Ehrenamt, das Generationen verbindet
Sie bringen Menschen zusammen, sorgen für mehr Wissen im Dorf und verbinden die Anliegen der bäuerlichen Familie mit der Interessenvertretung: die Bildungsreferentinnen und -referenten. Zu ihrem 50-Jahr-Jubiläum lud die Landwirtschaftskammer Kärnten nicht nur zu einem Festakt, sondern auch zur Begegnung ein. Rund 200 aktive und ehemalige Funktionärinnen sowie Funktionäre feierten mit. Die jüngste aktive Bildungsreferentin ist knapp 30, der älteste ehemalige Bildungsreferent fast 90 Jahre alt. Dazwischen liegen fünf Jahrzehnte Ehrenamt, unzählige Veranstaltungen, Gespräche und vor allem eines: viel Engagement für die bäuerlichen Familien in Kärnten. Das Fest fühlte sich ein wenig wie ein großes Absolvententreffen an: Erinnerungen wurden aufgefrischt, alte Weggefährten wiedergetroffen und Geschichten aus fünf Jahrzehnten ausgetauscht. Dass es dieses Ehrenamt überhaupt gibt, ist eng mit der Geschichte der Landwirtschaftskammer Kärnten verbunden. Dipl.-Ing. Dr. Ernest Gröblacher war in der Gründungsphase als junger Kammeramtsdirektor tätig. Im Zuge einer Neuordnung der LK und eines massiven Sparpakets entstand die Überlegung, die Interessen der bäuerlichen Mitglieder noch stärker direkt vor Ort zu vertreten.
357 bäuerliche Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten wurden damals bestellt. Sie sollten als „verlängerter Arm“ der Landwirtschaftskammer in den Gemeinden wirken und dazu beitragen, die gesetzlichen Aufgaben der Berufsvertretung auf breiter Basis zu erfüllen. Was heute selbstverständlich erscheint, war damals mit viel Überzeugungs- und Aufbauarbeit verbunden. Einige der Pioniere dieser ersten Stunde saßen beim Jubiläumsfest selbst im Publikum – und wurden damit zu lebendigen Zeitzeugen einer Entwicklung, die fünf Jahrzehnte später in einer beeindruckenden Bilanz mündet.
357 bäuerliche Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten wurden damals bestellt. Sie sollten als „verlängerter Arm“ der Landwirtschaftskammer in den Gemeinden wirken und dazu beitragen, die gesetzlichen Aufgaben der Berufsvertretung auf breiter Basis zu erfüllen. Was heute selbstverständlich erscheint, war damals mit viel Überzeugungs- und Aufbauarbeit verbunden. Einige der Pioniere dieser ersten Stunde saßen beim Jubiläumsfest selbst im Publikum – und wurden damit zu lebendigen Zeitzeugen einer Entwicklung, die fünf Jahrzehnte später in einer beeindruckenden Bilanz mündet.
Brückenbauer
Was dieses Ehrenamt ausmacht, beschrieb Kammeramtsdirektor Dipl.-Ing. Mag. Bernhard Rebernig mit den bäuerlichen Tugenden: „Tun statt jammern. Zusammenarbeiten statt streiten. Verantwortung übernehmen statt kritisieren.“ Genau diese Haltung prägt die Bildungsreferenten seit 1976. Sie bringen Informationen, Bildungsangebote und neue Erkenntnisse in die Gemeinden. Gleichzeitig nehmen sie die Erfahrungen und Anliegen der bäuerlichen Familien auf und tragen sie in die Landwirtschaftskammer zurück. Sie sind damit weit mehr als reine Informationsvermittler, sondern Gesprächspartner, Organisatoren, Netzwerker – und vielfach jene Persönlichkeiten, die vor Ort den ersten Kontakt herstellen. LK-Präsident Siegfried Huber würdigte dieses Engagement als „unbezahlbare Leistung“ und verwies auf die besondere Rolle der Bildungsreferenten als Sprachrohr für die bäuerliche Bevölkerung. Er sprach seinen Dank für fünf Jahrzehnte Leistung, Verantwortung und Einsatz aus.
Auch LHStv. Martin Gruber hob in seiner Festansprache die Bereitschaft hervor, Herausforderungen anzupacken und gemeinsam etwas zu bewegen. Gerade in einer Zeit, in der Orientierung und Halt gefragt seien, brauche es Persönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen und Menschen zusammenbringen. Für einen besonderen Blick über den Tellerrand sorgte Festredner Johannes Gutmann, Gründer von Sonnentor. Seine eigene Erfolgsgeschichte begann 1988 mit einer „Schnapsidee“ und dem Mut, Dinge anders zu denken. Gutmann erzählte von seinem frühen Entschluss, zumindest schon zu wissen, was er nicht wolle. Entscheidend sei schließlich die Begegnung mit Menschen gewesen, die gute Ideen hatten, aber keine Zeit für deren Vermarktung. Aus dieser Verbindung entstand etwas Neues – und daraus schließlich die Erfolgsgeschichte von Sonnentor. Gutmanns Kernbotschaft passte perfekt zum Jubiläum der Bildungsreferenten: Nicht jammern, sondern gestalten, zusammenarbeiten statt allein zu kämpfen und den Blick nach vorne richten. „Tief in der guten Erde liegen eure Wurzeln“, gab er den Festgästen mit. Zu wissen, wo man herkomme, bestimme auch die Richtung, in die man gehe. Und genau darum ging es an diesem Tag immer wieder: um Wurzeln, ums Weitergeben und um die Zukunft.
Auch LHStv. Martin Gruber hob in seiner Festansprache die Bereitschaft hervor, Herausforderungen anzupacken und gemeinsam etwas zu bewegen. Gerade in einer Zeit, in der Orientierung und Halt gefragt seien, brauche es Persönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen und Menschen zusammenbringen. Für einen besonderen Blick über den Tellerrand sorgte Festredner Johannes Gutmann, Gründer von Sonnentor. Seine eigene Erfolgsgeschichte begann 1988 mit einer „Schnapsidee“ und dem Mut, Dinge anders zu denken. Gutmann erzählte von seinem frühen Entschluss, zumindest schon zu wissen, was er nicht wolle. Entscheidend sei schließlich die Begegnung mit Menschen gewesen, die gute Ideen hatten, aber keine Zeit für deren Vermarktung. Aus dieser Verbindung entstand etwas Neues – und daraus schließlich die Erfolgsgeschichte von Sonnentor. Gutmanns Kernbotschaft passte perfekt zum Jubiläum der Bildungsreferenten: Nicht jammern, sondern gestalten, zusammenarbeiten statt allein zu kämpfen und den Blick nach vorne richten. „Tief in der guten Erde liegen eure Wurzeln“, gab er den Festgästen mit. Zu wissen, wo man herkomme, bestimme auch die Richtung, in die man gehe. Und genau darum ging es an diesem Tag immer wieder: um Wurzeln, ums Weitergeben und um die Zukunft.
Was bleibt
Nach 50 Jahren bleibt vor allem eine beeindruckende Zahl an Menschen, die ihre Zeit und ihre Erfahrung zur Verfügung gestellt haben. Viele von ihnen haben über Jahrzehnte dazu beigetragen, dass Wissen weitergegeben, Kontakte geknüpft, Veranstaltungen ermöglicht und Anliegen gehört wurden. Mag. Friederike Parz, Leiterin des Referates LebensWirtschaft der LK Kärnten, bezeichnete das Jubiläum als Generationenfest, denn im Mittelpunkt stand der Übergang von einer Generation zur nächsten. Oder, um es mit den Worten von Johannes Gutmann zu sagen: Das Gute, das auf den Feldern wächst, bleibt. Aber auch die guten Taten werden weitergetragen. Das Jubiläum der Bildungsreferenten ist Anlass, für 50 Jahre Engagement, Verantwortung und gelebte Gemeinschaft Danke zu sagen und an die Zukunft zu glauben.