LK Kärnten verlangt von EU Dürre-Notfallmechanismus
„Bei einer Dürre hat die Sicherung der Futtergrundlage oberste Priorität. In solchen Situationen muss es möglich sein, Flächen, die für EU-Biodiversitätszwecke stillgelegt werden müssen, ausnahmsweise zur Nutzung freizugeben. Diese Entscheidung gehört in die Hände der Mitgliedstaaten, sonst dauert es zu lange“, fasst LK-Präsident Siegfried Huber die Erfahrungen aus dem Dürresommer 2026 zusammen, in dem hunderte Hektar in Kärnten nicht für Futterzwecke genutzt werden konnten. Denn bei der Freigabe der Flächen hat die EU-Kommission das letzte Wort – und die dringend nötigen Lockerungen in den Bewirtschaftungsauflagen kamen heuer zu spät und nicht in ausreichendem Maße. Viele Betriebe sind daher gezwungen, teure Futtermittel zuzukaufen.
Die LK Kärnten forderte daher EU-Agrarkommissar Christophe Hansen in einem gemeinsamen Schreiben mit 20 agrarischen Verbänden auf, einen Krisen-Mechanismus umsetzen, der es den Mitgliedstaaten ermöglicht, die Entscheidung über die Freigabe von Biodiversitätsflächen auf Basis von objektiven Kriterien selbst umzusetzen. Dieses Schreiben konnte LK-Präsident Huber nun in Brüssel EU-Agrarkommissar Hansen im Rahmen eines Gesprächs persönlich übergeben. In weiteren direkten Gesprächen mit Vertretern der EU-Institutionen hat Huber dieser Forderung weiteren Nachdruck verliehen: „Ich bin überzeugt, dass es für den Agrarkommissar und die Behörden in Brüssel wichtig ist, wenn sie aus erster Hand von den Problemen vor Ort erfahren. Mein Ziel ist es, Verständnis für unser Anliegen zu schaffen. Wir brauchen in Fällen von Dürre ein Instrument, das uns mehr Handlungsspielraum gibt: rechtssicher, unbürokratisch und ohne Prämienverlust für die betroffenen Betriebe. Die Gespräche sind konstruktiv verlaufen. Ich hoffe, dass jetzt Bewegung in die Sache kommt. Wir werden jedenfalls nicht lockerlassen“, erklärt Huber.
Die LK Kärnten forderte daher EU-Agrarkommissar Christophe Hansen in einem gemeinsamen Schreiben mit 20 agrarischen Verbänden auf, einen Krisen-Mechanismus umsetzen, der es den Mitgliedstaaten ermöglicht, die Entscheidung über die Freigabe von Biodiversitätsflächen auf Basis von objektiven Kriterien selbst umzusetzen. Dieses Schreiben konnte LK-Präsident Huber nun in Brüssel EU-Agrarkommissar Hansen im Rahmen eines Gesprächs persönlich übergeben. In weiteren direkten Gesprächen mit Vertretern der EU-Institutionen hat Huber dieser Forderung weiteren Nachdruck verliehen: „Ich bin überzeugt, dass es für den Agrarkommissar und die Behörden in Brüssel wichtig ist, wenn sie aus erster Hand von den Problemen vor Ort erfahren. Mein Ziel ist es, Verständnis für unser Anliegen zu schaffen. Wir brauchen in Fällen von Dürre ein Instrument, das uns mehr Handlungsspielraum gibt: rechtssicher, unbürokratisch und ohne Prämienverlust für die betroffenen Betriebe. Die Gespräche sind konstruktiv verlaufen. Ich hoffe, dass jetzt Bewegung in die Sache kommt. Wir werden jedenfalls nicht lockerlassen“, erklärt Huber.
Vorsorge für 2027
Die LK Kärnten verweist darauf, dass auf Grund des „El Niňo“-Wetterphänomens bereits nächstes Jahr die nächste Dürre drohen könnte. „Wir müssen uns jetzt vorbereiten und funktionierende Kriseninstrumente schaffen. Unsere Forderung ist klar: mehr Vertrauen in die Mitgliedstaaten und mehr Entscheidungsfreiheit vor Ort“, betont Huber.