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Was die Fraktionen fordern

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14.01.2026 | von Kerstin Mittinger

Die Fraktionen brachten eine Vielzahl an Anträgen ein, die ein breites Themenspektrum abdeckten: Forderungen vom Bürokratieabbau bis zu Zukunftsfragen für bäuerliche Betriebe.

Kärntner Bauernbund.jpg © Wajand
Kammerrätinnen und Kammerräte des Kärntner Bauernbundes. © Wajand

Kärntner Bauernbund

Der Kärntner Bauernbund brachte in der Vollversammlung Anträge ein, die sich mit den Themen Entbürokratisierung, Bejagung sowie dem Freiwilligen Sozialjahr befassten.
Mit einem Antrag, an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Norbert Totschnig sowie an die Agrarmarkt Austria (AMA) gerichtet, forderte die Fraktion eine deutliche Reduktion beziehungsweise den Ersatz bestehender Aufzeichnungsverpflichtungen durch das Flächenmonitoring. Ziel sei es, dass die Bäuerinnen und Bauern die im Entbürokratisierungspaket der Bundesregierung vorgesehenen Erleichterungen auch tatsächlich spüren. Als Beispiel führte der Bauernbund die Biodiversitätsflächen im Grünland an: Seit 2025 ist bei der Variante „Nutzungsfreier Zeitraum“ (DIVNFZ) die Dokumentation des Zeitpunkts der ersten und zweiten Nutzung nicht mehr erforderlich, da diese Informationen über das Flächenmonitoring erhoben werden. Dies sei ein klares Signal dafür, dass Entbürokratisierung in der Landwirtschaft möglich sei und konsequent weiterverfolgt werden müsse. Auch bei ÖPUL-Maßnahmen wie „System Immergrün“ oder „Tierschutz-Weide“ könnten aus Sicht der Fraktion Aufzeichnungen deutlich reduziert werden.

Zwei weitere Anträge widmeten sich dem Themenbereich Bejagung. Ein Antrag, an Bundesminister Gerhard Karner gerichtet, befasste sich mit dem Einsatz von Schalldämpfern bei der Bejagung von Gatterwild. Darin wurde ersucht, die rechtlichen Voraussetzungen im Waffengesetz so anzupassen, dass die Verwendung von Schalldämpfern ausdrücklich zugelassen wird. Begründet wurde dies mit sicherheits- und tierschutzrelevanten Vorteilen, darunter ein verbesserter Gehörschutz für die Jägerinnen und Jäger, ein geringerer Rückstoß sowie eine erhöhte Schusspräzision. Auch im Hinblick auf das Wild würde ein gedämpfter Schussknall zu weniger Stress und Unruhe führen.

Ein weiterer Antrag beschäftigte sich mit der Bejagung von Kormoranen unter Einsatz moderner Nachtzieltechnik. Landesrat Peter Reichmann wurde darin ersucht, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit Kormorane künftig auch mithilfe von Infrarot- und elektronischen Zielgeräten sowie weiterer Nachtsichttechnik bejagt werden können. Begründet wurde dies damit, dass sich die Bejagung tagsüber als äußerst schwierig und zeitaufwendig erweise und neue, effektivere Ansätze erforderlich seien.
Ein weiterer Antrag befasste sich mit dem Freiwilligen Sozialjahr und richtete sich an Bundesministerin Dr. Korinna Schumann. Darin forderte der Kärntner Bauernbund, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, um Einsatzstellen des Freiwilligen Sozialjahres auch auf in Not geratene landwirtschaftliche Betriebe auszuweiten. Die Fraktion begründete dies mit der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften auf bäuerlichen Betrieben, die das derzeit verfügbare Angebot an Zivildienern deutlich übersteige. Das Freiwillige Sozialjahr stelle in Österreich eine Alternative zum Grundwehr- und Zivildienst dar, sei bislang jedoch auf Bereiche wie Betreuung, Pflege oder Obdachlosenhilfe beschränkt. Zunehmend würden jedoch auch junge Menschen, insbesondere Absolventinnen landwirtschaftlicher Fachschulen, Interesse bekunden, ihren Dienst auf landwirtschaftlichen Betrieben zu leisten.
Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft.jpg © Wajand
Kammerrätinnen und Kammerräte der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft. © Wajand

Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft

Im Rahmen der Vollversammlung brachte die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft zwei Dringlichkeitsanträge ein, die sich mit dem geplanten Bau der 380-kV-Stromleitung in Kärnten befassten. In einem Antrag forderte die Fraktion eine umfassende wirtschaftliche Neubewertung des Projekts. Konkret verlangt wurden eine detaillierte Bedarfsanalyse, eine nachvollziehbare Wirtschaftlichkeitsrechnung sowie eine Überarbeitung der Trassenführung. Begründet wurde dies mit dem zunehmenden Unmut in der Bevölkerung, insbesondere bei den betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern. Kärnten verzeichne bereits jetzt die höchsten Netzkosten. Die Fraktion sprach sich dafür aus, dass es eines klaren politischen Auftrags bedürfe und sowohl Bund als auch Land maßgeblichen Einfluss auf die beteiligten Unternehmen, darunter Verbund, Kelag, APG und KNG, ausüben sollten. Kritisch gesehen wurde insbesondere der langfristige Eingriff in Grund und Boden, der über Generationen hinweg wirke.

Der zweite Dringlichkeitsantrag befasste sich ebenfalls mit der 380-kV-Leitung. Darin kündigte die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft an, sich auf allen politischen Ebenen für einen Stopp des Projekts einzusetzen, da der Schutz der bäuerlichen Familien an oberster Stelle stehe. In diesem Zusammenhang wurde betont, dass eine einmalige Entschädigung im Falle eines Leitungsbaus nicht ausreichend sei, da dauerhafte Belastungen bestehen blieben. Sollte es dennoch zur Umsetzung des Projekts kommen, forderte die Fraktion die Landwirtschaftskammer Kärnten auf, sich für laufende jährliche Entschädigungszahlungen an die betroffenen Grundeigentümer einzusetzen.

Zwei weitere Anträge der Fraktion widmeten sich dem Thema Aushilfe auf landwirtschaftlichen Betrieben. In einem Antrag an die Kärntner Landesregierung wurde gefordert, das Kontingent an Zivildienern für den Einsatz in der Landwirtschaft zu erhöhen, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden und eine nachhaltige Unterstützung der Betriebe sicherzustellen. Ein weiterer Antrag richtete sich an die österreichische Bundesregierung, insbesondere an Sozialministerin Dr. Korinna Schumann. Darin wurde eine Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen verlangt, um den Einsatz von Teilnehmerinnen am freiwilligen Sozialjahr im Rahmen der sozialen Betriebshilfe auch auf landwirtschaftlichen Betrieben zu ermöglichen. Als Begründung führte die Fraktion eine zunehmende soziale Belastungssituation an den Höfen sowie eine steigende Zahl an sozialen Härtefällen an. Zudem wurde darauf verwiesen, dass speziell Teilnehmerinnen in sensiblen Bereichen wie Betreuung, Pflege oder psychosoziale Unterstützung von betroffenen Familien oftmals besser angenommen würden.

Ein weiterer Antrag der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft richtete sich an die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Kärnten. Darin wurde gefordert, auf die Auszahlung einer Zuwendung an den Präsidenten gemäß § 22 der Geschäftsordnung sowie auf sämtliche darin angeführte Leistungen zu verzichten. In diesem Zusammenhang beantragte die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft, dass § 22 der Geschäftsordnung der Landwirtschaftskammer Kärnten ersatzlos außer Kraft gesetzt werden sollte.
SJK.jpg © Wajand
Kammerräte der Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern (SJK). © Wajand

Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern, SJK

Die Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern (SJK) brachte in der Vollversammlung zwei Anträge ein, die sowohl Fragen der Marktordnung als auch Erleichterungen im Bereich der Equiden betrafen.
Mit dem ersten Antrag thematisierte die SJK den Umgang mit der Bezeichnung „Bauern …“ im Lebensmittelhandel. Die Vollversammlung möge prüfen, den Begriff rechtlich zu schützen. Begründet wurde dies damit, dass Bezeichnungen wie Bauernschinken, Bauernbutter oder Bauernbrot häufig zu Marketingzwecken verwendet würden, ohne dass ein direkter Bezug zur bäuerlichen Herkunft bestehe. Der Begriff „Bauer“ sei eine Berufsbezeichnung und solle daher ausschließlich von Landwirtinnen und Landwirten verwendet werden. KR Marjan Čik sprach sich dafür aus, die Verwendung solcher Bezeichnungen auf Direktvermarktung, Direktlieferung und andere eindeutig bäuerliche Aktivitäten zu beschränken.

Der zweite Antrag befasste sich mit der Vereinfachung für Equiden. Im Tierzuchtausschuss Traces wird ersucht, die bestehenden Bedingungen zu vereinfachen und die anfallenden Tarife auf ein Minimum zu reduzieren. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere grenzüberschreitende Fahrten in Nachbarländer, die Teilnahme an Schauen sowie die Durchfahrt durch das Deutsche Eck. Als Begründung führte die SJK an, dass Pferde bereits über einen Equidenpass verfügen, in dem Identität und Impfstatus eindeutig dokumentiert seien. Außerdem würden die derzeitigen Regelungen die ohnehin angespannte Marktlage zusätzlich erschweren.
KR Stefan Domej sprach sich in seiner Wortmeldung für eine stärkere Zusammenarbeit im Alpe-Adria-Raum aus, um agrarische Themen wie bessere Förderbedingungen für kleinbäuerliche Strukturen sowie eine weitere Entbürokratisierung gemeinsam anzugehen und stark aufzutreten.

Mit Blick auf die Kammerwahlen 2026 plädierte Domej dafür, allen politischen Gruppierungen im Vorfeld ausreichend Gehör zu verschaffen. Veranstaltungen und Termine aller Fraktionen sollten transparent dargestellt und auch in den Kammermedien entsprechend abgebildet werden. Ein weiteres Anliegen betraf die Bedeutung der slowenischen Sprache. Im Zusammenhang mit den Hofübergeber-Ehrungen forderte Domej erneut eine stärkere Einbindung der slowenischen Sprache in den zweisprachigen Regionen. Auch innerhalb der Landwirtschaftskammer müsse die Berücksichtigung der zweiten Landessprache eine Selbstverständlichkeit sein, so der Kammerrat.

Anträge der Fraktionen

In die agrarpolitische Diskussion brachten die Kammerfraktionen insgesamt 14 Anträge ein.
  • Kärntner Bauernbund: vier
  • Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft: drei Anträge und zwei Dringlichkeitsanträge
  • Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern SJK: zwei Anträge
  • SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten: drei Anträge
Drei Resolutionen wurden einstimmig beschlossen, zwei Dringlichkeitsanträgen wurde die Dringlichkeit nicht zuerkannt, sie wurden dem Vorstand weitergeleitet, ein Antrag der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft wurde in der Vollversammlung abgestimmt und abgelehnt, elf weitere Anträge wurden ebenfalls dem Vorstand weitergeleitet.
SPÖ Bauern.jpg © Archiv
© Archiv

SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten

Die Fraktion der SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten brachte in der Vollversammlung drei Anträge ein, die sich schwerpunktmäßig mit agrarpolitischen Rahmenbedingungen auf EU- und Bundesebene befassten. Mit dem ersten Antrag wandte sich die Fraktion an das Bundeskanzleramt, das Finanzministerium sowie das Landwirtschaftsministerium. Diese wurden aufgefordert, sich in den anstehenden EU-Verhandlungen zum neuen Mehrjährigen Finanzrahmen dafür einzusetzen, dass zusätzliche Mittel außerhalb des Budgets der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die Zielvorgaben der Verordnung zur Wiederherstellung der Natur bereitgestellt werden. Die Fraktion betonte, dass sich die Bäuerinnen und Bauern seit jeher zum Schutz der Natur, des Wassers sowie zur Erhaltung der Biodiversität bekennen und entsprechende Leistungen bereits erbringen. Es dürfe jedoch nicht dazu kommen, dass zusätzliche Anforderungen aus der Wiederherstellungsverordnung zulasten des bestehenden GAP-Budgets abgegolten werden.

Der zweite Antrag richtete sich an Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und thematisierte Anpassungen der Ammoniakreduktionsverordnung. Im Sinne des Bürokratieabbaus wurde gefordert, die verpflichtenden Aufzeichnungen zur Einarbeitung von Wirtschaftsdünger – spätestens vier Stunden nach der Ausbringung – ersatzlos zu streichen. Zur Begründung wurde angeführt, dass Österreich mit dem festgelegten Reduktionsziel von 12 % bei den Ammoniakemissionen bis 2030 auf einem guten Weg sei. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass eine gesetzliche Verpflichtung zur bodennahen Gülleausbringung insbesondere kleinteilig strukturierte landwirtschaftliche Betriebe benachteiligen würde.

Der dritte Antrag, ebenfalls an Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig sowie weitere zuständige Stellen gerichtet, befasste sich mit der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln.
Gefordert wurde, bestehende Vereinfachungsprozesse im Zulassungsverfahren sicherzustellen und weiter zu forcieren, um die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln und Wirkstoffen zu gewährleisten und damit Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen EU-Mitgliedstaaten zu vermeiden. Die Fraktion begründete den Antrag damit, dass eine funktionierende agrarische Produktion auf wirksamen Pflanzenschutz angewiesen sei. Als Beispiel wurde auf den Kirschanbau verwiesen, wo laut Angaben der ÖBOG seit 2017 rund 54 von 377 ha Anbaufläche verloren gegangen seien, da Ernten infolge fehlender Pflanzenschutzmöglichkeiten und anschließenden Insektenbefalls nicht mehr verwertbar gewesen seien.
Eberhard.jpg © Wajand
KR Hermann Eberhard von der Liste Heimo Urbas/ Österreichischer Unabhängiger Bauernverband – UBV/ Kärnten. © Wajand

Liste Heimo Urbas/​Österreichischer Unabhängiger Bauernverband – UBV/​Kärnten

Im Rahmen der Vollversammlung meldete sich KR Hermann Eberhard von der Liste Heimo Urbas/​Österreichischer Unabhängiger Bauernverband – UBV/​Kärnten mehrfach zu Wort. In einer seiner Wortmeldungen blickte er zunächst auf seine Anfänge als Kammerrat in dieser Funktionsperiode vor vier Jahren zurück und schilderte seine Erfahrungen mit der agrarpolitischen Mitwirkung. Es sei aus seiner Sicht zunehmend schwierig, wirksam Einfluss zu nehmen. Resolutionen allein seien, seiner Meinung nach, dafür nicht ausreichend; vielmehr brauche es konkrete Forderungen, die unmittelbar jene betreffen, die ganzjährig Verantwortung tragen und harte Arbeit leisten, nämlich die aktiven Bäuerinnen und Bauern. Als Beispiel führte Eberhard die Agrardieselvergütung an. Diese sei in anderen Ländern wie Frankreich oder Slowenien aus seiner Sicht praktikabler und rentabler umgesetzt. Gerade solche Maßnahmen seien entscheidend, um die wirtschaftliche Situation der landwirtschaftlichen Betriebe spürbar zu verbessern.
Kritisch äußerte sich Eberhard auch zum politischen Umgang der Fraktionen untereinander. Parteipolitische oder taktische Überlegungen seien für ihn nicht maßgeblich. Ihn und die Liste Heimo Urbas interessiere ausschließlich die Meinung der Bäuerinnen und Bauern und die Verantwortung, ihnen weiterhin glaubwürdig gegenübertreten zu können. Seine agrarpolitische Arbeit werde er daher auch künftig konsequent an den Interessen der bäuerlichen Praxis ausrichten, so Eberhard.

Im Zuge der Diskussion um die Zuwendungen an den Präsidenten der Landwirtschaftskammer hielt Eberhard fest, dass die Landwirtschaft immer über einen kompetenten Präsidenten verfügen müsse. Ohne entsprechende finanzielle Rahmenbedingungen werde es jedoch schwierig, auch künftig geeignete Persönlichkeiten für diese verantwortungsvolle Aufgabe zu gewinnen.
Auch unter dem Tagesordnungspunkt „Voranschlag 2026“ meldete sich KR Hermann Eberhard zu Wort. In seiner Stellungnahme erklärte er, dass er davon ausgehe, dass der vorgelegte Voranschlag realistisch und tragfähig sei. Aus diesem Grund kündigte er an, dem Budgetvorschlag in der Vollversammlung seine Zustimmung zu erteilen.
Außerdem sprach sich Eberhard für eine konstruktive Zusammenarbeit innerhalb der Kammer aus und verband dies mit dem Wunsch nach einem erfolgreichen Jahr 2026 für die Landwirtschaft in Kärnten.
Gigler.jpg © Wajand
KR Karlheinz Gigler von den Grünen Bäuerinnen und Bauern. © Wajand

Grüne Bäuerinnen und Bauern

Beim Tagesordnungspunkt 5, der der Diskussion gewidmet war, meldete sich KR Dr. Karlheinz Gigler von den Grünen Bäuerinnen und Bauern zu Wort. In seinem Beitrag ging er auf die zuletzt intensiv geführte Debatte rund um Zuwendungen und Sonderregelungen ein, wie sie auch in anderen gesetzlichen Interessenvertretungen, etwa in der Wirtschaftskammer, öffentlich thematisiert worden seien. Solche Regelungen würden in der Gesellschaft zunehmend als ungerechtfertigte Privilegien wahrgenommen und stellten damit einen wiederkehrenden Angriffspunkt dar. KR Gigler sprach sich dafür aus, sich dieser Diskussion über Zuwendungen nicht zu verwehren, sondern diese offen und sachlich zu führen. Es sei wichtig, Transparenz herzustellen und glaubwürdig zu bleiben. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass der Landwirtschaftskammer Kärnten vorgeworfen werde, an Zuwendungen festzuhalten, die in anderen Organisationen längst abgeschafft worden seien. Sein ausdrücklicher Appell lautete daher, das Thema nüchtern und ohne parteipolitische Zuspitzung zu behandeln.

Auch im Zuge der Beratungen zum Budgetvoranschlag meldete sich KR Gigler abermals zu Wort. Er würdigte die klare Struktur und die nachvollziehbare Aufbereitung des vorgelegten Zahlenwerks und sprach den Verantwortlichen dafür seine Anerkennung aus. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung eines konsequenten Budgetvollzugs. Insbesondere der Kammeramtsdirektor sei aus seiner Sicht am Ende des Haushaltsjahres an den angekündigten Zielsetzungen zu messen. Eine transparente Umsetzung des Voranschlags sei entscheidend für das Vertrauen in die Arbeit der Kammer und für die Akzeptanz der finanziellen Entscheidungen bei den Mitgliedbetrieben.

Kammerrätinnen und Kammerräte

Diese Kammerrätinnen und Kammerräte waren bei der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Kärnten am 16. Dezember anwesend und nahmen an der Diskussion teil:
  • Kärntner Bauernbund: Präsident Siegfried Huber, 1. Vizepräsidentin Astrid Brunner, Erich Pachler, Dipl.-Ing. Walter Rainer Hochsteiner, Elisabeth Kienzl, Franz Zarfl, Hermann Schluder, Hansjörg Winkler, Mathias Themeßl, Markus Polaschek, Konrad Kogler, Kathrin Unterweger, Daniela Pichler, Marcel Emmanuel Wernisch, BSc., LAbg. Stefanie Ofner, Alfred Andrej, Ing. Friedrich Bergner, Andrea Weiß
  • Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft: 2. Vizepräsident Roman Linder BA MA, Markus Prieß, Gerhard Neunegger, ÖR Ing. Helmut Fleißner, Thomas Rinner, Claudia Sucher, Maria Irrasch
  • Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern SJK: Ing. Marjan Čik, ÖR Dipl.-Ing. Stefan Domej, Franz Baumgartner, ÖR LAbg. Franz Josef Smrtnik
  • SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten: ÖR Franz Matschek, Bgm. Johann Thaler, Kurt Standmann, Johannes Dobernig
  • Liste Heimo Urbas/​Österr. Unabhängiger Bauernverband-UBV Kärnten: Hermann Gerald Eberhard
  • Grüne Bäuerinnen und Bauern: Dr. Karlheinz Gigler
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