Agrardiesel: Eckpfeiler der Rückvergütung 2026
Mit der Agrardieselrückvergütung 2026 unterstützt die öffentliche Hand land- und forstwirtschaftliche Betriebe bei den gestiegenen Treibstoffkosten. Die Auszahlung der Agrardieselrückvergütung ist nach aktueller Planung gemeinsam mit der AMA-Hauptauszahlung im Dezember 2026 vorgesehen. Voraussetzung für die Rückvergütung ist ein fristgerecht eingereichter MFA 2026. Die Berechnung erfolgt automatisch anhand der im Antrag gemeldeten Flächen und Nutzungsarten. Forstflächen werden aus dem MFA 2025 übernommen.
Sonderregelung für Forstbetriebe
Für Forstbetriebe besteht 2026 eine verlängerte Einreichfrist. Der MFA 2026 kann bis Montag, 31. August 2026, nachgereicht werden. Damit wird die Anspruchsvoraussetzung für die Agrardieselrückvergütung erfüllt. Die Antragstellung erfolgt einfach und digital über das eAMA-Portal. Erforderlich sind lediglich die korrekten Stammdaten und eine aktuelle Bankverbindung. Die bei der AMA bereits vorhandenen Forstflächendaten aus dem MFA 2025 werden automatisch für die Berechnung herangezogen.
Die Höhe der Rückvergütung richtet sich nach der bewirtschafteten Fläche. Je nach Nutzungsart wird ein pauschaler Dieselverbrauch pro Hektar angesetzt, der als Berechnungsgrundlage dient (Details siehe Kasten).
Die Höhe der Rückvergütung richtet sich nach der bewirtschafteten Fläche. Je nach Nutzungsart wird ein pauschaler Dieselverbrauch pro Hektar angesetzt, der als Berechnungsgrundlage dient (Details siehe Kasten).
Berechnung der Rückvergütung
Je nach bewirtschafteter Fläche und Nutzung wird ein bestimmter Verbrauch in Liter pro Hektar berücksichtigt. Pro Liter werden voraussichtlich rund 15,5 Cent vergütet. Die Auszahlung wird ab einem Mindestbetrag von 1 Euro pro Antrag gewährt.
- Ackerland: 110 Liter/ha (ca. 17,10 Euro/ha)
- Wein-, Obstgärten, sonstige Dauerkulturen: 310 Liter (ca. 48,10 Euro/ha)
- Mähwiesen mit zwei oder mehr Nutzungen: 145 Liter/ha (ca. 22,50 Euro/ha)
- Einmähdige Wiesen und Kulturweiden: 61 Liter/ha (ca. 9,50 Euro/ha)
- Almen, Bergmähder, Hutweiden, Streuwiesen und Grünlandbrachen: 19 Liter/ha (ca. 2,90 Euro/ha)
- Forstwirtschaftlich genutzte Flächen: 12 Liter/ha (ca. 1,90 Euro/ha)
- um 85 Liter (ca. 13,20 Euro/ha) bei Anbau von Hackfrüchten, Feldgemüse, Gemüse im Freiland, Gartenbaukulturen, Blumen und Zierpflanzen im Freiland sowie Erdbeeren und
- um 63 Liter (ca. 9,80 Euro/ha) bei Feldfutterbau