Marktbericht Pflanzenbau – August 2026: Trockenheit bleibt weiter das Thema
Die Europäische Kommission hat ihre Ertragsprognose für Körnermais zuletzt deutlich zurückgenommen und schätzt nun die zu erwartende EU-Maisernte auf 15 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt ein. Vor allem in Frankreich, Rumänien, Ungarn und Teilen Südosteuropas verschärft die anhaltende Hitze die Situation laufend.
Österreichische Maisernte
Im Osten Österreichs werden bei Mais, ebenso wie in Bayern, Ertragseinbußen im Ausmaß von 30 bis 50 % erwartet. Viele Ackerbauern sehen sich bereits gezwungen, den ursprünglich geplanten Körnermais über eine Silomaisernte vorzeitig zu nutzen. Auch in Kärnten droht beim Mais bei der Maisernte ein saftiges Minus. Als Ausgangsrichtpreis wird in Kärnten 175 Euro inkl. MwSt. vom Agrarhandel kolportiert. Bleiben Sie aber mit Ihrem Agrarhändler in Kontakt, in Italien ist derzeit Ferragosto. Die Sojapreise in Österreich hängen in hohem Ausmaß von der Preisentwicklung in den USA ab. Trotz Aussicht auf eine Sojarekordernte in den USA ziehen dort die Sojapreise, dank der höheren Beimischung von Sojaöl zu Biodiesel, weiter an.
Richt- bzw. Orientierungspreise 2026
Trockenheit und knappe Futtervorräte erschweren die Preisfindung. Die aktuellen Richtpreise für Silomais, Grassilageballen, Heu und Stroh bieten dafür eine wichtige Orientierung. Die Nachfrage nach Zukaufsfutter steigt entsprechend, während die Verfügbarkeit in Österreich derzeit als gering einzustufen ist.
Silomais am Stamm
Aufgrund der Dürre wird und wurde der Silomais wesentlich früher geerntet als üblich.
„Kolbenloser“ Mais
Wenn aufgrund der Trockenheit kein Kolben ausgebildet wird, so ist dies bei der Preisfindung mit Abschlägen zu berücksichtigen. Im Normalfall erreicht der Kolben – bei einem optimalen Erntezeitpunkt zwischen 30 und 32 % Trockenmasse – einen Ertragsanteil von 32 bis 35 % (laut AGES, Manuskript Gruber, V-032).
Sind keine Kolben ausgebildet, sind somit bei den angeführten Richtpreisen Abschläge zwischen 30 und 40 % zu tätigen. Beachten Sie: Bei versicherten Flächen und einer vorzeitigen Ernte muss die Hagelversicherung die Fläche vor der Ernte besichtigen.
„Kolbenloser“ Mais
Wenn aufgrund der Trockenheit kein Kolben ausgebildet wird, so ist dies bei der Preisfindung mit Abschlägen zu berücksichtigen. Im Normalfall erreicht der Kolben – bei einem optimalen Erntezeitpunkt zwischen 30 und 32 % Trockenmasse – einen Ertragsanteil von 32 bis 35 % (laut AGES, Manuskript Gruber, V-032).
Sind keine Kolben ausgebildet, sind somit bei den angeführten Richtpreisen Abschläge zwischen 30 und 40 % zu tätigen. Beachten Sie: Bei versicherten Flächen und einer vorzeitigen Ernte muss die Hagelversicherung die Fläche vor der Ernte besichtigen.
Richtpreise für Silomais 2026:
Heu und Grummet
Die Erzeugerpreise für Heu und Grummet liegen je nach Qualität zwischen 190 und 225 Euro pro t ab Hof, inklusive Mehrwertsteuer.
Grassilage
Größere Ballen (Ø 130 cm) werden ab Hof mit 40 bis 50 Euro gehandelt, kleinere (Ø 125 cm) mit 36 bis 46 Euro, während die Press- und Wickelkosten bei 20 bis 25 Euro liegen.
Die Erzeugerpreise für Heu und Grummet liegen je nach Qualität zwischen 190 und 225 Euro pro t ab Hof, inklusive Mehrwertsteuer.
Grassilage
Größere Ballen (Ø 130 cm) werden ab Hof mit 40 bis 50 Euro gehandelt, kleinere (Ø 125 cm) mit 36 bis 46 Euro, während die Press- und Wickelkosten bei 20 bis 25 Euro liegen.