Den Borkenkäferschäden vorbeugen
An disponierten Standorten und an Stellen, wo bereits in den Vorjahren Borkenkäferschäden auftraten, sollte im Frühjahr mit Befallsbeginn und während der Hauptflugphase verstärkt nach Bohrmehl gesucht werden.
Disponierte Stellen sind beispielsweise trockene und südseitige Hanglagen, Bestände mit hohem Fichtenanteil in tiefen Seehöhenlagen und seichtgründige Standorte. Ein besonderes Augenmerk sollte auch auf Bestände in unmittelbarer Nähe alter Käfernester gelegt werden. Tabelle 1 zeigt den Befallsbeginn des Buchdruckers im vorigen Jahr bei ausgewählten Klimastationen. Dabei ist ersichtlich, dass der Befallsbeginn der ersten Borkenkäfergeneration in tieferen Lagen bereits im April und in höheren Lagen im Mai begann. Auf der vom Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz (Universität für Bodenkultur Wien) erstellten Homepage "Phenips" können die Flugaktivität und der Entwicklungsstand für die Nahbereiche der vorhandenen Klimastationen verfolgt werden. Auf einer weiteren Internetseite (Borkenkäfer-Dashboard) sind die Borkenkäferentwicklung sowie die Bestandes- und Standortsgefährdung anhand unterschiedlicher Karten ersichtlich (siehe QR-Code).
Disponierte Stellen sind beispielsweise trockene und südseitige Hanglagen, Bestände mit hohem Fichtenanteil in tiefen Seehöhenlagen und seichtgründige Standorte. Ein besonderes Augenmerk sollte auch auf Bestände in unmittelbarer Nähe alter Käfernester gelegt werden. Tabelle 1 zeigt den Befallsbeginn des Buchdruckers im vorigen Jahr bei ausgewählten Klimastationen. Dabei ist ersichtlich, dass der Befallsbeginn der ersten Borkenkäfergeneration in tieferen Lagen bereits im April und in höheren Lagen im Mai begann. Auf der vom Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz (Universität für Bodenkultur Wien) erstellten Homepage "Phenips" können die Flugaktivität und der Entwicklungsstand für die Nahbereiche der vorhandenen Klimastationen verfolgt werden. Auf einer weiteren Internetseite (Borkenkäfer-Dashboard) sind die Borkenkäferentwicklung sowie die Bestandes- und Standortsgefährdung anhand unterschiedlicher Karten ersichtlich (siehe QR-Code).
Bohrmehl suchen
Das bräunliche Bohrmehl, nach dem gesucht werden sollte, ist meist an Rindenschuppen im Stammfußbereich ersichtlich. Ebenso ist es auf Spinnennetzen bzw. auf der Bodenvegetation im Nahbereich des Baumes ersichtlich. Nach Schlechtwetterphasen (Regen) bzw. wenn die weiblichen Käfer die Brutgänge fertig angelegt haben, findet man es meist nicht mehr. Weitere Anzeichen eines Befalls können starker Harzfluss am Stamm, vergilbte Nadeln in der Krone bzw. abgefallene grüne Nadeln am Boden sein. Das befallene Holz muss auf alle Fälle rechtzeitig, das heißt, bevor die Jungkäfer ausfliegen und sich weiter vermehren, aus dem Wald gebracht werden. Die Lagerung dieses Holzes sollte nicht unmittelbar neben Waldflächen erfolgen. Zusätzlich können noch weitere Maßnahmen (Entrindung usw.) ergriffen werden.
Saubere Waldwirtschaft
Nach Schadereignissen (Schneedruck/Windwurf) kann bruttaugliches Material, wie einzelne Wipfelstücke oder geworfene Bäume, unentdeckt im Wald verbleiben. Dort findet der Buchdrucker ideale Bedingungen für eine Massenvermehrung vor. Schneebrüche und Windwürfe sollten daher, wo möglich, unbedingt aufgearbeitet und beseitigt werden.
Informieren Sie sich - wie bei jeder Holznutzung - vor der Aufarbeitung über die aktuelle Marktlage bei Ihren Partnern, und schließen Sie schriftliche Verträge (Schlussbrief, eventuell Werkvertrag) ab.
Durch frühzeitiges Erkennen eines Befalls (Bohrmehlsuche) und rasches Aufarbeiten kann so im Frühjahr ein Teil der Borkenkäfer abgeschöpft werden, die sich dann auch nicht weiter vermehren können.
Informieren Sie sich - wie bei jeder Holznutzung - vor der Aufarbeitung über die aktuelle Marktlage bei Ihren Partnern, und schließen Sie schriftliche Verträge (Schlussbrief, eventuell Werkvertrag) ab.
Durch frühzeitiges Erkennen eines Befalls (Bohrmehlsuche) und rasches Aufarbeiten kann so im Frühjahr ein Teil der Borkenkäfer abgeschöpft werden, die sich dann auch nicht weiter vermehren können.
Tipps
Empfohlene Dringlichkeitsreihung bei der Aufarbeitung von Schneebrüchen und Windwürfen:
- Einzelwürfe vor Flächenwürfen
- Tiefe Seehöhenlagen vor höheren Lagen
- Gebrochene Stämme vor geworfenen Stämmen
- Sonnseite vor Schattseite
- Nadelholz vor Laubholz