Hitzebelastung auf der Weide: Risiken und Maßnahmen
Die aktuell anhaltende Hitze in Kärnten zeigt deutlich, wie stark Rinder, Schafe und Ziegen unter hohen Temperaturen leiden können. Besonders auf unbeschatteten Weiden steigt das Risiko für thermischen Stress – eine Entwicklung, die sich infolge des Klimawandels weiter verschärfen dürfte.
Folgen von Hitzestress
Bereits ab ca. 24 °C im Schatten und hoher Luftfeuchtigkeit können erste Symptome auftreten:
- schnelle Atmung
- geringere Futteraufnahme
- erhöhter Wasserbedarf
- vermehrtes Stehen/Schattenaufsuchen
Maßnahmen zur Vorbeugung
1. Schatten bieten:
Eine zuverlässige Wasserversorgung ist auf der Weide unerlässlich. Je nach Tierart und Weidesystem sind verschiedene Tränkesysteme empfehlenswert:
- natürliche (z. B. Bäume) oder mobile Weideunterstände
- gute Luftzirkulation und isolierte Dächer
- Verlagerung der Weidezeit auf den Morgen, Abend oder die Nacht
- Kraftfuttermenge bei geringerer Grundfutteraufnahme reduzieren
- Mineralstoffe und Salz anpassen
- Futter kühl, frisch und in zwei täglichen Portionen anbieten (idealerweise in den kühleren Abendstunden)
- Bei Bedarf: Einsatz organischer Säuren – Achtung bei Bio: zugelassene Mittel laut Betriebsmittelkatalog beachten!
Eine zuverlässige Wasserversorgung ist auf der Weide unerlässlich. Je nach Tierart und Weidesystem sind verschiedene Tränkesysteme empfehlenswert:
- Portionsweide: Eine Tränkestelle (idealerweise Trogform) pro 20 Rinder.
- Großflächige Kurzrasenweide: Eine stationäre Tränke pro 2 bis 4 ha, um maximale Wege von 150 m zu gewährleisten. Tränken mit 360-Grad-Zugang sind optimal, Weideeingänge und Randbereiche sollten gemieden werden.
- Mobile Tränken: Trogtränken sind Wasserfässern vorzuziehen.