Neuer Marktbericht Pflanzenbau
Ziel der monatlichen Berichterstattung ist es, Ihnen einen klaren und verlässlichen Überblick über die aktuellen Entwicklungen am Markt zu geben – von Preistrends über saisonale Schwankungen bis hin zu relevanten Einflussfaktoren wie Wetterbedingungen, Ernteprognosen und internationalen Handelsbewegungen.
In einer Zeit, in der Märkte zunehmend dynamisch reagieren, möchten wir Ihnen mit diesem Bericht nicht nur Zahlen und Fakten liefern, sondern auch Hintergründe und Einschätzungen, die Ihnen helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen.
In einer Zeit, in der Märkte zunehmend dynamisch reagieren, möchten wir Ihnen mit diesem Bericht nicht nur Zahlen und Fakten liefern, sondern auch Hintergründe und Einschätzungen, die Ihnen helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen.
Getreidemarkt
Die internationalen Getreidemärkte werden von den kriegerischen Auseinandersetzungen im Iran geprägt. Obwohl die grundsätzlich sehr gute Versorgungslage bei Weizen und Mais unverändert bleibt, sorgen Befürchtungen, dass der Iran-Konflikt sich auf weitere Nahost-Länder ausweiten könnte sowie steigende Rohölpreise und in Krisenzeiten übliche Risikoaufschläge für deutliche Anstiege bei den Getreidekursen. Wenn sich die politische Lage beruhigt, ist jedoch auch eine ebenso rasche Gegenbewegung möglich. An der Euronext Paris legte der Mai-Weizenkontrakt in der vergangenen Woche um 4,2 % zu und erreichte 209,75 Euro/t, der Juni-Maiskontrakt stieg um 4,5 % auf 207,75 Euro/t. Die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations – Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) geht für 2026/27 sowohl global als auch in der EU von geringeren Weizenernten aus. In vielen EU-Ländern sind die Bestände gut über den Winter gekommen, doch weist Frankreich über die Alpenregion bis zum Schwarzen Meer ein Defizit bei den Niederschlägen auf. Am Kassamarkt gaben die Notierungen für Qualitäts- und Mahlweizen leicht auf 192,50 bzw. 190 Euro/t nach, während Premiumweizen stabil bei 210 Euro/t bleibt.
Mais
Die Maispreise an der Euronext werden derzeit stark vom Kriegsgeschehen beeinflusst. Einerseits gewinnt die Herstellung von Bioethanol aus Mais durch die gestiegenen Preise bei Rohöl an Attraktivität. Andererseits könnte ein länger andauernder Konflikt im Nahen Osten den Maisanbau zusätzlich belasten, da die Kosten für Stickstoffdünger weiter steigen. Kärnten exportiert viel Mais nach Italien, und deshalb orientieren sich die Preise an der Börse Bologna. Bei Mais bewegen sich erste Kontraktangebote in Kärnten bei 145 bis 155 Euro/t brutto. Trockenmais der Ernte 2025 wird um die 200 Euro/t netto aufwärts gehandelt.
Soja
Für Soja der diesjährigen Ernte befindet sich der Agrarhandel noch in der Preisfindung – gesprochen wird derzeit von Kontraktpreisen, die sich um 400 bis 420 Euro/t brutto bewegen.
Düngermarkt
Mit dem Inkrafttreten des CO₂-Grenzausgleichs (CBAM – Carbon Border Adjustment Mechanism) steigen die Importkosten spürbar, und demzufolge starten die Düngepreise auf hohem Niveau ins Frühjahr 2026. Der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus der Europäischen Union wurde eingeführt, um ein vergleichbares CO₂-Bepreisungsniveau zwischen den in der EU produzierten und importierten Waren sicherzustellen. Damit sollen die Verlagerung emissionsintensiver Produktion in Drittstaaten mit weniger strengen Klimaschutzvorgaben verhindert und Anreize für Drittstaaten zur Einführung von CO2-Bepreisung gesetzt werden.
Anfang März haben die Rohstoffpreise für Erdgas und Rohöl zugelegt. Vor dem Hintergrund der Kriegshandlungen im Nahen Osten liegen derzeit keine Düngerpreise vor. Es wird aber von einer Erhöhung zwischen 30 und 40 Euro/t bei Stickstoffdünger ausgegangen. Auch Phosphor- und Kalidünger könnten nachziehen. Dazu kommt noch, dass die Düngemittelimporteure größte Schwierigkeiten haben, die CBAM-Folgekosten für den Einkauf ab Jänner 2026 zu kalkulieren.
Für die im Agrarhandel in Kärnten abgefragten Dünger gibt es derzeit folgende Richtpreise: Kalkammonsalpeter (KAS) 500 Euro, Harnstoff granuliert (Big Bag) 850 bis 900 Euro, Diammonphosphat (DAP) 1000 Euro, Volldünger 700 Euro und 60er-Kali 520 Euro brutto pro t. Diese Richtpreise könnten sich durch das derzeitige und ungewisse Kriegsgeschehen speziell bei Stickstoff- und Mehrnährstoffdünger noch weiter erhöhen. Probleme bereiten derzeit die Verfügbarkeit und die steigenden Logistikkosten.
Anfang März haben die Rohstoffpreise für Erdgas und Rohöl zugelegt. Vor dem Hintergrund der Kriegshandlungen im Nahen Osten liegen derzeit keine Düngerpreise vor. Es wird aber von einer Erhöhung zwischen 30 und 40 Euro/t bei Stickstoffdünger ausgegangen. Auch Phosphor- und Kalidünger könnten nachziehen. Dazu kommt noch, dass die Düngemittelimporteure größte Schwierigkeiten haben, die CBAM-Folgekosten für den Einkauf ab Jänner 2026 zu kalkulieren.
Für die im Agrarhandel in Kärnten abgefragten Dünger gibt es derzeit folgende Richtpreise: Kalkammonsalpeter (KAS) 500 Euro, Harnstoff granuliert (Big Bag) 850 bis 900 Euro, Diammonphosphat (DAP) 1000 Euro, Volldünger 700 Euro und 60er-Kali 520 Euro brutto pro t. Diese Richtpreise könnten sich durch das derzeitige und ungewisse Kriegsgeschehen speziell bei Stickstoff- und Mehrnährstoffdünger noch weiter erhöhen. Probleme bereiten derzeit die Verfügbarkeit und die steigenden Logistikkosten.