Welche Pflanzenschutzmittel aufgebraucht werden müssen
Auch 2026 laufen in Österreich mehrere Pflanzenschutzmittel und Wirkstoffe aus. Für landwirtschaftliche Betriebe ist es daher wichtig, bereits zu Jahresbeginn einen genauen Blick ins Pflanzenschutzmittellager zu werfen.
Besonders relevant ist der Wegfall des Herbizid-Wirkstoffs Flufenacet, dessen EU-Zulassung im vergangenen Jahr nicht mehr verlängert wurde. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem Hinweise auf hormonell wirksame Eigenschaften sowie Umweltprobleme im Zusammenhang mit dem Abbauprodukt Trifluoressigsäure (TFA). TFA zählt zu den sogenannten Ewigkeitschemikalien, die sich in der Umwelt kaum abbauen und zunehmend im Grundwasser nachgewiesen werden.
Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Flufenacet - darunter Arnold, Battle Delta, Fence, Naceto, Pontos, Sunfire und weitere - dürfen noch bis 10. Dezember 2026 aufgebraucht werden. Für das Produkt Cadou SC endet die Aufbrauchfrist bereits am 5. Dezember 2026. Danach sind vorhandene Restmengen fachgerecht zu entsorgen.
Durch den Wegfall dieser Mittel wird die Herbstunkrautbekämpfung etwas anspruchsvoller. In der Praxis haben sich jedoch Herbizide wie Boxer, Fantasia, Jura, Roxy 800 EC oder Carmina Perfekt (Carmina 640 + Saracen Delta) gut bewährt. Sie wirken zuverlässig gegen typische Unkräuter und Windhalm. Gegen Ackerfuchsschwanz ist die Wirkung jedoch nicht ausreichend.
Bei stärkerem Auftreten von Ackerfuchsschwanz haben sich Kombinationen wie Trinity (2,0 l/ha) oder Viper Compact (0,75 l/ha) in Kombination mit Axial 50 (0,9 l/ha) als wirksam erwiesen.
Besonders relevant ist der Wegfall des Herbizid-Wirkstoffs Flufenacet, dessen EU-Zulassung im vergangenen Jahr nicht mehr verlängert wurde. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem Hinweise auf hormonell wirksame Eigenschaften sowie Umweltprobleme im Zusammenhang mit dem Abbauprodukt Trifluoressigsäure (TFA). TFA zählt zu den sogenannten Ewigkeitschemikalien, die sich in der Umwelt kaum abbauen und zunehmend im Grundwasser nachgewiesen werden.
Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Flufenacet - darunter Arnold, Battle Delta, Fence, Naceto, Pontos, Sunfire und weitere - dürfen noch bis 10. Dezember 2026 aufgebraucht werden. Für das Produkt Cadou SC endet die Aufbrauchfrist bereits am 5. Dezember 2026. Danach sind vorhandene Restmengen fachgerecht zu entsorgen.
Durch den Wegfall dieser Mittel wird die Herbstunkrautbekämpfung etwas anspruchsvoller. In der Praxis haben sich jedoch Herbizide wie Boxer, Fantasia, Jura, Roxy 800 EC oder Carmina Perfekt (Carmina 640 + Saracen Delta) gut bewährt. Sie wirken zuverlässig gegen typische Unkräuter und Windhalm. Gegen Ackerfuchsschwanz ist die Wirkung jedoch nicht ausreichend.
Bei stärkerem Auftreten von Ackerfuchsschwanz haben sich Kombinationen wie Trinity (2,0 l/ha) oder Viper Compact (0,75 l/ha) in Kombination mit Axial 50 (0,9 l/ha) als wirksam erwiesen.
Änderungen
Ein weiteres flufenacethaltiges Produkt ist das Maisherbizid Aspect Pro, das im Frühjahr 2026 letztmalig (Aufbrauchfrist bis 10. Dezember 2026) angewendet werden darf. Laut Hersteller ist die Versorgung für 2026 gesichert. Ab 2027 stehen mit Spectrum Gold sowie Aspect Neo entsprechende Nachfolgeprodukte zur Verfügung.
Bereits seit dem Jahr 2024 dürfen im Maisbau keine Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff S-Metolachlor (z.B. Dual Gold, Gardo Gold) mehr verwendet oder gelagert werden. Auch der Wirkstoff Tritosulfuron (Arrat) ist seit 2025 nicht mehr zugelassen. Das frühere Produkt Arrat kann durch Casper ersetzt werden. Als breit wirksame Alternative in der Unkrautbekämpfung bietet sich außerdem das Dragster Mais Pack (Dragster, Bozon und Quantum) an. Durch die Kombination mehrerer Wirkstoffe wird das Risiko einer Resistenzbildung bei Unkräutern reduziert. Treten Winden stärker auf, können zusätzlich 0,4 l/ha Dicamba beigemischt werden.
Das pyrethroidhaltige Insektizid Nexide (Wirkstoff Gamma-Cyhalothrin) darf noch bis 30. September 2026 aufgebraucht werden. Als Ersatz stehen weiterhin mehrere andere Pyrethroide, etwa Karate Zeon (Lambda-Cyhalothrin), zur Verfügung.
Im Getreidebau laufen im Bereich der Fungizide unter anderem die Produkte Avella (Aufbrauchfrist 30. April 2027), Flexity (31. Juli 2026) und Tebusul (16. Juni 2027) aus. Für diese Mittel stehen jedoch ausreichend Alternativen zur Verfügung, etwa Alonty oder Osiris Revy, die gegen Echten Mehltau, Septoria-Blattdürre und weitere Pilzkrankheiten wirksam sind.
Der Pflanzenwachstumsregulator Terplex ist noch bis 5. Februar 2026 aufzubrauchen. Als Ersatz steht Calma mit dem gleichen Wirkstoff (Trinexapac) zur Verfügung.
Bereits seit dem Jahr 2024 dürfen im Maisbau keine Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff S-Metolachlor (z.B. Dual Gold, Gardo Gold) mehr verwendet oder gelagert werden. Auch der Wirkstoff Tritosulfuron (Arrat) ist seit 2025 nicht mehr zugelassen. Das frühere Produkt Arrat kann durch Casper ersetzt werden. Als breit wirksame Alternative in der Unkrautbekämpfung bietet sich außerdem das Dragster Mais Pack (Dragster, Bozon und Quantum) an. Durch die Kombination mehrerer Wirkstoffe wird das Risiko einer Resistenzbildung bei Unkräutern reduziert. Treten Winden stärker auf, können zusätzlich 0,4 l/ha Dicamba beigemischt werden.
Das pyrethroidhaltige Insektizid Nexide (Wirkstoff Gamma-Cyhalothrin) darf noch bis 30. September 2026 aufgebraucht werden. Als Ersatz stehen weiterhin mehrere andere Pyrethroide, etwa Karate Zeon (Lambda-Cyhalothrin), zur Verfügung.
Im Getreidebau laufen im Bereich der Fungizide unter anderem die Produkte Avella (Aufbrauchfrist 30. April 2027), Flexity (31. Juli 2026) und Tebusul (16. Juni 2027) aus. Für diese Mittel stehen jedoch ausreichend Alternativen zur Verfügung, etwa Alonty oder Osiris Revy, die gegen Echten Mehltau, Septoria-Blattdürre und weitere Pilzkrankheiten wirksam sind.
Der Pflanzenwachstumsregulator Terplex ist noch bis 5. Februar 2026 aufzubrauchen. Als Ersatz steht Calma mit dem gleichen Wirkstoff (Trinexapac) zur Verfügung.
Neue Wirkstoffe
Neben den auslaufenden Produkten befinden sich auch neue Herbizid-Wirkstoffe im Zulassungsverfahren. Dazu zählen Mittel mit Cinmethylin (z.B. Luximo) sowie Bixlozone. Diese Wirkstoffe könnten künftig zusätzliche Möglichkeiten in der Ungrasbekämpfung bringen. Nach derzeitigem Stand ist jedoch erst ab 2027 oder 2028 mit einer Zulassung und breiteren Verfügbarkeit zu rechnen.
Zusammenfassend ist es wichtig, die lagernden Pflanzenschutzmittel regelmäßig zu kontrollieren und darauf zu achten, welche Produkte noch zulässig sind bzw. entsorgt werden müssen. Der aktuelle Zulassungsstatus kann jederzeit im Pflanzenschutzmittelregister des BAES eingesehen werden (psmregister-neu.baes.gv.at).
Zusammenfassend ist es wichtig, die lagernden Pflanzenschutzmittel regelmäßig zu kontrollieren und darauf zu achten, welche Produkte noch zulässig sind bzw. entsorgt werden müssen. Der aktuelle Zulassungsstatus kann jederzeit im Pflanzenschutzmittelregister des BAES eingesehen werden (psmregister-neu.baes.gv.at).
Eine Übersicht über die auslaufenden Produkte stellt außerdem die LK Kärnten auf ihrer Homepage im Bereich Downloads/Pflanzen zur Verfügung.