EU stoppt die Einfuhr von Rindfleisch aus Brasilien
D ie EU setzt nach eigenen Angaben ab 3. September die Einfuhr von Fleisch und anderen tierischen Produkten aus Brasilien aus. Das Land habe bisher keine ausreichenden Garantien dafür vorgelegt, dass seine Produkte die EU-Vorgaben zum Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung erfüllten. Dies teilte die EU-Kommission zuletzt mit. Betroffen sind unter anderem Rind- und Geflügelfleisch sowie Honig. Das „klare, konstante Nein“ zum Mercosur-Handelsabkommen der LK sei „richtig und wichtig“, hielt LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger fest. Es habe sich allein schon deswegen ausgezahlt, weil es auf EU-Ebene die von der LK vehement geforderte Diskussion über gleiche Produktionsstandards bei Importwaren befeuert und sogar zu konkreten Verschärfungen der Einfuhrbedingungen geführt habe. „Was nicht unseren Produktionsstandards entspricht, hat auch in unseren Regalen und auf unseren Tellern nichts verloren“, betont Moosbrugger. Die LK Kärnten hat sich immer gegen den Mercosur-Pakt ausgesprochen – unter anderem in einer Resolution, die einstimmig in der Vollversammlung beschlossen wurde. „Die EU setzt gegenüber Importware aus Brasilien nun endlich um, was wir bereits seit Jahren fordern: Wer nicht nach den gleichen Regeln spielt, darf auch nicht gleich behandelt werden!“, begrüßt der Präsident der LK Kärnten Siegfried Huber das Importverbot für tierische Produkte. „Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren nach strengen Veterinärbestimmungen, während Antibiotikaeinsatz in Brasilien kaum reglementiert wird. Diesem unredlichen Verhalten wird nun endlich ein Riegel vorgeschoben.“
Zusätzliche Voraussetzungen
Mit 3. September 2026 wird eine zusätzliche EU-Marktzulassungsvoraussetzung für bestimmte Tiere und tierische Lebensmittel aus Drittstaaten wirksam. Die Lieferländer müssen gewährleisten können, dass die EU-Einschränkungen für den Einsatz bestimmter antimikrobieller Arzneimittel eingehalten werden. Somit ist eine zusätzliche, verbindliche Importanforderung dazugekommen, die in den amtlichen Zertifikaten, die jede Sendung begleiten, neu erfasst und bestätigt werden muss. Da Brasilien den in Europa verbotenen Einsatz von Antibiotika als Wachstums- und Leistungsförderer nicht widerlegen kann und auch immer wieder mit dem Inverkehrbringen von Hormonfleisch in Verbindung gebracht wird, wurde es im Rahmen einer Durchführungsverordnung vom 4. Juni 2026 von der Positivliste der Lieferantenländer gestrichen. Diese Entscheidung wird mit 3. September schlagend.
Da gerade die Rindfleischproduktion mit einer langen Vorlaufzeit verbunden ist und auch die Entscheidungs- und Kundmachungsfristen nicht von heute auf morgen verstreichen, wird nicht damit gerechnet, dass Brasilien so schnell imstande sein wird, den europäischen Forderungen nachzukommen.
Moosbrugger fordert ebenfalls mehr Wettbewerbsfairness: „Heimische Spitzenprodukte dürfen nicht auf den Märkten durch Minderqualität verdrängt werden.“. Ein Importstopp sei gleichermaßen im Interesse von Konsumenten und Landwirten.
Da gerade die Rindfleischproduktion mit einer langen Vorlaufzeit verbunden ist und auch die Entscheidungs- und Kundmachungsfristen nicht von heute auf morgen verstreichen, wird nicht damit gerechnet, dass Brasilien so schnell imstande sein wird, den europäischen Forderungen nachzukommen.
Moosbrugger fordert ebenfalls mehr Wettbewerbsfairness: „Heimische Spitzenprodukte dürfen nicht auf den Märkten durch Minderqualität verdrängt werden.“. Ein Importstopp sei gleichermaßen im Interesse von Konsumenten und Landwirten.