeitsplatz mit entsprechendem Einkommen sichert. Eine Innovation muss dabei nicht immer etwas Exotisches sein: Die Aufgabe der Milchviehhaltung und der Einstieg in die Schweineproduktion mit Direktvermarktung erfordert speziell für einen traditionell in der Rinderwirtschaft verankerten Betrieb eine beachtliche Änderung des Mindsets, sprich der Identifikation mit dem neu zu etablierenden Betriebszweig. Erleichtert wurde dies durch jahrzehntelange Aufzeichnungen und die langjährige Mitgliedschaft beim Arbeitskreis Unternehmensführung. Über genaue Daten und Kennzahlenvergleiche fand man in Zusammenarbeit mit der Beratung der Landwirtschaftskammer zur richtigen Strategie.
Neuorientierung durch Regionalität
Bereits im Jahr 2008 hat sich die Familie bewusst von der klassischen Milchviehhaltung verabschiedet, zu einer Zeit, in der Regionalität und Direktvermarktung noch keine Selbstverständlichkeit waren. Diese Entscheidung stellte einen tiefgreifenden Umbruch in der Betriebsstruktur dar und bedeutete ein hohes unternehmerisches Risiko. 2011 folgte der Neubau eines modernen Schweinestalls und es erfolgte der konsequente Einstieg in die Ferkelproduktion. Parallel dazu entwickelte die Familie eine erfolgreiche Direktvermarktung von Fleischprodukten und Brot, die heute das zentrale Standbein des Betriebes darstellt. Statt anonyme Massenmärkte zu bedienen, setzt die Familie auf transparente Herkunft, kurze Wege und persönliche Kundenbeziehungen und legt besonders Wert darauf, dass alles was am Betrieb erzeugt wird, auch durch Handarbeit veredelt wird und zur Wertschöpfung am Hof beiträgt.
Regionaler Arbeitgeber
Mit vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist der Betrieb ein bedeutender Arbeitgeber im ländlichen Raum geworden. Der Banklerhof ist Herz und Knotenpunkt der Region: Die Familie arbeitet eng mit Bauern, Wirten, Handelspartnern und Vereinen zusammen. Ob Grillfleisch fürs Sommerfest oder Würstel und Leberkäse
beim Krampusumzug - sie sind für alle da, wenn die Region sie braucht. Gegenseitige Wertschätzung, gelebte Solidarität und gemeinsames Handeln machen ihre Kooperationen zu einer Erfolgsgeschichte.
Die bäuerlichen Produkte vom Banklerhof wurden mehrfach mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet. Jede Medaille spiegelt die Leidenschaft der Familie für ihre Arbeit, die Liebe zu den Tieren im Sinne von Tierwohl und das Engagement für die Region wider:
beim Krampusumzug - sie sind für alle da, wenn die Region sie braucht. Gegenseitige Wertschätzung, gelebte Solidarität und gemeinsames Handeln machen ihre Kooperationen zu einer Erfolgsgeschichte.
Die bäuerlichen Produkte vom Banklerhof wurden mehrfach mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet. Jede Medaille spiegelt die Leidenschaft der Familie für ihre Arbeit, die Liebe zu den Tieren im Sinne von Tierwohl und das Engagement für die Region wider:
- 2010 - Gold bei der 1. Kärntner Schlachtspezialitätenprämierung
- 2010 - Landessieg bei der Brotprämierung
- 2015 - Landesfinalist bei der Speckkrone und bei der Brotkrone
- 2018 - Sieger beim Speckkaiser in Wieselburg mit Seitenspeck
- 2020 - Sieger beim Speckkaiser in Wieselburg mit Leberbratl-Brotaufstrich
- 2024 - Landessieg mit Bauernbrot bei der Kärntner Brotprämierung
- 2026 - Landessieg mit Pfefferschinken bei der Kärntner Fleischwarenprämierung
Betriebsspiegel
- Landwirtschaftliche Nutzfläche: 53 ha, davon 46 ha Ackerfläche, 7 ha Grünland,
- Forst: 7 ha
- Seehöhe: 589 m
- 160 Zuchtsauen für Ferkelproduktion sowie Mastschweine zurDirektvermarktung
- Arbeitskräfte am Betrieb mit Ausbildung: 4
- Sonstiges: Mitglied im Arbeitskreis Unternehmensführung
Arbeitskreis Unternehmensführung
Nutzen Sie betriebsindividuelles Zahlenmaterial als Grundlage für betriebliche Entscheidungen und strategische Überlegungen und profitieren Sie von fachlicher Weiterbildung und dem Erfahrungs- und Ideenaustausch in der Gruppe. Gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen in der Landund Forstwirtschaft lassen sich mit betriebsindividuellen Zahlen leichter lösen. Der Arbeitskreis Unternehmensführung unterstützt Sie dabei!
Der Arbeitskreis unterstützt Sie beim Führen gesamtbetrieblicher Aufzeichnungen und bietet eine Plattform, auf der betriebswirtschaftliche Zahlen intensiv diskutiert, analysiert und verglichen werden.
Darüber hinaus sind der Erfahrungs- und Ideenaustausch sowie die fachliche und persönliche Weiterbildung zentrale Elemente der Arbeitskreisberatung.
Der Arbeitskreis unterstützt Sie beim Führen gesamtbetrieblicher Aufzeichnungen und bietet eine Plattform, auf der betriebswirtschaftliche Zahlen intensiv diskutiert, analysiert und verglichen werden.
Darüber hinaus sind der Erfahrungs- und Ideenaustausch sowie die fachliche und persönliche Weiterbildung zentrale Elemente der Arbeitskreisberatung.
- Ganzjährige Unterstützung bei betriebswirtschaftlichen Aufzeichnungen
- Ein Vor-Ort-Besuch pro Jahr mit individueller Stärken- Schwächen-Analyse
- Kennzahlenerhebungen, -analysen und -vergleiche
- Ca. vier AK-Treffen pro Jahr (Fachveranstaltungen,Exkursionen)
- Erfahrungs- und Ideenaustausch mit Berufskollegen