Nationale GAP-Verhandlungen starten!
Die aktuelle GAP-Periode endet mit dem Jahr 2027, ab 2028 gelten voraussichtlich neue Spielregeln. Derzeit werden auf EU-Ebene die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Höhe des EU-Budgets („Mehrjähriger Finanzrahmen“) zwischen Kommission, Rat und Parlament verhandelt. Das erklärte Ziel der EU lautet, vor der Wahl in Frankreich möglichst viel davon in trockene Tücher zu bringen.
Zähes Ringen um GAP-Gelder
Herbst/Winter voraussichtlich die Weichen für die GAP ab 2028 gestellt. Das Landwirtschaftsministerium (BMLUK) hat bereits vor dem Sommer einen Konsultationsprozess gestartet. Nun wurden Fach- und Expertengruppen eingerichtet, welche die Grundlagen für die Ausgestaltung der Direktzahlungen, ÖPUL, Ausgleichszulage (AZ), Investförderung und Niederlassungsprämie schaffen sollen.
Aufbauend auf die fachlichen Grundlagen gilt es dann, einen Kompromiss zwischen den Bundesländern zu finden. Wie bereits in den letzten GAP-Perioden wird auch diesmal ein zähes Ringen um die Ausgestaltung von ÖPUL, AZ und Co erwartet. In den vergangenen Verhandlungen konnte sich Kärnten – vertreten durch Agrarreferent LHStv. Martin Gruber und LK-Präsident Siegfried Huber – geschickt in den Verhandlungsprozess einbringen und gemeinsam mit Verbündeten zahlreiche inhaltliche Verbesserungen erwirken:
Aufbauend auf die fachlichen Grundlagen gilt es dann, einen Kompromiss zwischen den Bundesländern zu finden. Wie bereits in den letzten GAP-Perioden wird auch diesmal ein zähes Ringen um die Ausgestaltung von ÖPUL, AZ und Co erwartet. In den vergangenen Verhandlungen konnte sich Kärnten – vertreten durch Agrarreferent LHStv. Martin Gruber und LK-Präsident Siegfried Huber – geschickt in den Verhandlungsprozess einbringen und gemeinsam mit Verbündeten zahlreiche inhaltliche Verbesserungen erwirken:
- Stärkung der Ausgleichszulage (AZ) für kleinere Betriebe
- Top-up in den Direktzahlungen für die ersten 40 ha
- Anhebung der UBB-Prämie und Ausbau der Weideprämie im ÖPUL
- Höhere Prämien für gealpte Tiere
Starke GAP für starke Höfe
In den kommenden Verhandlungen auf österreichischer Ebene gilt es, die Forderungen seitens Kärntens wieder mit Nachdruck zu vertreten. Auf dem Spiel stehen die Auszahlungen für die Kärntner Betriebe für die nächsten sieben Jahre. Dazu zählen unter anderem eine starke AZ, ÖPUL-Maßnahmen mit höherer Abgeltung und weniger Auflagen (Stichwort Aufzeichnungen und Weiterbildungsverpflichtung!), eine stärkere Unterstützung kleinerer und mittlerer Betriebe, eine höhere Jungbauernförderung und eine verbesserte Investitionsprämie mit leichterer Antragstellung. Über allem steht eine zentrale Forderung: die nach einem Inflationsausgleich bei sämtlichen Ausgleichszahlungen!
Auf einen Blick
- In der aktuellen Periode konnten die GAP-Zahlungen für Kärnten gesteigert werden.
- Ab 2028 beginnt eine neue GAP-Periode – und damit bereits im heurigen Winter das Ringen um die Ausgestaltung der GAP in Österreich.
- Auf dem Spiel für Kärntens Betriebe stehen die GAP-Zahlungen für die nächsten sieben Jahre.