Nach der Ernte ist vor der Ernte - jetzt Weichen für 2027 stellen
Blattnarben und Verletzungen vor Infektionen schützen
Mit dem Blattfall entstehen an den Trieben natürliche Eintrittspforten für Krankheitserreger. Bei feuchter Witterung können insbesondere Erreger von Wund- und Rindenkrankheiten sowie Bakterien Infektionen verursachen. Im Kern- und Steinobstbau kann deshalb eine gezielte Behandlung gegen Ende des Blattfalls sinnvoll sein. Kupferpräparate dürfen dabei nur eingesetzt werden, wenn ihre Anwendung für die jeweilige Kultur, Indikation und den Behandlungszeitraum zugelassen ist.
Nährstoffversorgung beurteilen und Düngung planen
Eine späte Stickstoffdüngung ist weder zulässig noch sinnvoll. Andere Nährstoffe wie Kalium, Phosphor und Magnesium sowie Spurenelemente können dagegen bedarfsgerecht im Herbst oder Frühjahr ergänzt werden. Auch auf eine regelmäßige Kalkung sollte nicht vergessen werden, um einem Absinken des pH-Wertes entgegenzuwirken und die Bodenstruktur zu stabilisieren.
Bei langsam wirkendem organischem Dünger erscheint die Herbstausbringung grundsätzlich vorteilhaft, sofern der Boden ausreichend tragfähig und aufnahmefähig ist. Entscheidend für jede Düngung ist jedoch der tatsächliche Nährstoffbedarf. Schwaches Baumwachstum weist nicht automatisch auf eine unzureichende Nährstoffversorgung hin und lässt sich nicht in jedem Fall durch Düngung verbessern. Durchaus können Wurzelschäden oder ungünstige Bodenverhältnisse die eigentliche Ursache sein.
Bei langsam wirkendem organischem Dünger erscheint die Herbstausbringung grundsätzlich vorteilhaft, sofern der Boden ausreichend tragfähig und aufnahmefähig ist. Entscheidend für jede Düngung ist jedoch der tatsächliche Nährstoffbedarf. Schwaches Baumwachstum weist nicht automatisch auf eine unzureichende Nährstoffversorgung hin und lässt sich nicht in jedem Fall durch Düngung verbessern. Durchaus können Wurzelschäden oder ungünstige Bodenverhältnisse die eigentliche Ursache sein.
Bodenprobleme nach dem Dürrejahr erkennen
Die Trockenheit 2026 hat die Unterschiede innerhalb vieler Obstanlagen deutlich gemacht. Wo Bäume besonders früh unter Wassermangel litten, können sowohl Vorschädigungen der Pflanzen aber auch ungünstige Bodenverhältnisse eine Rolle spielen. Auf sehr sandigen Standorten mit geringer Wasserspeicherfähigkeit lässt sich der Wasserstress vor allem durch eine angepasste Bewässerung begrenzen. Häufig sind jedoch auch Bodenverdichtungen die Ursache dafür, dass das Wurzelwachstum und damit die Wasseraufnahme eingeschränkt ist.
Vor einer Neuanlage können solche Verdichtungen gezielt behoben werden. Wer die Bodenverhältnisse kennt, kann außerdem bei der Flächenwahl, der Vorbereitung des Bodens und der späteren Bewässerungsplanung wichtige Vorteile nutzen.
Vor einer Neuanlage können solche Verdichtungen gezielt behoben werden. Wer die Bodenverhältnisse kennt, kann außerdem bei der Flächenwahl, der Vorbereitung des Bodens und der späteren Bewässerungsplanung wichtige Vorteile nutzen.
Erfahrungen für die nächste Saison nutzen
Welche Kulturschutzmaßnahmen haben 2026 tatsächlich dazu beigetragen, Sonnenbrand, Hitzeschäden und Trockenstress zu begrenzen?
Nach der arbeitsintensiven Ernteperiode lohnt es sich, die Erfahrungen der vergangenen Saison in Ruhe zu analysieren und festzuhalten. Die eigenen Beobachtungen liefern die wertvollsten Hinweise auf Schwachstellen im System und lassen Verbesserungen für 2027 ableiten. Künftig wird es auch darum gehen, die vorhandenen Möglichkeiten, insbesondere das verfügbare Wasser, hocheffizient einzusetzen und da sind Erfahrungswerte besonders gefragt.
Nach der arbeitsintensiven Ernteperiode lohnt es sich, die Erfahrungen der vergangenen Saison in Ruhe zu analysieren und festzuhalten. Die eigenen Beobachtungen liefern die wertvollsten Hinweise auf Schwachstellen im System und lassen Verbesserungen für 2027 ableiten. Künftig wird es auch darum gehen, die vorhandenen Möglichkeiten, insbesondere das verfügbare Wasser, hocheffizient einzusetzen und da sind Erfahrungswerte besonders gefragt.