Belastetes brasilianisches Hormonfleisch in die EU importiert?
Übereinstimmende Medienberichte deuten auf einen veritablen Skandal hin: So sollen knapp 63 Tonnen brasilianisches Rindfleisch, das mit dem in der EU verbotenen Wachstumshormon Estradiol belastet gewesen sein soll, in die EU eingeführt und verkauft worden sein. Insgesamt wurden Spuren der belasteten Ware in rund 10 EU-Ländern nachgewiesen. Weitere rd. 25 Tonnen tiefgefrorenes Hormonfleisch konnten noch in den Niederlanden angefangen werden, bevor sie in Umlauf gebracht wurden. Estradiol steht im Verdacht gesundheitsgefährdend zu sein.
LK-Präsident Siegfried Huber sieht sich und die ablehnende Haltung der LK gegenüber Mercosur bestätigt: "Sollten sich diese Meldungen bewahrheiten, tritt genau das ein, vor dem die Landwirtschaftskammer Kärnten seit Jahren gewarnt hat: Durch den Mercosur-Deal kommt Billig-Hormonfleisch aus Südamerika auf unsere Teller, das gesundheitsgefährdende und in der EU verbotene Substanzen enthalten kann. Wo bleibt hier der Schutz für unsere nach strengsten Auflagen und höchsten Qualitätsstandards produzierenden bäuerlichen Betriebe, wo bleibt der Schutz für die Konsumenten?"
Huber kritisiert, dass die für Fleischimporte aus Südamerika zugesagten strengen EU-Kontrollen offensichtlich nicht funktionieren. "Für mich ist es daher absolut unverständlich, dass die EU-Kommisionsvorsitzende angesichts solcher Vorkommnisse die Anwendung des Mercosur-Vertrags durchpeitschen will – trotz der noch ausstehenden Überprüfung des Deals durch den Gerichtshof der Europäischen Union. Die Interessen der Bäuerinnen und Bauern, aber auch jene der Konsumentinnen und Konsumenten werden offensichtlich anderen Interessen geopfert. Ich appelliere an alle Verantwortlichen, jetzt noch die Stopp-Taste bei Mercosur zu drücken."
LK-Präsident Siegfried Huber sieht sich und die ablehnende Haltung der LK gegenüber Mercosur bestätigt: "Sollten sich diese Meldungen bewahrheiten, tritt genau das ein, vor dem die Landwirtschaftskammer Kärnten seit Jahren gewarnt hat: Durch den Mercosur-Deal kommt Billig-Hormonfleisch aus Südamerika auf unsere Teller, das gesundheitsgefährdende und in der EU verbotene Substanzen enthalten kann. Wo bleibt hier der Schutz für unsere nach strengsten Auflagen und höchsten Qualitätsstandards produzierenden bäuerlichen Betriebe, wo bleibt der Schutz für die Konsumenten?"
Huber kritisiert, dass die für Fleischimporte aus Südamerika zugesagten strengen EU-Kontrollen offensichtlich nicht funktionieren. "Für mich ist es daher absolut unverständlich, dass die EU-Kommisionsvorsitzende angesichts solcher Vorkommnisse die Anwendung des Mercosur-Vertrags durchpeitschen will – trotz der noch ausstehenden Überprüfung des Deals durch den Gerichtshof der Europäischen Union. Die Interessen der Bäuerinnen und Bauern, aber auch jene der Konsumentinnen und Konsumenten werden offensichtlich anderen Interessen geopfert. Ich appelliere an alle Verantwortlichen, jetzt noch die Stopp-Taste bei Mercosur zu drücken."