Blauzungenkrankheit – jetzt impfen
Die Viruserkrankung wird durch Gnitzen übertragen, welche zwar im Winter inaktiv sind, aber dennoch in einigen Winkeln der Ställe überleben. Dazu zirkuliert der Virus in infizierten Tieren bis zu 100 Tage. In den Wintermonaten 2025/ 26 konnten mehr Fälle nachgewiesen werden als im Winter 2024/ 25 – ein Hinweis darauf, dass ein heißer Seuchensommer bevorsteht.
Umso wichtiger ist es zum jetzigen Zeitpunkt, dass die empfänglichen Herden auf die hohe Viruslast im Sommer vorbereitet werden. In Herden, in denen BTV bereits durchgezogen ist, haben sich nicht alle Tiere infiziert, was für die heurige Saison bedeutet, dass diese auch nicht immunkompetent auf eine neuerliche Infektion sind.
Umso wichtiger ist es zum jetzigen Zeitpunkt, dass die empfänglichen Herden auf die hohe Viruslast im Sommer vorbereitet werden. In Herden, in denen BTV bereits durchgezogen ist, haben sich nicht alle Tiere infiziert, was für die heurige Saison bedeutet, dass diese auch nicht immunkompetent auf eine neuerliche Infektion sind.
Der letzte Herbst zeigte, dass von der Blauzungenkrankheit besonders Tiere betroffen waren, die im suboptimalen Allgemeinzustand waren, und auch jene, deren Stoffwechsel stark beansprucht war. Parasitosen (Verwurmung) stellen eine hohe Vorbelastung für alle empfänglichen Arten dar.
Die Infektion mit dem Blauzungenvirus (in Kärnten vor allem der Serotyp 8) führt in infizierten Herden dazu, dass die Tiere eine Fieberphase mit Entzündung der Schleimhäute durchmachen. Durch diese Symptome verringern sich die Fresslust und Wasseraufnahme. Die Milchleistung sinkt deutlich ab, die Tiere zeigen Lahmheiten, und daher leidet auch die Fruchtbarkeit. Bei Tieren in frühen Trächtigkeitsstadien kann es zur Schädigung des Embryos kommen. Neben Aborten kommen schwerere Schädigungen des Zentralnervensystems vor. Es werden lebensschwache Kälber geboren, die nervale Symptome, Koordinationsstörungen und teilweise Blindheit zeigen.
Die Sterblichkeit war im Herbst 200 % beim Rind und bis zu 600 % beim Schaf im Vergleich zur selben Jahreszeit ein Jahr davor. Auch bei einigen Ziegen, Neuweltkameliden und Wildwiederkäuern konnte eine Infektion nachgewiesen werden. Die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit schützt vor schwerwiegenden Verläufen und Todesfällen. Der Impfstoff wird vom Land Kärnten über die Bezirksverwaltungsbehörden kostenlos bereitgestellt.
Bitte jetzt beim Betreuungstierarzt die Blauzungenkrankheit anmelden und dabei auch an andere notwendige Impfungen, wie Rauschbrand oder Piroplasmose, denken. Die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit soll alle in Österreich vorkommenden Serotypen 3, 4 und 8 umfassen. Tiere, die vergangenes Jahr grundimmunisiert wurden, müssen heuer nur einmalig aufgefrischt werden.