Mit Arbeitskreis Rindermast Betriebszweig auswerten
Bei der Berechnung der direktkostenfreien Leistungen werden von den Direktleistungen (Verkaufserlöse der Masttiere) die Direktkosten abgezogen. Zu letzteren zählen beispielsweise die Zukaufskosten der Mastrinder, die Futterkosten, die Gesundheitskosten oder die Einstreukosten. Bei jedem Mastrind werden die Kosten vom Zukaufsdatum bis zum Verkaufsdatum aufgezeichnet und dann von seinem Verkaufserlös abgezogen. Dadurch erhält man die direktkostenfreie Leistung je Tier. Die große Steigerung beim Ergebnis der Jahresauswertung 2025 ist dadurch zu erklären, dass einerseits die Verkaufspreise im Vergleich zu den letzten Jahren sehr hoch waren und andererseits die verkauften Tiere größtenteils 2024 oder 2023 zu vergleichsweise noch recht niedrigen Preisen zugekauft wurden.
Die anderen Kosten (Futter, Tiergesundheit etc.) sind im Durchschnitt auf ähnlichem Niveau geblieben.
Die anderen Kosten (Futter, Tiergesundheit etc.) sind im Durchschnitt auf ähnlichem Niveau geblieben.
Mastdauer
Da die Betriebe im Arbeitskreis unterschiedliche Einstallkonzepte (Mast ab Kalb, Fresser oder Einsteller) praktizieren und die Erlöse und Kosten je Tier damit in unterschiedlich langen Zeiträumen anfallen, wird für den Vergleich zwischen den Betrieben die direktkostenfreie Leistung je Mastplatz und Jahr verwendet.
Hierfür wird die direktkostenfreie Leistung je Tier durch die Mastdauer in Tagen, also der Dauer die ein Tier einen Mastplatz besetzt hatte, dividiert und anschließend mit 365 Tage (ein Jahr) multipliziert.
Wird demnach ein Mastplatz von einem Tier länger als ein Jahr (365 Tage) besetzt, so reduziert dies das Jahresergebnis je Mastplatz, da die Erträge an mehr als 365 Tagen entstanden sind. Wird ein Tier kürzer als ein Jahr gemästet, so erhöht dies das Jahresergebnis je Mastplatz, da dann am früher freigewordenen Mastplatz bereits wieder das nächste Tier gemästet werden kann. Letzteres ist zumeist der große Vorteil in der Mast ab Einsteller, bei der die direktkostenfreie Leistung je Tier immer niedriger ausfällt als in der Mast ab Kalb, aber das Ergebnis je Mastplatz und Jahr dann bei guter Betriebsführung jenes der Mast ab Kalb übertreffen kann.
Bei einem ähnlichen Zielgewicht bei der Schlachtung hängt die Mastdauer sehr vom Einstellgewicht ab. Im Allgemeinen ist die Länge der Mastdauer bei der Mast ab Kalb am längsten und bei der Mast ab Einsteller am kürzesten. Neben dem Einstellgewicht spielen die Tageszunahmen eine wichtige Rolle. Durch höhere Tageszunahmen erreichen die Mastrinder früher das Schlachtgewicht, und die Mastdauer ist dadurch kürzer.
Hierfür wird die direktkostenfreie Leistung je Tier durch die Mastdauer in Tagen, also der Dauer die ein Tier einen Mastplatz besetzt hatte, dividiert und anschließend mit 365 Tage (ein Jahr) multipliziert.
Wird demnach ein Mastplatz von einem Tier länger als ein Jahr (365 Tage) besetzt, so reduziert dies das Jahresergebnis je Mastplatz, da die Erträge an mehr als 365 Tagen entstanden sind. Wird ein Tier kürzer als ein Jahr gemästet, so erhöht dies das Jahresergebnis je Mastplatz, da dann am früher freigewordenen Mastplatz bereits wieder das nächste Tier gemästet werden kann. Letzteres ist zumeist der große Vorteil in der Mast ab Einsteller, bei der die direktkostenfreie Leistung je Tier immer niedriger ausfällt als in der Mast ab Kalb, aber das Ergebnis je Mastplatz und Jahr dann bei guter Betriebsführung jenes der Mast ab Kalb übertreffen kann.
Bei einem ähnlichen Zielgewicht bei der Schlachtung hängt die Mastdauer sehr vom Einstellgewicht ab. Im Allgemeinen ist die Länge der Mastdauer bei der Mast ab Kalb am längsten und bei der Mast ab Einsteller am kürzesten. Neben dem Einstellgewicht spielen die Tageszunahmen eine wichtige Rolle. Durch höhere Tageszunahmen erreichen die Mastrinder früher das Schlachtgewicht, und die Mastdauer ist dadurch kürzer.
Fütterung
Neben der Tiergenetik und der Mastkategorie (Stier, Ochs, Kalbin) sind die Faktoren Haltung, Fütterung oder Tiergesundheit entscheidend, um in der jeweiligen Kategorie den Zielwert bei den Tageszunahmen zu erreichen. Im Arbeitskreis Rindermast haben wir uns gemeinsam mit Dipl.-Ing. Franz Augustin und Ing. Wolfgang Stromberger in den letzten zwei Jahren die Fütterung auf den Mitgliedsbetrieben genauer betrachtet. Dabei wurden Futtermittel- und Kotanalysen, die Bestimmung des Kornaufschlusses und Verdaulichkeitsberechnungen durchgeführt. Die einzelbetrieblichen Ergebnisse und die Besprechung der Erkenntnisse mit den Mitgliedern bei Arbeitskreistreffen zeigten Optimierungsmöglichkeiten auf.
Management
Um ein Unternehmen managen zu können, sind Daten wichtig. Auch für die Rindermast ist die Datenaufzeichnung entscheidend, um Abläufe kontrollieren und auch Missstände frühzeitig erkennen und beheben zu können. Die Auswertung der Schlachtgewichte helfen beispielsweise dabei, anhand der Einstellgewichte und der Mastdauer die Tageszunahmen am Betrieb zu berechnen. Wiegungen der Lebendgewichte können wiederum schon vor Mastende einen Aufschluss über die aktuellen Tageszunahmen geben, um das Management (Fütterung, Haltung) gegebenenfalls bei schwächeren Leistungen anzupassen. Neben der Kontrolle der biologischen Leistungen sind auch Aufzeichnungen zu den Direktkosten und -leistungen wichtig, um die Wirtschaftlichkeit im Blick zu behalten.
Potenziale
Bei den Auswertungen im Arbeitskreis zeigt sich, dass der Unterschied in der Stiermast zwischen den besseren und den schwächeren 25 % der Betriebe bei Mast ab Einsteller ca. 300 g Lebendgewichtzunahme je Tier und Tag beträgt. Durch die höheren biologischen Leistungen haben die besseren Betriebe eine kürzere Mastdauer und damit einhergehend geringere Direktkosten je Tier. Neben den Einstreukosten und den variablen Maschinenkosten für die Entmistung und Fütterung können vor allem die Futterkosten gesenkt werden. Eine effiziente Fütterung und Rationsgestaltung sind daher in der Rindermast entscheidend, um wirtschaftlich zu sein. Für gute Tageszunahmen ist auch die Tiergesundheit wichtig, denn nur gesunde Tiere können ihr Potenzial abrufen. Kranke Tiere können durch eine längere Mastdauer und Behandlungskosten die Wirtschaftlichkeit senken. Wenn das Tier nicht mehr gerettet werden kann und verendet, wirkt sich das dramatisch aus. Den bereits entstandenen Kosten (Zukauf, Futter etc.) stehen durch den fehlenden Verkaufserlös im besten Fall nur Rückerstattungen von Tierversicherungen gegenüber. Bei der Betrachtung der Betriebszweigergebnisse wird auch ersichtlich, dass bei den besseren Betrieben weniger Tiere verenden als bei den schwächeren Betrieben. Im Schnitt können diese dadurch auch bessere Direktleistungen erzielen.
In Summe der aufgezählten Faktoren liegt die Differenz in der direktkostenfreien Leistung je Mastplatz zwischen den besseren und den schwächeren 25 % der Betriebe bei ca. 300 Euro. Die Betriebe im Arbeitskreis können ihre Ergebnisse mit jenen der besseren 25 % vergleichen und daraus Verbesserungsmöglichkeiten ableiten. Der Austausch mit den anderen Mitgliedern und mit Fachexperten ist eine wichtige Unterstützung, um einerseits die Rindermast am Betrieb zu optimieren und andererseits aktuelle und zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern.
Angebot der Arbeitskreisberatung
In Kärnten bestehen in der Rindfleischproduktion die Arbeitskreise Mutterkuhhaltung und Rindermast, in dem die Stier-, Ochsen- und Kalbinnenmäster zusammengefasst sind. Das Programm in den Arbeitskreisen bietet den Mitgliedern:
• einen offenen Austausch in der Gruppe
• exklusive Weiterbildungsveranstaltungen (Seminare und Webinare)
• Betriebsbesichtigungen und Exkursionen
• Die Auswertung der biologischen und ökonomischen Kennzahlen
• Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Betriebe
• ein Online-Programm zur Datenaufzeichnung und als Unterstützung beim Bestandesmanagement • Analyseaktionen (Futtermittel, Kotproben, Bodenproben)
• einen offenen Austausch in der Gruppe
• exklusive Weiterbildungsveranstaltungen (Seminare und Webinare)
• Betriebsbesichtigungen und Exkursionen
• Die Auswertung der biologischen und ökonomischen Kennzahlen
• Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Betriebe
• ein Online-Programm zur Datenaufzeichnung und als Unterstützung beim Bestandesmanagement • Analyseaktionen (Futtermittel, Kotproben, Bodenproben)
Info: Die Arbeitskreise stehen allen Betrieben offen. Bei Interesse können Sie sich gerne bei Dipl.-Ing. Patrick Gregoritsch, 0463/5850-1509 oder unter der Mailadresse patrick.gregoritsch@lk-kaernten, melden. Unter ktn.lfi.at – Infoservice Arbeitskreisberatung können Sie sich auch in die Interessentenliste eintragen.