Mehrwert für Zukunft von Mensch und Tier am Hof
Dazu zählen unter anderem Kinder- und Altenbetreuung, Pflege, Gesundheitsförderung oder persönliche Begleitung im Alltag. Besonders gefragt sind diese Angebote dann, wenn Familien Entlastung brauchen, etwa bei der Betreuung der Kleinsten oder wenn ältere Angehörige im Alltag Unterstützung benötigen.
Gerade landwirtschaftliche Betriebe mit freien Arbeitskapazitäten, passenden Hofstrukturen und innovativen Ideen bieten großes Potenzial für soziale Dienstleistungen. Sie schaffen damit nicht nur einen gesellschaftlichen Mehrwert, sondern auch zusätzliche Einkommensmöglichkeiten und ein stabiles weiteres Standbein am Hof.
Im Rahmen der zweitägigen Green Care-Exkursion von 29. bis 30. April 2026 besuchten 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt vier Betriebe in Niederösterreich und der Steiermark, die erfolgreich soziale Dienstleistungen am Bauernhof umsetzen.
Gerade landwirtschaftliche Betriebe mit freien Arbeitskapazitäten, passenden Hofstrukturen und innovativen Ideen bieten großes Potenzial für soziale Dienstleistungen. Sie schaffen damit nicht nur einen gesellschaftlichen Mehrwert, sondern auch zusätzliche Einkommensmöglichkeiten und ein stabiles weiteres Standbein am Hof.
Im Rahmen der zweitägigen Green Care-Exkursion von 29. bis 30. April 2026 besuchten 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt vier Betriebe in Niederösterreich und der Steiermark, die erfolgreich soziale Dienstleistungen am Bauernhof umsetzen.
Gartenfee und Waldkobold
Ein besonderes Beispiel ist das Kindertageszentrum „Gartenfee und Waldkobold“ am familiengeführten Gutsbetrieb Schloss Ramingdorf in Niederösterreich. Seit mittlerweile über fünf Jahren werden von Doris Hardegger bis zu 32 Kinder im Alter von 18 Monaten bis sechs Jahren betreut. Unter der Woche können die Kinder von morgens bis 17 Uhr spielen, garteln, Tiere versorgen und den Hof mit allen Sinnen erleben. Gemeinsam mit den Pädagoginnen lernen sie von klein auf den Jahreskreislauf kennen, erfahren wie Lebensmittel entstehen und erleben das Aufwachsen von Tieren mit.
Sonnenplatzerl für Senioren
Ein weiteres Highlight der Exkursion war das Tageszentrum für Seniorinnen und Senioren mit angeschlossenen betreuten Wohneinheiten im Sonnenplatzerl im nördlichen Niederösterreich. Dort finden ältere Menschen Gemeinschaft, Beschäftigung und Struktur im Alltag. Gemeinsam wird gekocht, gespielt, gebastelt und gelacht. Die Betreuung erfolgt durch Christa Schwinner, diplomierte Krankenschwester und Altenpflegerin, gemeinsam mit ihrem Team. Ein geregelter Tagesablauf mit geistigen und körperlichen Aktivitäten sowie einfachen Aufgaben gibt den Seniorinnen und Senioren Sicherheit, fördert ihre Selbstständigkeit und trägt wesentlich zum Wohlbefinden bei. Beeindruckend war auf beiden landwirtschaftlichen Betrieben die Initiative der angeheirateten Frauen. Sie haben sich – entsprechend ihrer beruflichen Qualifikation – ein eigenständiges Tätigkeitsfeld samt eigenem Einkommen am Hof aufgebaut. Die jeweiligen Landesgesetze bilden dabei die Grundlage für Bewilligungen und sorgen für verlässliche Rahmenbedingungen.
Tiergestützte Pädagogik
Auch zwei steirische Green Care-Betriebe gaben uns gute Einblicke in ihre Diversifizierungsstrategie und zeigten, wie flexibel soziale Dienstleistungen an die saisonale Auslastung eines Hofes angepasst werden können.
Lisa Schweiger vom Biohof Hoaterbauer in Frohnleiten bewirtschaftet gemeinsam mit ihrem Mann einen ehemaligen Milchviehbetrieb im Vollerwerb. 2018 wurde der Betrieb neu ausgerichtet. Heute liegt der Schwerpunkt auf Schafzucht sowie tiergestützter Pädagogik für Kinder und Jugendliche mit Lern- und Entwicklungsschwierigkeiten. Unterstützt wird das Angebot durch wertvolle Kooperationen mit der Stiftung Kindertraum und dem Lions Club, wodurch die Angebote auch für betroffene Familien leistbar bleiben.
Am Wieserhof in St. Peter ob Judenburg bietet Heidi Liebminger gemeinsam mit einer Kollegin pädagogische und gesundheitsfördernde Angebote für Familien, Unternehmen und Schulen im Oberen Murtal an. Die ruhige, waldreiche Lage des Hofes schafft ideale Voraussetzungen für Entschleunigung und Erholung. Unterstützt werden die Angebote durch die hofeigene Alpakaherde, die besonders bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen positive Wirkung zeigt. Die fachliche Grundlage dafür schuf Heidi Liebminger durch die Kooperation mit ihrer Kollegin, die die LFI-Zertifikatslehrgänge „Schule am Bauernhof“ und „Gesundheit fördern am Hof“ absolvierte.
Die Betriebsführerinnen aller vier Höfe zeigten eindrucksvoll, dass es sich lohnt, an die eigene Vision zu glauben und neue Wege zu gehen.
Lisa Schweiger vom Biohof Hoaterbauer in Frohnleiten bewirtschaftet gemeinsam mit ihrem Mann einen ehemaligen Milchviehbetrieb im Vollerwerb. 2018 wurde der Betrieb neu ausgerichtet. Heute liegt der Schwerpunkt auf Schafzucht sowie tiergestützter Pädagogik für Kinder und Jugendliche mit Lern- und Entwicklungsschwierigkeiten. Unterstützt wird das Angebot durch wertvolle Kooperationen mit der Stiftung Kindertraum und dem Lions Club, wodurch die Angebote auch für betroffene Familien leistbar bleiben.
Am Wieserhof in St. Peter ob Judenburg bietet Heidi Liebminger gemeinsam mit einer Kollegin pädagogische und gesundheitsfördernde Angebote für Familien, Unternehmen und Schulen im Oberen Murtal an. Die ruhige, waldreiche Lage des Hofes schafft ideale Voraussetzungen für Entschleunigung und Erholung. Unterstützt werden die Angebote durch die hofeigene Alpakaherde, die besonders bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen positive Wirkung zeigt. Die fachliche Grundlage dafür schuf Heidi Liebminger durch die Kooperation mit ihrer Kollegin, die die LFI-Zertifikatslehrgänge „Schule am Bauernhof“ und „Gesundheit fördern am Hof“ absolvierte.
Die Betriebsführerinnen aller vier Höfe zeigten eindrucksvoll, dass es sich lohnt, an die eigene Vision zu glauben und neue Wege zu gehen.
Best Practice mit Potenzial
Unter dem Motto Lernen von Best-Practice-Betrieben bot die Exkursion wertvolle Einblicke in einen Bereich mit großem Zukunftspotenzial. Denn Einblicke in den Alltag solcher Betriebe sind alles andere als selbstverständlich. Nutzen Sie daher die Gelegenheit, wenn Höfe ihre Tore öffnen und ihre Arbeit sichtbar machen. Eine besondere Möglichkeit zur Besichtigung einer privaten Betreuungseinrichtung für Seniorinnen und Senioren – geführt als „Alternativer Lebensraum“ – bietet sich am 12. Juni 2026 am Rabingerhof im Görtschitztal.
Termine
Termine
- 12. Juni 2026, Tag der offenen Tür am „Alternativen Lebensraum Rabingerhof“ in Hüttenberg, www.rabingerhof.at
- 16. Juni 2026, kostenlose Online-Informationsveranstaltung zum Zertifikatslehrgang Gesundheit fördern am Hof
Wusstest du, dass
… der Zertifikatslehrgang „Gesundheit fördern am Hof“ die Voraussetzung für die Zertifizierung zum Green Care-Auszeithof ist?
… der Lions Club, die weltweit größte ehrenamtlich, uneigennützig geführte Service-Cluborganisation für soziale, kulturelle und humanitäre Projekte ist?
… tiergestützte Arbeit positive Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl, die Konzentration sowie auf die geistige und körperliche Entwicklung der Menschen hat und die sozialen Kompetenzen stärkt?
… der Lions Club, die weltweit größte ehrenamtlich, uneigennützig geführte Service-Cluborganisation für soziale, kulturelle und humanitäre Projekte ist?
… tiergestützte Arbeit positive Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl, die Konzentration sowie auf die geistige und körperliche Entwicklung der Menschen hat und die sozialen Kompetenzen stärkt?