Ertragsfähige Getreidebestände mit der angepassten Fungizidstrategie
Rückblick auf das Krankheitsgeschehen 2025
Die Getreidebestände starteten durchwegs sehr gesund in das Frühjahr 2025. Verantwortlich dafür waren die trockenen Bedingungen ab dem Herbstanbau bis in das Frühjahr. Beim Weizen spiegelten die Warndienstboniturergebnisse das moderate Krankheitsgeschehen entsprechend wider. Vielfach verblieb der Krankheitsdruck bis zur Ernte auf einem erfreulich sehr niedrigen Niveau. Auch punkto Ährenfusariosen spiegelte das Mykotoxinmonitoring den niedrigen Befallsdruck mit durchwegs keinen oder meist sehr niedrigen Mykotoxingehalten im Erntegut wider.
Achtung
Bei sämtlichen Pflanzenschutzmitteleinsätzen und somit auch beim Fungizideinsätzen im Getreide gilt es die Pufferstreifen laut GLÖZ 4 zu Oberflächengewässern einzuhalten.
Weizenfungizidversuche
Im Vorjahr gab es auch wieder‚ Weizenfungizidversuche deren Ergebnisse auch auf der Versuchsplattform abrufbar sind. Im Großen und Ganzen waren bei diesen Versuchen positiv wirtschaftliche Fungizideinsätze im sehr gesunden Jahr 2026 kaum zu verzeichnen. Am Standort Großhain im Raum Sankt Pölten waren auch ohne jeglichen Fungizideinsatz Erträge knapp unter 9 t/ha zu verzeichnen. Selbst durch den Einsatz von Fungiziden konnten die Erträge nicht mehr maßgeblich gesteigert werden. Beide Fungizidversuchsstandorte sind auch Monitoringstandorte für den Weizenwarndienst, wobei sich die Ergebnisse und Empfehlungen aus dem Warndienst sehr gut in den Versuchsergebnissen abbildeten.
Mit dem lk-Warndienst immer bestens informiert
Unterstützt durch die kostenlosen Infektionsprognosen für Getreidekrankheiten und Befallserhebungen für Weizen auf www.warndienst.lko.at können auch dieses Jahr wieder gezielte Maßnahmen mit den passenden Fungiziden gesetzt werden.