Dürremais – Ernte nicht überstürzen
Trockenheitsgeschädigter Mais ist vielerorts stark verkümmert und wird keinen Kolben bilden können. Von der Ferne wirkt er bereits vertrocknet. Schneidet man jedoch eine Pflanze ab oder knickt man den Stängel, so tritt häufig noch Wasser aus, selbst wenn einige Blätter bereits abgestorbene Spitzen aufweisen. Versuche haben gezeigt, dass solche Pflanzen deutlich unter 25 % Trockenmassegehalt haben. Bei einer Ernte unter 30 % Trockenmasse tritt Sickersaftbildung aus. Der empfohlene Trockenmassebereich von Mais liegt zwischen 32 und 38 %.
Regelmäßig Trockenmasse bestimmen
Aufgrund der erwarteten Hitze im August ist davon auszugehen, dass die Maisernte deutlich früher erfolgen muss. Um den optimalen Erntezeitpunkt nicht zu versäumen und umgekehrt auch nicht zu früh zu ernten, ist eine regelmäßige Trockenmassebestimmung notwendig. Eine rein äußerliche Betrachtung der Pflanzen ist nicht ausreichend.
Wie lässt sich der Trockenmassegehalt bestimmen?
Man nimmt aus dem Bestand eine repräsentative Pflanze. Tritt beim Abknicken des Stängels Saft aus, ist der Trockenmassegehalt unter 25 %. Tritt kein Saft mehr aus, wird die Pflanze klein zerschnitten oder zerhäckselt und die Trockenmasse mittels Mikrowelle, Heißluftfritteuse oder im Labor ermittelt.
In der Mikrowelle werden genau 100 g Material bei einer Leistung von 450 Watt für 4 Minuten erhitzt. Anschließend wird die Tür geöffnet, um den Wasserdampf entweichen zu lassen. Danach wird das Material weitere zweimal 4 Minuten erhitzt. Beim dritten Mal gut beobachten, da sehr trockenes Material zu glosen bzw. verkohlen beginnen könnte. Gegebenenfalls die Trocknung abbrechen. Die Rückwaage in Gramm ist der Trockenmassegehalt in Prozent. Werden 30 g Rückwaage gemessen, ist der Trockenmassegehalt 30 %
Mit der Heißluftfritteuse werden ebenfalls genau 100 g bei einer Temperatur von 120 °C für 60 Minuten getrocknet. Auch hier ist die Rückwaage circa der Trockenmassegehalt, wobei dieser bei der Heißluftfritteuse etwas tiefer liegt, weil hier das Wasser nicht vollständig verdunstet.
Eine genaue Analyse des Trockenmassegehaltes liefert eine Laboranalyse. Hierzu kann im Futtermittellabor eine Expressanalyse beauftragt werden. Das Ergebnis wird innerhalb weniger Tage telefonisch übermittelt.
In der Mikrowelle werden genau 100 g Material bei einer Leistung von 450 Watt für 4 Minuten erhitzt. Anschließend wird die Tür geöffnet, um den Wasserdampf entweichen zu lassen. Danach wird das Material weitere zweimal 4 Minuten erhitzt. Beim dritten Mal gut beobachten, da sehr trockenes Material zu glosen bzw. verkohlen beginnen könnte. Gegebenenfalls die Trocknung abbrechen. Die Rückwaage in Gramm ist der Trockenmassegehalt in Prozent. Werden 30 g Rückwaage gemessen, ist der Trockenmassegehalt 30 %
Mit der Heißluftfritteuse werden ebenfalls genau 100 g bei einer Temperatur von 120 °C für 60 Minuten getrocknet. Auch hier ist die Rückwaage circa der Trockenmassegehalt, wobei dieser bei der Heißluftfritteuse etwas tiefer liegt, weil hier das Wasser nicht vollständig verdunstet.
Eine genaue Analyse des Trockenmassegehaltes liefert eine Laboranalyse. Hierzu kann im Futtermittellabor eine Expressanalyse beauftragt werden. Das Ergebnis wird innerhalb weniger Tage telefonisch übermittelt.
Siliermittel unbedingt verwenden
Stark trockenheitsgeschädigter Mais soll in einer unteren Schicht im Silo gelagert werden. Darüber soll feuchterer Mais oder eine Schicht Gras siliert werden. Trockene Maisblätter in der oberen Siloschicht würden zu Nacherwärmung führen. Auf abgestorbenen Blättern sind nämlich hohe Konzentrationen an Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen vorhanden. Diese hemmen eine erfolgreiche Milchsäuregärung. Es ist deshalb notwendig, Silierhilfsmittel einzusetzen. Bei Mais ist der Einsatz von heterofermentativen Milchsäurebakterien notwendig. Diese bilden neben Milchsäure auch Essigsäure, um eine Hefenentwicklung zu hemmen.