Kommentar: Maiswurzelbohrer: Auflagen fördern
Die aktuellen Vorgaben der gemeinsamen Agrarpolitik, insbesondere die Auflagen GLÖZ 6 zur Mindestbodenbedeckung, sollen einen wichtigen Beitrag zum Boden- und Erosionsschutz leisten. Das Ziel ist grundsätzlich zu begrüßen. Doch viele Betriebe sind verpflichtet, Erntereste länger auf den Feldern zu lassen und auf intensive Bodenbearbeitung zu verzichten. Gerade diese Bedingungen bieten dem Maiswurzelbohrer jedoch die Voraussetzungen zu überwintern. Dadurch steigt der Schädlingsdruck im Folgejahr deutlich an, besonders in Regionen mit hohem Maisanteil. Landwirte geraten damit in einen Zielkonflikt. Sie müssen die Vorgaben einhalten, riskieren jedoch höhere Ertragsverluste und zusätzliche Kosten. Dies kann sogar zu einem verstärkten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln führen, was den Zielen der Nachhaltigkeit widerspricht.
Daher sollten die Regelungen regional flexibler gestaltet werden, etwa durch Ausnahmen bei nachweislich starkem Befall oder durch gezielte Förderungen vielfältiger Fruchtfolgen. Nur praxisnahe Lösungen sichern sowohl Umweltziele als auch wirtschaftliche Stabilität der Betriebe.
Daher sollten die Regelungen regional flexibler gestaltet werden, etwa durch Ausnahmen bei nachweislich starkem Befall oder durch gezielte Förderungen vielfältiger Fruchtfolgen. Nur praxisnahe Lösungen sichern sowohl Umweltziele als auch wirtschaftliche Stabilität der Betriebe.