Von Kulturführung bis Pflanzenschutz
Pflanzenbaudirektor Dipl.-Ing. Erich Roscher, Ing. Hans Egger, BSc. sowie DDipl.-Ing. Rosa Ronay-Matschnig referierten und vermittelten praktische Tipps sowie aktuelle Entwicklungen. Darüber hinaus wurden die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen im Pflanzenschutz praxisnah erläutert. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass im Juni und Juli erneut Webinare zu den elektronischen Pflanzenschutzmittelaufzeichnungen angeboten werden. Ebenso sollte rechtzeitig an die Verlängerung des Sachkundeausweises gedacht werden.
Wintergetreide weiter beobachten
Winterweizen und Wintergerste haben sich - je nach Standort und Bodenverhältnissen - trotz der langen Trockenheitsperiode relativ gut entwickelt, sodass durchschnittliche Erträge zu erwarten sind. Die Niederschläge Mitte Mai kamen für alle Kulturen gerade noch rechtzeitig. Aufgrund der zuvor trockenen Witterung stellten Pilzkrankheiten bislang kein größeres Problem dar. Dennoch ist eine regelmäßige Kontrolle der Bestände notwendig, um die Kulturen bis zur Ernte im Juli gesund zu halten und Krankheiten vorzubeugen.
In trockenen und heißen Jahren tritt Braunrost meist nach dem Ährenschieben vermehrt auf, was zu geringerer Kornanzahl je Ähre und reduzierten Korngewichten führt. In der Praxis gilt es daher, die Bestände - insbesondere die obersten vier Blätter - genau auf Verfärbungen und Krankheitssymptome zu prüfen. Auch Mehltau kann in dichten Beständen bei trockener Witterung auftreten und zeigt sich meist früher in der Vegetation, während Braunrost eher später auftritt. Der Weizen-Warndienst bietet eine wertvolle Unterstützung, um den regionalen Krankheitsdruck im Blick zu behalten (warndienst.at).
Laut Laboranalysen des Weizen-Warndienstes wurde am Standort Grafenstein ein geringer Befall mit Septoria tritici sowie DTR-Blattdürre festgestellt, in St. Andrä (Bezirk St. Veit/Glan) ebenfalls ein geringer Befall mit Septoria tritici. Eine Behandlung mit einem Azol-Präparat (z. B. Folicur) ist - abhängig vom Produkt - noch bis zum Ende der Blüte (BBCH 69) möglich.
In trockenen und heißen Jahren tritt Braunrost meist nach dem Ährenschieben vermehrt auf, was zu geringerer Kornanzahl je Ähre und reduzierten Korngewichten führt. In der Praxis gilt es daher, die Bestände - insbesondere die obersten vier Blätter - genau auf Verfärbungen und Krankheitssymptome zu prüfen. Auch Mehltau kann in dichten Beständen bei trockener Witterung auftreten und zeigt sich meist früher in der Vegetation, während Braunrost eher später auftritt. Der Weizen-Warndienst bietet eine wertvolle Unterstützung, um den regionalen Krankheitsdruck im Blick zu behalten (warndienst.at).
Laut Laboranalysen des Weizen-Warndienstes wurde am Standort Grafenstein ein geringer Befall mit Septoria tritici sowie DTR-Blattdürre festgestellt, in St. Andrä (Bezirk St. Veit/Glan) ebenfalls ein geringer Befall mit Septoria tritici. Eine Behandlung mit einem Azol-Präparat (z. B. Folicur) ist - abhängig vom Produkt - noch bis zum Ende der Blüte (BBCH 69) möglich.
Unkrautregulierung in Mais und Soja
Insbesondere Maisbestände mit höheren Reifezahlen haben durch den späten Frosteinbruch Mitte Mai gelitten, können sich jedoch wieder erholen, sofern die Pflanzen nicht zu stark geschädigt wurden. Ist der Vegetationskegel, das Herz der Maispflanze, noch weißlich-grünlich, besteht kein Grund zur Sorge. Die Bestände liefen nicht überall gleichmäßig auf, was auf die Trockenheit und Bodenverhältnisse zurückzuführen ist.
Die Witterung während der Felderbegehungen war günstig für Pflanzenschutzmaßnahmen, insbesondere für Mittel mit Bodenwirkung (z.B. Elumis Xpert, Elumis Profi TX Pack, Spectrum, Successor 600), die feuchte Böden und wüchsige Bedingungen benötigen. Bis zum Sechsblattstadium des Mais (BBCH 16) sollten die meisten Anwendungen erfolgt sein. Bei hohem Unkrautdruck durch Wurzelunkräuter (Winden, Ackerkratzdistel) ist eine Behandlung mit Wuchsstoff-Präparaten (z.B. Mais Banvel flüssig) bis zum Achtblattstadium möglich.
Die Sojabestände befanden sich im Auflaufen, und Niederschläge sowie warme Temperaturen beschleunigten die Entwicklung. Entscheidend ist dabei eine rechtzeitige Unkrautbekämpfung.
Im Vorauflauf wurden Spectrum Plus (2,5 l/ha) oder Kombinationen aus Successor 600 und Reactor (Clomazone) eingesetzt. Anwendungen mit Clomazone sollten nicht bei Temperaturen über 25 °C durchgeführt werden, um Verflüchtigung und Abdrift zu vermeiden. Besonders günstig sind kühle Bedingungen mit Temperaturen unter 20 °C.
Wurzelunkräuter werden im Vorauflauf nicht erfasst und unter trockenen Bedingungen wirken Bodenherbizide unsicher, sodass nach Niederschlägen häufig eine weitere Unkrautwelle auftritt. Diese muss mit einer Nachauflaufbehandlung erfasst werden. Die erste Behandlung (z.B. mit Harmony SX) erfolgt im Zwei- bis Vierblattstadium der Unkräuter, eine zweite folgt acht bis 14 Tage nach Neuauflauf. Zur Bekämpfung von Ungräsern kann bei der zweiten Behandlung 0,5 l/ha Targa Super beigemischt werden. Eine ausschließlich auf Nachauflaufmaßnahmen basierende Strategie ist aus Resistenzgründen zu vermeiden.
Insgesamt waren die Felderbegehungen 2026 eine gelungene Veranstaltung, die dem praxisnahen Austausch und der Bewertung der aktuellen Vegetationsentwicklung diente. Unterschiedliche Standortbedingungen und Witterungseinflüsse unterstreichen die Bedeutung einer angepassten Kulturführung und eines gezielten Pflanzenschutzes. Der direkte Austausch vor Ort lieferte wertvolle Impulse für die weitere Bestandsführung.
Die Witterung während der Felderbegehungen war günstig für Pflanzenschutzmaßnahmen, insbesondere für Mittel mit Bodenwirkung (z.B. Elumis Xpert, Elumis Profi TX Pack, Spectrum, Successor 600), die feuchte Böden und wüchsige Bedingungen benötigen. Bis zum Sechsblattstadium des Mais (BBCH 16) sollten die meisten Anwendungen erfolgt sein. Bei hohem Unkrautdruck durch Wurzelunkräuter (Winden, Ackerkratzdistel) ist eine Behandlung mit Wuchsstoff-Präparaten (z.B. Mais Banvel flüssig) bis zum Achtblattstadium möglich.
Die Sojabestände befanden sich im Auflaufen, und Niederschläge sowie warme Temperaturen beschleunigten die Entwicklung. Entscheidend ist dabei eine rechtzeitige Unkrautbekämpfung.
Im Vorauflauf wurden Spectrum Plus (2,5 l/ha) oder Kombinationen aus Successor 600 und Reactor (Clomazone) eingesetzt. Anwendungen mit Clomazone sollten nicht bei Temperaturen über 25 °C durchgeführt werden, um Verflüchtigung und Abdrift zu vermeiden. Besonders günstig sind kühle Bedingungen mit Temperaturen unter 20 °C.
Wurzelunkräuter werden im Vorauflauf nicht erfasst und unter trockenen Bedingungen wirken Bodenherbizide unsicher, sodass nach Niederschlägen häufig eine weitere Unkrautwelle auftritt. Diese muss mit einer Nachauflaufbehandlung erfasst werden. Die erste Behandlung (z.B. mit Harmony SX) erfolgt im Zwei- bis Vierblattstadium der Unkräuter, eine zweite folgt acht bis 14 Tage nach Neuauflauf. Zur Bekämpfung von Ungräsern kann bei der zweiten Behandlung 0,5 l/ha Targa Super beigemischt werden. Eine ausschließlich auf Nachauflaufmaßnahmen basierende Strategie ist aus Resistenzgründen zu vermeiden.
Insgesamt waren die Felderbegehungen 2026 eine gelungene Veranstaltung, die dem praxisnahen Austausch und der Bewertung der aktuellen Vegetationsentwicklung diente. Unterschiedliche Standortbedingungen und Witterungseinflüsse unterstreichen die Bedeutung einer angepassten Kulturführung und eines gezielten Pflanzenschutzes. Der direkte Austausch vor Ort lieferte wertvolle Impulse für die weitere Bestandsführung.