Waldbewirtschaftung sichert die Zukunft
Zahlreiche Besucher verfolgten die Beiträge des Landeswaldbauerntages zum Thema der Wertschöpfungskette Holz. Eröffnet und moderiert wurde der Landeswaldbauerntag von der Leiterin des Referats 5 der Landwirtschaftskammer Kärnten, Forstdirektorin Elisabeth Schaschl.
LK Kärnten-Präsident Siegfried Huber und LHStv. Martin Gruber nahmen in ihren Grußworten Bezug auf die aktuelle Situation des Waldes und der Landwirtschaft mit all ihren Herausforderungen. Dabei wurde auch auf den wichtigen volkswirtschaftlichen Beitrag hingewiesen, den die Branche der Forst- und Holzwirtschaft mit rund 24.000 Beschäftigten leistet und somit drittgrößter Arbeitgeber des Landes ist. Die Wertschöpfungskette Holz beginnt im Wald, und jeder zwölfte Euro stammt direkt oder indirekt aus dem Wald. Die Bruttowertschöpfung in Kärntens Wäldern und im Bereich des Roh- und Werkstoffs Holz beträgt rund 2,1 Mrd. Euro. Fritz Klaura, Holzbaumeister bei proHolz Kärnten, bekräftigte im Anschluss die Verwendung des Rohstoffs Holz vor allem in der Bau- und Möbelindustrie und wies auf die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und den hohen Wert als CO2-Speicher hin.
LK Kärnten-Präsident Siegfried Huber und LHStv. Martin Gruber nahmen in ihren Grußworten Bezug auf die aktuelle Situation des Waldes und der Landwirtschaft mit all ihren Herausforderungen. Dabei wurde auch auf den wichtigen volkswirtschaftlichen Beitrag hingewiesen, den die Branche der Forst- und Holzwirtschaft mit rund 24.000 Beschäftigten leistet und somit drittgrößter Arbeitgeber des Landes ist. Die Wertschöpfungskette Holz beginnt im Wald, und jeder zwölfte Euro stammt direkt oder indirekt aus dem Wald. Die Bruttowertschöpfung in Kärntens Wäldern und im Bereich des Roh- und Werkstoffs Holz beträgt rund 2,1 Mrd. Euro. Fritz Klaura, Holzbaumeister bei proHolz Kärnten, bekräftigte im Anschluss die Verwendung des Rohstoffs Holz vor allem in der Bau- und Möbelindustrie und wies auf die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und den hohen Wert als CO2-Speicher hin.
Vielfalt der Baumarten
Dipl.-Ing. Johannes Kircher von der Landesforstdirektion präsentierte den neu aufgelegten Beispielsflächenkatalog 2025 des Landes Kärnten und wies auf die Bedeutung der Laub- und Mischwälder als Wälder der Zukunft hin. Wälder sollten möglichst zukunftstauglich und klimafit gestaltet werden. Die Baumartenvielfalt gilt dabei als bedeutendster Ansatz. Der Katalog zeigt anhand von Praxisbeispielen, welche Optionen und Baumarten es dazu gibt. Jahrzehntelange Erfahrungen im Umgang mit diesen Flächen wurden dokumentiert. Insgesamt sind im Katalog 83 waldbauliche Vorzeigeflächen enthalten. Auf diesen befinden sich 20 verschiedene Baumarten, die sich von den Tallagen bis in den subalpinen Bereich über ganz Kärnten verteilen. Neben den Standortbeschreibungen sind auch Klimadaten dargestellt. Wesentliche Erkenntnisse sind, dass Qualität durch die Pflege der Bestände entsteht, Stabilität durch Vielfalt erreicht wird und Zielbäume den Wert sichern. Er ist hier verfügbar: Beispielflächenkatalog 2026
Forstliche Ressourcen
Thomas Schnabel, Professor an der FH Salzburg, referierte über die Möglichkeiten der Holzverwertung und -anwendung. Der Campus Kuchl, an dem er tätig ist, befasst sich mit allen Varianten der Holzverwendung: von den Eigenschaften des Materials Holz bis hin zur Gebäudetechnik und fertigen Produkten. Da sich die Zusammensetzung der Baumarten in den Wäldern in Zukunft ändern wird, wies er auf die zunehmende Bedeutung des vielseitigen Einsatzes von Holz hin, denn die Holzströme haben sich entsprechend weg vom Brenn- und hin zum nutzbaren Holz verändert. Er nannte Möglichkeiten, wie Holz mit den heutigen technischen Voraussetzungen eingesetzt werden kann: Von modernem Holzbau, Verbindungstechniken, der Entwicklung von Dämmstoffplatten bis zur Forschung im 3D-Druckverfahren. Ziel ist es, innovative Technologien zu entwickeln, die Holz möglichst ressourcenschonend nutzen. Zudem wurde auf den Stellenwert einer qualitätsgesicherten Ausbildung aufmerksam gemacht, um Wald- und Holzberufe mit Zukunft zu etablieren und Perspektiven für junge Menschen zu eröffnen.
Bioökonomie im Fokus
Martin Wette, Mitarbeiter der Fachabteilung "Forst- und Holzwirtschaft, Energie" der Landwirtschaftskammer Österreich, referierte über den Stellenwert der Bioökonomie und die Potenziale des Multitalent-Rohstoffs Holz. Seit den 1960er-Jahren ist die Waldfläche stetig gewachsen. Ähnlich verhält es sich mit den Holzvorräten, die im selben Zeitraum um rund 400 Mio. fm gewachsen sind. Dieser Zuwachs stagniert derzeit zwar, da ein gewisser Sättigungspunkt erreicht ist. Durch die Nutzung von Holz wird die Verjüngung eingeleitet und der CO2-Speicher in den Zuwachs junger Bäume gesteckt, während Nutzholz in nachhaltige Produkte investiert werden soll, um dafür Sorge zu tragen, CO2 langfristig zu binden.
Diese Potenziale gilt es intensiver zu nutzen, um fossile durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. Aufgrund der teuren Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern liegt das Außenhandelsbilanzdefizit für Energie im deutlich negativen Mio. Euro-Bereich. Der Übergang von fossilen zu biobasierten Energie- und Wirtschaftssystemen würde zeitgleich eine höhere Versorgungssicherheit bringen und uns unabhängiger von Importen machen. Grundidee ist Energie und Produkte aus in der EU verfügbaren, nachwachsenden Ressourcen zu gewinnen. Bioenergie sichert einerseits die Versorgung, und andererseits stärkt sie die regionale Wirtschaft. Sie wirkt klimaneutral, da sie keine zusätzliche Belastung der Atmosphäre mit CO2 verursacht. Während der Selbstversorgungsgrad bei der Erdölversorgung bei ~4% liegt, beträgt er bei der Bioenergie 90 - 100% und zeigt eine hohe Versorgungssicherheit. In Österreich hat sich die Produktion in den letzten 50 Jahren verfünffacht. Dies ist ein Ausdruck des Erfolgskonzepts der nachhaltigen Waldbewirtschaftung: Parallel zur Steigerung der Bioenergienutzung kam es zeitgleich zur Ausweitung der Waldfläche, zur Erhöhung des Holzvorrates und zur Vermeidung fossiler CO2-Emissionen.
Diese Potenziale gilt es intensiver zu nutzen, um fossile durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. Aufgrund der teuren Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern liegt das Außenhandelsbilanzdefizit für Energie im deutlich negativen Mio. Euro-Bereich. Der Übergang von fossilen zu biobasierten Energie- und Wirtschaftssystemen würde zeitgleich eine höhere Versorgungssicherheit bringen und uns unabhängiger von Importen machen. Grundidee ist Energie und Produkte aus in der EU verfügbaren, nachwachsenden Ressourcen zu gewinnen. Bioenergie sichert einerseits die Versorgung, und andererseits stärkt sie die regionale Wirtschaft. Sie wirkt klimaneutral, da sie keine zusätzliche Belastung der Atmosphäre mit CO2 verursacht. Während der Selbstversorgungsgrad bei der Erdölversorgung bei ~4% liegt, beträgt er bei der Bioenergie 90 - 100% und zeigt eine hohe Versorgungssicherheit. In Österreich hat sich die Produktion in den letzten 50 Jahren verfünffacht. Dies ist ein Ausdruck des Erfolgskonzepts der nachhaltigen Waldbewirtschaftung: Parallel zur Steigerung der Bioenergienutzung kam es zeitgleich zur Ausweitung der Waldfläche, zur Erhöhung des Holzvorrates und zur Vermeidung fossiler CO2-Emissionen.