Klimawandel: Erwärmung trifft Almen besonders
Im Alpenraum verändert sich das Klima besonders schnell: +2°C Klimaerwärmung auf Österreichs Almen in nur 25 Jahren ist die Bilanz einer neuen Langzeituntersuchung der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Es wird künftig heißer, trockener und der Frühling kommt früher. Mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung und passenden Gegenmaßnahmen können (und sollen) die Almen mit ihren vielfältigen Leistungen auch in Zukunft erhalten bleiben.
Früher auf die Alm: Es braucht eine genaue Beobachtung des Vegetationsbeginns und traditionelle Auftriebstermine müssen überdacht werden. Laut Prognosen der ÖKS15-Klimaszenarien bis zur Periode 2071-2100 könnte der Weidebeginn fünf Wochen früher stattfinden.
Vorsorge auf den Almen: Da der Klimawandel Extremwetterphänomene begünstigt, wird es immer wichtiger, für etwaige Kälteeinbrüche oder Hitzeperioden vorbeugende Maßnahmen zu treffen, wie zum Beispiel Zisternen anzulegen. Lärchweide und Waldweide können bei Trockenheit besser genutzt werden.
Früher auf die Alm: Es braucht eine genaue Beobachtung des Vegetationsbeginns und traditionelle Auftriebstermine müssen überdacht werden. Laut Prognosen der ÖKS15-Klimaszenarien bis zur Periode 2071-2100 könnte der Weidebeginn fünf Wochen früher stattfinden.
Vorsorge auf den Almen: Da der Klimawandel Extremwetterphänomene begünstigt, wird es immer wichtiger, für etwaige Kälteeinbrüche oder Hitzeperioden vorbeugende Maßnahmen zu treffen, wie zum Beispiel Zisternen anzulegen. Lärchweide und Waldweide können bei Trockenheit besser genutzt werden.
Lärchweide und Weide in Baumverbund
Vorteile:
Waldweide
Vorteile:
Vorteile:
- Unter einer lockeren Beschirmung mit Lärchen gedeihen häufig wertvolle Futterpflanzen.
- Auf trockenen, sonnigen Hängen wirkt sich eine leichte Beschattung des Unterwuchses durch Lärchen positiv auf die Futterpflanzen aus.
- Die Lärchen entnehmen als Tiefwurzler die Nährstoffe aus tiefen Bodenschichten. Hingegen stehen die Nährstoffe der leicht verrottenden Lärchennadeln den Futterpflanzen zur Verfügung.
- Dem Vieh steht jederzeit ein Unterstand bei schlechter Witterung oder Hitze zur Verfügung.
- Die Flächen sind maschinell schwer zu pflegen.
- Hoher Pflegeaufwand zur Erhaltung (die Fläche muss jährlich von herabfallenden Ästen und keimenden Jungbäumen gesäubert werden).
Waldweide
Vorteile:
- Durch die Beweidung mit Rindern werden Wildäsungsflächen geschaffen.
- Die Verunkrautung von Jungkulturen kann durch eine extensive Beweidung hintangehalten werden.
- Bei Waldweiden, die rund 15 ha Waldweide/GVE bieten („Waldweide neu“), erhöht sich die Biodiversität um rund 200 Arten.
- Das Futter wächst im Wald durch die Beschattung langsamer und wird in Vergleich später überständig als auf Reinweiden.
- An heißen Tagen werden Waldweiden vom Almvieh bevorzugt aufgesucht.
- Das Vieh muss weite Strecken zurücklegen, um genügend Futter aufzunehmen.
- Bei zu hoher Bestoßung und zu schweren Tieren treten durch die Beweidung Forstschäden auf.
- Das Futter im Wald ist meist von geringer Menge und Qualität.
Überlegenswerte Almweideregeln:
- Vorbereitung der Almweidetiere auf das Weiden bereits im Tal
- Früher Almweidebeginn und günstige Almstandorte zuerst beweiden
- Nach Möglichkeit Koppelung und Umtriebsweidehaltung durchführen
- Bestoßungsdauer der Koppeln an Futterangebot anpassen
- Beweidung von Hochalmen im Juli – Wanderung talwärts im Spätsommer
- Längere Vegetationszeit im Herbst nützen
Im Herbst sieht man sehr schön, ob das Almvieh im Frühjahr zu spät aufgetrieben wurde, wenn viel überständiges Futter im Herbst übriggeblieben ist. Vor dem Almabtrieb im Spätsommer bzw. Herbst sollte das Almvieh jene Almflächen beweiden, die im Frühjahr zuerst bestoßen wurden (zweiter Aufwuchs).