März 2026: Holzmarktbericht der LK Österreich
Die österreichische Wirtschaft ist anhaltend schwach, da sowohl Industrie als auch Bauwirtschaft unter schwacher Auslandsnachfrage, sinkender Investitionsbereitschaft und steigenden Energiepreisen leidet. Der Irankrieg trübt die Stimmung zusätzlich.
Nadelsägerundholz
Die österreichische Sägeindustrie ist sehr gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Während im Norden Österreichs die Nachfrage noch als normal bezeichnet werden kann, ist sie im Süden und Westen bereits eingetrübt. Neben teilweise fehlenden Frachtkapazitäten führen auch Straßensperren, Kontingentierungen sowie Zufuhrsperren zu verzögertem Abtransport. Die somit entstehenden Waldlager sollten jedoch in den kommenden Wochen abgebaut werden. Die Preise zeichnen meist stabil, vereinzelt kommen sie jedoch leicht unter Druck. Bei Kiefer ist aufgrund steigender Temperaturen auf eine zeitnahe Abfuhr zu achten, um Qualitätsverluste zu vermeiden. Die Lärche ist bei stabilen Preisen nach wie vor lebhaft nachgefragt.
Preisbedingter Fokus auf die Nadelholzernte reduzierte das Laubholzangebot in der auslaufenden Saison. Entsprechend aufnahmefähig sind die Abnehmer. Die Nachfrage nach Eiche und Esche ist weiterhin lebhaft. Andere Laubhölzer werden gezielt in hochwertigen Qualitäten nachgefragt.
Preisbedingter Fokus auf die Nadelholzernte reduzierte das Laubholzangebot in der auslaufenden Saison. Entsprechend aufnahmefähig sind die Abnehmer. Die Nachfrage nach Eiche und Esche ist weiterhin lebhaft. Andere Laubhölzer werden gezielt in hochwertigen Qualitäten nachgefragt.
Industrieholz
Die Bevorratung der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie mit Nadelindustrierundholz ist deutlich zurückgegangen. Die Kombination aus geringerem Angebot und teilweiser Konzentration der Frachtkapazitäten auf den Sägerundholztransport hat die Nachfrage sukzessive steigen lassen. Sofern Transportmöglichkeiten vorhanden sind, wird bereitgestelltes Holz zeitnah abtransportiert und übernommen. Die Preise für Schleif- und Faserholz konnten zumindest regional leicht zulegen, beim Sortiment „Plattenholz Nadelholz“ haben die Preise jedoch mancherorts nachgelassen. Laubindustrierundholz wird nur verhalten nachgefragt.
Energieholz
Der Energieholzmarkt läuft regional sehr unterschiedlich. In Oberösterreich ist dieser nach wie vor angespannt. In Niederösterreich führt der Mehrbedarf und sinkende Lagerbestände zu einer gesteigerten Nachfrage bei guten Qualitäten, die sich auch preislich auswirkt. Im übrigen Bundesgebiet ist ein saisonüblicher Rückgang der Nachfrage zu verzeichnen. Die Preise sind stabil.
Aufgrund der steigenden Temperaturen sollte noch vor dem Schwärmflug der Borkenkäfer ein Schwerpunkt auf die Waldhygiene gelegt werden. Dazu zählt, dass nicht nur durch Nassschnee verursachte Schneebrüche, sondern sämtliches bruttaugliches Nadelholz aufgearbeitet und aus dem Wald entfernt wird.
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum Februar – Anfang März 2026 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind bei Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden. Abweichungen und Änderungen vorbehalten.