Feldmäuse und Wühlmäuse im Grünland: Vorbeugen und wirksam bekämpfen
Feldmaus oder Wühlmaus: Wer verursacht die Schäden?
Die Feldmaus lebt in oberflächennahen Gangsystemen und hinterlässt zahlreiche offene Löcher und Laufgänge. Bei Massenvermehrungen können ganze Grünlandschläge von Gängen durchzogen sein. Sie frisst überwiegend Gräser und Kräuter und kann junge Pflanzen sowie Nachsaaten erheblich schädigen.
Die Wühlmaus lebt überwiegend unterirdisch. Sie ernährt sich von Wurzeln und Rhizomen und untergräbt dabei die Grasnarbe. Charakteristisch sind flache, unregelmäßige Erdhaufen. Die entstandenen Lücken verunkrauten rasch und führen zu verschmutztem Grundfutter.
Die Wühlmaus lebt überwiegend unterirdisch. Sie ernährt sich von Wurzeln und Rhizomen und untergräbt dabei die Grasnarbe. Charakteristisch sind flache, unregelmäßige Erdhaufen. Die entstandenen Lücken verunkrauten rasch und führen zu verschmutztem Grundfutter.
Vorbeugung: Der wichtigste Baustein
Eine erfolgreiche Mäusebekämpfung beginnt mit der Prävention. Der Lebensraum für Mäuse soll möglichst unattraktiv gestaltet werden.
Greifvögel können einen wichtigen Beitrag zur Regulierung leisten. Die Förderung der natürlichen Feinde, wie Bussard oder Falke, durch das Aufstellen von Sitzstangen und Nisthilfen, wird ausdrücklich empfohlen.
Hohe Bestände im Winter bieten Schutz vor Greifvögeln und schaffen ein günstiges Mikroklima für Mäuse. Empfehlenswert ist eine Bestandeshöhe von etwa 10 cm vor Winterbeginn.
Greifvögel können einen wichtigen Beitrag zur Regulierung leisten. Die Förderung der natürlichen Feinde, wie Bussard oder Falke, durch das Aufstellen von Sitzstangen und Nisthilfen, wird ausdrücklich empfohlen.
Hohe Bestände im Winter bieten Schutz vor Greifvögeln und schaffen ein günstiges Mikroklima für Mäuse. Empfehlenswert ist eine Bestandeshöhe von etwa 10 cm vor Winterbeginn.
Bekämpfungsmaßnahmen
Fallen sind besonders bei geringem bis mittlerem Befall sinnvoll, in Frage kommen z.B. Zangenfallen oder Röhrenfallen. Wichtig ist die Platzierung in aktiv belaufenen Gängen.
Es gibt auch chemische Möglichkeiten zur Bekämpfung. Für Feld- und Wühlmäusen Rodentizide auf Basis von Zinkphosphid zur Verfügung. Die Köder müssen verdeckt in die Mäusegänge einge-bracht werden (Legeflinte). Eine offene Ausbringung ist unzulässig. In Österreich sind teilweise auch gaserzeugende Präparate zugelassen. Diese werden direkt in die Gangsysteme eingebracht. Die aktuelle Zulassung gemäß Pflanzenschutzmittelregister https://psmregister.baes.gv.at ist zu prüfen.
Bei starkem Massenbefall ist die alleinige Bekämpfung mit der Legeflinte oft sehr arbeitsintensiv. Technische Lösungen wie der Mäusepflüge könnten dafür eine Lösung sein.
Es gibt auch chemische Möglichkeiten zur Bekämpfung. Für Feld- und Wühlmäusen Rodentizide auf Basis von Zinkphosphid zur Verfügung. Die Köder müssen verdeckt in die Mäusegänge einge-bracht werden (Legeflinte). Eine offene Ausbringung ist unzulässig. In Österreich sind teilweise auch gaserzeugende Präparate zugelassen. Diese werden direkt in die Gangsysteme eingebracht. Die aktuelle Zulassung gemäß Pflanzenschutzmittelregister https://psmregister.baes.gv.at ist zu prüfen.
Bei starkem Massenbefall ist die alleinige Bekämpfung mit der Legeflinte oft sehr arbeitsintensiv. Technische Lösungen wie der Mäusepflüge könnten dafür eine Lösung sein.
Mäusepflug
Der Mäusepflug legt Köder gezielt in die Gangsysteme ab und ermöglicht eine deutlich höhere Flächenleistung als die händische Ausbringung mit der Legeflinte. Praxisversuche und Vorführungen aus Bayern zeigen vielversprechende Ergebnisse. In Oberösterreich gibt noch wenig Praxiserfahrungen.
Sanieren trotz Mäusebefall?
Bei Sanierungen und Nachsaaten auf stark von Mäusen befallenen Flächen besteht das Risiko, dass die jungen Keimlinge abgefressen werden. Insbesondere von aufwendigen und kostenintensiven Sanierungsmaßnahmen wird daher grundsätzlich abgeraten. Im heurigen Extremjahr mussten je-doch vielfach Kompromisse eingegangen werden. So wurden stark durch Trockenheit geschädigte Grünlandflächen teilweise trotz vorhandenen Mäusebefalls saniert, da andernfalls nur sehr geringe Ertragsaussichten für das kommende Jahr bestanden hätten.
Ein Grünlandumbruch mit anschließender Neuansaat kann die Mäusepopulation verringern. Gleichzeitig sind jedoch bedeutende Nachteile wie erhöhte Erosionsgefahr, schlechtere Befahrbarkeit und Beeinträchtigungen der Bodenstruktur zu berücksichtigen.
Ein Grünlandumbruch mit anschließender Neuansaat kann die Mäusepopulation verringern. Gleichzeitig sind jedoch bedeutende Nachteile wie erhöhte Erosionsgefahr, schlechtere Befahrbarkeit und Beeinträchtigungen der Bodenstruktur zu berücksichtigen.
Fazit
Der wirksamste Schutz vor Mäuseschäden im Grünland ist eine Kombination aus Vorbeugung, Förderung natürlicher Feinde und einer frühzeitigen Bekämpfung. Sitzstangen für Greifvögel, kurze Winterbestände und regelmäßige Kontrollen sollten zur Standardstrategie gehören.
Quellen: Landwirtschaftskammern, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Maschinenring Österreich, Erzeugerring Südbayern