Waldbrand: Ein unterschätztes Risiko
Die Bilder großer Waldbrände stammen längst nicht mehr nur aus Südeuropa oder Nordamerika. Auch in Mitteleuropa nehmen Häufigkeit und Intensität von Waldbränden zu. Längere Trockenperioden, steigende Temperaturen und häufigere Wetterextreme erhöhen das Risiko deutlich. Auswertungen der österreichischen Waldbranddatenbank zeigen, dass es bei uns mittlerweile jedes Jahr rund 200 Waldbrände gibt. Rund 85% der Waldbrände werden durch menschliche Aktivitäten ausgelöst, während nur etwa 15% auf Blitzschläge zurückgehen.
Besonders in den Sommermonaten genügt oft schon ein kleiner Funke, um einen Brand auszulösen. Achtlos weggeworfene Zigaretten, heiße Fahrzeugteile auf trockenem Gras, Funken von Maschinen oder auch Blitzschläge können ausreichen. Sobald sich das Feuer ausbreitet, sind die Schäden häufig enorm. Neben dem Verlust des Holzbestandes entstehen Kosten für die Wiederaufforstung, die Beseitigung beschädigter Flächen und gegebenenfalls für Verkehrssicherungsmaßnahmen.
Besonders in den Sommermonaten genügt oft schon ein kleiner Funke, um einen Brand auszulösen. Achtlos weggeworfene Zigaretten, heiße Fahrzeugteile auf trockenem Gras, Funken von Maschinen oder auch Blitzschläge können ausreichen. Sobald sich das Feuer ausbreitet, sind die Schäden häufig enorm. Neben dem Verlust des Holzbestandes entstehen Kosten für die Wiederaufforstung, die Beseitigung beschädigter Flächen und gegebenenfalls für Verkehrssicherungsmaßnahmen.
Waldbrand-Datenbank
An der Universität für Bodenkultur Wien wurde eine Waldbrand-Risikokarte entwickelt, welche die Wahrscheinlichkeit der Brandentstehung, das mögliche Brandverhalten sowie die Anfälligkeit der betroffenen Flächen für Schäden durch Waldbrände berücksichtigt und eine Einschätzung der Gefährdung auf Bezirksebene ermöglicht. Basis für diese Risikokarte ist die Waldbrand-Datenbank, wo die Waldbrände in Österreich ab 1993 kartographisch erfasst wurden.
Nicht jeder Bestand ist gleich stark gefährdet. Wälder an Nordhängen, in flachem Gelände oder mit starker Überschirmung weisen meist ein feuchteres Mikroklima auf und trocknen langsamer aus. Auch Laubwälder sind in der Regel weniger brandanfällig. Höhere Risiken bestehen dagegen häufig auf südexponierten Hängen, in steilen Lagen oder in Beständen mit hohem Nadelholzanteil. Waldbesitzer können durchaus auch vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören unter anderem gut befahrbare Waldwege für Einsatzkräfte, die Pflege von Wegrändern, das Entfernen größerer Mengen leicht entzündlichen Materials an besonders gefährdeten Stellen sowie die regelmäßige Kontrolle des Waldes während längerer Trockenphasen. Auch die Frage nach ausreichendem Löschwasser für den Ernstfall sollte überlegt werden.
Hinweisschilder für Waldbesucher:innen, die auf das Rauchverbot und die erhöhte Brandgefahr aufmerksam machen, können einen wichtigen Beitrag leisten.
Dennoch lässt sich ein Waldbrand trotz aller Vorsichtsmaßnahmen niemals vollständig ausschließen. Die meisten Brände entstehen durch menschliche Unachtsamkeit oder natürliche Ursachen, auf die die Waldbesitzer:innen keinen Einfluss hat.
Nicht jeder Bestand ist gleich stark gefährdet. Wälder an Nordhängen, in flachem Gelände oder mit starker Überschirmung weisen meist ein feuchteres Mikroklima auf und trocknen langsamer aus. Auch Laubwälder sind in der Regel weniger brandanfällig. Höhere Risiken bestehen dagegen häufig auf südexponierten Hängen, in steilen Lagen oder in Beständen mit hohem Nadelholzanteil. Waldbesitzer können durchaus auch vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören unter anderem gut befahrbare Waldwege für Einsatzkräfte, die Pflege von Wegrändern, das Entfernen größerer Mengen leicht entzündlichen Materials an besonders gefährdeten Stellen sowie die regelmäßige Kontrolle des Waldes während längerer Trockenphasen. Auch die Frage nach ausreichendem Löschwasser für den Ernstfall sollte überlegt werden.
Hinweisschilder für Waldbesucher:innen, die auf das Rauchverbot und die erhöhte Brandgefahr aufmerksam machen, können einen wichtigen Beitrag leisten.
Dennoch lässt sich ein Waldbrand trotz aller Vorsichtsmaßnahmen niemals vollständig ausschließen. Die meisten Brände entstehen durch menschliche Unachtsamkeit oder natürliche Ursachen, auf die die Waldbesitzer:innen keinen Einfluss hat.
Absicherung
Genau hier setzt eine Waldbrandversicherung an. Sie soll die finanziellen Folgen eines Brandes abfedern und den Waldbesitzer:innen helfen, den entstandenen Schaden zu bewältigen. Nachdem die meisten Waldbrände vom Menschen verschuldet werden, die die Erholungsfunktion des Waldes nutzen, leistet der Staat für private Waldbesitzer:innen einen Zuschuss zu Waldbrandversicherungen in der Höhe von 25% der Versicherungsprämie. Je nach Versicherungsvertrag können unterschiedliche Leistungen enthalten sein. Versichert ist in der Regel der stehende Waldbestand gegen Schäden durch Brand. Viele Tarife übernehmen außerdem Kosten für Aufräumarbeiten und Wiederaufforstung. Der genaue Leistungsumfang unterscheidet sich jedoch zwischen den einzelnen Versicherern. Deshalb lohnt es sich, Angebote sorgfältig zu vergleichen und auf die versicherten Gefahren, Entschädigungsgrenzen und mögliche Selbstbehalte zu achten.
Waldbrände gehören inzwischen auch in Österreich zu den Risiken, mit denen sich Waldbesitzer:innen auseinandersetzen müssen. Vorbeugende Maßnahmen bleiben unverzichtbar, können einen Brand jedoch nicht immer verhindern. Eine Waldbrandversicherung bietet die Möglichkeit, zumindest die finanziellen Folgen eines solchen Ereignisses deutlich abzumildern. Wer seinen Wald langfristig als Vermögenswert erhalten möchte, sollte daher sowohl auf eine vorausschauende Bewirtschaftung als auch auf eine passende Absicherung achten. So lässt sich das Risiko zwar nicht beseitigen, aber deutlich besser beherrschen.
Waldbrände gehören inzwischen auch in Österreich zu den Risiken, mit denen sich Waldbesitzer:innen auseinandersetzen müssen. Vorbeugende Maßnahmen bleiben unverzichtbar, können einen Brand jedoch nicht immer verhindern. Eine Waldbrandversicherung bietet die Möglichkeit, zumindest die finanziellen Folgen eines solchen Ereignisses deutlich abzumildern. Wer seinen Wald langfristig als Vermögenswert erhalten möchte, sollte daher sowohl auf eine vorausschauende Bewirtschaftung als auch auf eine passende Absicherung achten. So lässt sich das Risiko zwar nicht beseitigen, aber deutlich besser beherrschen.
Drei Fragen an...
...Kurt Tschemernjak, MSC, Vorstandsdirektor Kärntner Landesversicherung aG
1| Welche Versicherungsmöglichkeiten haben Waldbesitzer bei der Kärntner Landesversicherung aG?
Kunden der KLV können zusätzlich eine Waldbrandversicherung abschließen. Ein Abschluss einer reinen Waldbrandversicherung ohne weitere bestehende Verträge ist nicht möglich. Rund 10% der KLV-Agrar-Kunden haben aktuell zusätzlich eine solche Waldbrandversicherung.
2| Welche Leistungen werden durch eine Waldbrandversicherung bei der Kärntner Landesversicherung aG abgedeckt?
Die Kosten für die Waldbrandversicherung betragen für KLV-Kunden nach dem Produktupdate 0,45 Euro/ha.
1| Welche Versicherungsmöglichkeiten haben Waldbesitzer bei der Kärntner Landesversicherung aG?
Kunden der KLV können zusätzlich eine Waldbrandversicherung abschließen. Ein Abschluss einer reinen Waldbrandversicherung ohne weitere bestehende Verträge ist nicht möglich. Rund 10% der KLV-Agrar-Kunden haben aktuell zusätzlich eine solche Waldbrandversicherung.
2| Welche Leistungen werden durch eine Waldbrandversicherung bei der Kärntner Landesversicherung aG abgedeckt?
- Gedeckt sind Holzbestände,
- Aufforstungskosten, Abräumkosten sowie am Löscheinsatz beteiligte Personen.
Die Kosten für die Waldbrandversicherung betragen für KLV-Kunden nach dem Produktupdate 0,45 Euro/ha.