Kärntner Brillenschafe im Aufwind
Über 200 Zuchttiere aus den verschiedensten Bundesländern wurden der Körkommission in der Zollfeldhalle vorgestellt. Die Kommission selektierte entsprechend streng, sie reihte 37 Zuchtwidder in die Klasse I, bei den weiblichen Zuchtschafen erreichten 38 Tiere die höchste Bewertungsklasse. Damit ist die heurige bundesweite Zentralkörung, die bereits zum insgesamt 36. Mal erfolgte, qualitativ hoch einzuordnen.
Siegertiere
In den Endring um die Siegerpreise schafften es schließlich acht Zuchtwidder und fünf Zuchtschafe. Den Körungssieg bei den weiblichen Kärntner Brillenschafen holte sich der Oberkärntner Züchter Michael Stocker aus Greifenburg, gefolgt von Alexander Krobath aus dem Lavanttal und Gerhard Gaggl aus Himmelberg. Mit Spannung wurde in der Zollfeldhalle die Entscheidung bei den Zuchtwiddern erwartet. Hier heimste die Osttiroler Züchterin Sabine Reiter den 2. Reservesieg ein, der 1. Reservesieger kam vom Zuchtbetrieb Robin Krobath aus St. Georgen im Lavanttal. Den umjubelten Siegerpreis für den Körungssieg holte sich erstmals Barbara Graf aus Trebesing im Liesertal. Der 4. Platz ging an Florian Fermitsch aus Metnitz und der 5. Platz an die LFS Goldbrunnhof.
Generhaltung
Die Siegerpreise überreichten der Präsident der LK Kärnten, Siegfried Huber, die Obfrau des Schaf- und Ziegenzuchtverbandes Kärnten, Claudia Sackl, KR Hansjörg Winkler, der Tierzuchtdirektor der LK Kärnten, Dr. Johann Burgstaller sowie den Direktoren der LFS Goldbrunnhof und LFS Stiegerhof, Elfriede Dornan und Anton Freithofnig. In den Grußworten wurde den Kärntner Brillenschafzüchterinnen und -züchtern für ihr großes Engagement gedankt und deren Zuchtarbeit als bundesweites Vorzeigeprojekt im Bereich der Generhaltung hervorgehoben.
Versteigerung
In der vollbesetzten Zollfeldhalle war bei der anschließenden Versteigerung die Nachfrage nach weiblichen Spitzentieren gegeben, was sich im Durchschnittspreis von 583 Euro widerspiegelte. Einen neuen Tageshöchstpreis von 3.100 Euro erzielte das Siegertier von Michael Stocker aus Greifenburg. Bei den männlichen Tieren erzielte das 1. Reservesiegertier von Robin Krobath aus dem Lavanttal den Tageshöchstpreis von 3.400 Euro. Der beachtliche Durchschnittspreis der 58 verkauften Zuchtwidder betrug 1.017 Euro. Damit lag der Durchschnittspreis um 136 Euro über dem des Vorjahres, was mit dem ausgezeichneten Zuchtmaterial und der damit verbundenen Qualitätsverbesserung der einzelnen Zuchtherden begründet werden kann.
Aufgefallen ist …
Besonders erfreulich war der Besuch von Züchtern und Kaufinteressenten aus Deutschland und den Niederlanden, die sich einen Überblick über den Zuchtfortschritt in Österreich verschafften. Eine Verlosung von wertvollen Warenpreisen rundete den Kärntner Brillenschaftag ab.