Zwischen Karibik der Alpen und Bergheimat
Am vielfältigen Programm des zweitägigen Treffens standen die Besichtigungen von Zuchtbetrieben und das Erlebnis von kulturellen Besonderheiten der Region.
100 Teilnehmer aus den Bundesländern und Bayern folgten der Einladung des Schaf- und Ziegenzuchtverbandes Kärnten als bundesweit verantwortliche Organisation zum diesjährigen Züchtertreffen. Die offizielle Eröffnung erfolgte auf Schloss Greifenburg durch Züchter Michael Stocker, welcher sich für die Organisation vor Ort verantwortlich zeigte und ein interessantes Programm auf die Beine gestellt hatte. Nach einem gemeinsamen Frühstück und Führung durch die Räumlichkeiten des historischen Bauwerkes ging es weiter zu den Betriebsbesichtigungen.
100 Teilnehmer aus den Bundesländern und Bayern folgten der Einladung des Schaf- und Ziegenzuchtverbandes Kärnten als bundesweit verantwortliche Organisation zum diesjährigen Züchtertreffen. Die offizielle Eröffnung erfolgte auf Schloss Greifenburg durch Züchter Michael Stocker, welcher sich für die Organisation vor Ort verantwortlich zeigte und ein interessantes Programm auf die Beine gestellt hatte. Nach einem gemeinsamen Frühstück und Führung durch die Räumlichkeiten des historischen Bauwerkes ging es weiter zu den Betriebsbesichtigungen.
Zucht mit Leidenschaft
Auf 1260 m Seehöhe ober Greifenburg liegt der Bergbauernbetrieb von Familie Stocker, vlg. Hossler, welcher von drei Generationen gemeinsam bewirtschaftet wird. Die Tierhaltung spielt eine wesentliche Rolle, neben der leidenschaftlichen Brillenschafzucht werden am Betrieb auch verschiedene Rinderrassen gehalten. Ergänzt wird die Vermarktung durch hauseigenes Wild. Unter der Marke „Stockerbauer“ werden die hofeigenen Produkte veredelt und in der regionalen Gastronomie vermarktet. Der Bürgermeister der Gemeinde Greifenburg, Josef Brandner, stellte die Region vor und wertschätzte die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern, welche einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft leisten.
Naturjuwel Weißensee
Ebenso in den Mittelpunkt des Treffens wurde die einzigartige Region rund um den Weißensee gerückt. Ein besonderes Highlight für die Teilnehmer war eine Sonderschifffahrt mit der „Alpenperle“ am Weißensee, welcher als malerisches Naturjuwel gilt und „Karibik der Alpen“ genannt wird. Bekannt für sein smaragdgrünes, trinkbares Wasser und das naturbelassene Ufer bietet der See eine atemberaubende Kulisse für sanften Tourismus, Wandern und im Winter Europas größte Natureisfläche, erläuterte Bürgermeisterin Karoline Turnschek.
Zucht verbindet
Am zweiten Tag des Treffens standen die Zuchtbetriebe am Weißensee im Fokus. Am Biobetrieb von Familie Walker, vlg. Nemast, am Weißensee, kann man die Kombination aus Landwirtschaft, Tierzucht und Tourismus erleben und somit den Gästen ein besonderes Urlaubserlebnis anbieten. Neben der Vermietung von Ferienwohnungen mit eigenem Seezugang spielt die Tierhaltung eine besondere Rolle auf dem Hof. Seit zehn Jahren wird mit einer kleinen Herde von Kärntner Brillenschafen gezüchtet Zur großen Leidenschaft des Betriebes gehört die Noriker-Pferdezucht, welche die Gäste unter anderem bei Pferdeschlittenfahrten bewundern können. Direkt angrenzend liegt der Betrieb von Familie Lilg, vlg. Lipeter , wo die Schafhaltung schon lange Tradition hat, bereits seit über 20 Jahren werden hier Kärntner Brillenschafe gezüchtet. 30 Mutterschafe umfasst der Betrieb, welcher 10 ha landwirtschaftlich Nutzfläche und 50 ha Forst beträgt. Ebenso spielt bei Familie Lilg die Zucht mit den Noriker Pferden eine große Rolle, welche erfolgreich seit über 30 Jahren betrieben wird. Die Landes- und Reservesiegerstuten wurden dem interessiertem Fachpublikum vorgestellt. Im Hauptbetriebszweig Gastgewerbe wird ein Hotel mit 40 Betten geführt, welches mit direktem Seezugang am Weißensee gelegen ist.
Genussregion
Kulinarisch abgerundet wurde das Züchtertreffen mit Spezialitäten vom Brillenschaflamm, kulturell mit einer Besichtigung der Pfarrkirche Berg im Drautal mit Pfarrer Josef Allmaier und gesellschaftlich mit einem Züchterabend im Hotel Regitnig am Weißensee. Intensive Fachgespräche über die Wirtschaftsweisen der Betriebe und deren Vermarktung wurden geführt. Die Teilnehmer waren begeistert vom faszinierenden Ausblick, bei traumhaftem Kaiserwetter, auf die umliegende Naturlandschaft des oberen Drautales zwischen der Kreuzeckgruppe und den Gailtaler Alpen.
Betriebsspiegel
- Betrieb: Bergbauernbetrieb von Familie Stocker, vlg. Hossler, von drei Generationen bewirtschaftet
- Lage: 1260 m Seehöhe ober Greifenburg
- Wesentliche Standbeine: Alm- und Forstwirtschaft
- Landwirtschaftliche Flächen: 24 ha Grünland, 120 ha Forstfläche und ca. 200 ha Almfläche , davon 90 ha Futterfläche