Trockenheit und Waldbrandgefahr: LK-Präsident ruft zur Vorsicht auf
Angesichts der anhaltenden Trockenheit in Kärnten ruft der Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten, Siegfried Huber, die Bevölkerung zu größter Vorsicht auf: „Unsere Wälder sind derzeit trocken wie selten zuvor. Ein kleiner Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarette können ausreichen, um verheerende Brände auszulösen“, warnt Huber. Wie dramatisch die Situation in Kärntens Wäldern ist, zeigt das Beispiel des Waldbrandes im Lesachtal, wo innerhalb weniger Tage mehr als 110 ha Wald zerstört und damit Arbeit und Pflege von Generationen von bäuerlichen Grundbesitzern zunichtegemacht wurden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist auch hier von einer Verursachung des Flammeninfernos durch den Menschen auszugehen.
Verordnungen beachten
Der LK-Präsident macht darauf aufmerksam, dass derzeit in fast allen Bezirken Kärntens strenge Waldbrandverordnungen erlassen wurden, die das Hantieren mit Feuer und auch das Rauchen im Wald untersagen. Bei Nichtbeachtung drohen Geldstrafen bis zu 7270 Euro. Huber appelliert eindringlich an alle Kärntnerinnen und Kärntner sowie an Gäste in Kärnten: Der Katastrophenfonds muss eine Entschädigung für Vollerwerbsbauern im Katastropheneinsatz vorsehen.“
Dank an Einsatzkräfte
Gleichzeitig spricht der Präsident den zahlreichen Einsatzkräften im Lesachtal seinen ausdrücklichen Dank aus: „Danke an alle Kameraden bei den Feuerwehren, die mit unermüdlichem Einsatz gegen die Flammen kämpfen und versuchen, Schäden zu vermeiden. Viele der Feuerwehrmitglieder sind selbst Bauern und helfen mit eigenem Gerät und unter großem persönlichen Einsatz. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung.“
Entschädigung der Bauern
Huber fordert in diesem Zusammenhang die Bundesregierung auf, den Katastrophenfonds so zu gestalten, dass er für Vollerwerbsbauern, die bei Katastropheneinsätzen oder Großschadensereignissen im Rahmen der Freiwilligen Feuerwehr oder sonstigen Hilfsorganisationen tätig werden, eine Entschädigung vorsieht.