Neuer Großtierarzt für Oberes Drautal
Die gemeinsame Maßnahme des Landes Kärnten und der Landwirtschaftskammer Kärnten gegen den akuten Mangel an Großvieh-Tierärzten in Oberkärnten zeigt Wirkung. Nach der erfolgreichen Besetzung im Lieser- und Maltatal durch Dr. Michael (Mihai) Sapteboi ist nun auch ein neuer Tierarzt im Oberen Drautal im Einsatz. Mit Dr. Stefan-Daniel Radu konnte ein erfahrener Großtierarzt mit 18 Jahren Berufserfahrung in Deutschland und Rumänien angeworben werden. Der 44-Jährige lebt nun in Greifenburg, um für die Bäuerinnen und Bauern zentral erreichbar zu sein. „Es freut mich sehr, dass wir mit Dr. Radu einen zusätzlichen Großtierarzt für das Obere Drautal mit über 6000 Großvieheinheiten gefunden haben“, betont LHStv. Martin Gruber: Umso bedauerlicher, dass der Dienstantritt von Dr. Radu von verschiedensten Gerüchten und Falschmeldungen begleitet wird. LK-Präsident Siegfried Huber verwehrt sich dagegen: „Dr. Radu schließt Lücken in der tierärztlichen Versorgung in Oberkärnten, die seit längerer Zeit bestehen. Er verfügt über den Tierärzteausweis der Österreichischen Tierärztekammer und wird auch auf deren Homepage offiziell geführt. Anderslautende Aussagen sind unwahr. Ich verwehre mich jedenfalls entschieden dagegen, dass Tierärzte und Bauern auseinanderdividiert werden.“ Huber betont, dass eigentlich alle Akteure froh sein müssten, dass hier ein zusätzliches Angebot im Interesse der Tiergesundheit geschaffen werde, das es so bisher nicht mehr gab.
Nachhaltige Lösungen
Bereits im vergangenen Sommer haben LHStv. Gruber und LK-Präsident Siegfried Huber die Aktion gestartet. Im Rahmen dieser Initiative wurden Tierärzte aus Drittstaaten aktiv angeworben, um kurzfristig Versorgungslücken zu schließen. „Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Kärnten haben wir aktiv gehandelt und mit dieser Maßnahme konkrete Lösungen gegen den Tierärztemangel in Oberkärnten auf den Weg gebracht“, betont Gruber. „Der Erhalt einer flächendeckenden tierärztlichen Versorgung ist für die produzierende Landwirtschaft von zentraler Bedeutung“, bekräftigt Huber.
Kärnten setzt aber auch auf nachhaltige Maßnahmen. Ziel ist es, mehr junge, motivierte Kärntnerinnen und Kärntner für das Studium der Veterinärmedizin zu gewinnen. „Wir kümmern uns beispielsweise mit dem Vorbereitungskurs für die Aufnahmeprüfung an der Veterinärmedizinischen Universität gezielt um die Förderung des tierärztlichen Nachwuchses aus Kärnten“, berichtet der LK-Präsident. Zusätzlich hat sich das Land Kärnten gewidmete Studienplätze an der Vet-Med in Wien gesichert, um den Bedarf an Nutztierärzten im ländlichen Raum abdecken zu können. „Kurzfristig sind wir froh und dankbar, dass sich engagierte Tierärzte aus Drittstaaten bereiterklären, ihren Dienst in Kärnten anzutreten. Gleichzeitig arbeiten wir intensiv daran, etwas gegen das strukturelle Problem des Tierärztemangels in der Landwirtschaft zu tun“, erläutert Gruber.
Kärnten setzt aber auch auf nachhaltige Maßnahmen. Ziel ist es, mehr junge, motivierte Kärntnerinnen und Kärntner für das Studium der Veterinärmedizin zu gewinnen. „Wir kümmern uns beispielsweise mit dem Vorbereitungskurs für die Aufnahmeprüfung an der Veterinärmedizinischen Universität gezielt um die Förderung des tierärztlichen Nachwuchses aus Kärnten“, berichtet der LK-Präsident. Zusätzlich hat sich das Land Kärnten gewidmete Studienplätze an der Vet-Med in Wien gesichert, um den Bedarf an Nutztierärzten im ländlichen Raum abdecken zu können. „Kurzfristig sind wir froh und dankbar, dass sich engagierte Tierärzte aus Drittstaaten bereiterklären, ihren Dienst in Kärnten anzutreten. Gleichzeitig arbeiten wir intensiv daran, etwas gegen das strukturelle Problem des Tierärztemangels in der Landwirtschaft zu tun“, erläutert Gruber.
Initiative gegen Tierärztemangel
Zur Sicherstellung der tierärztlichen Versorgung werden gezielte Maßnahmen gesetzt:
Hinweis: Es erfolgt keine finanzielle Unterstützung durch das Land Kärnten oder die Landwirtschaftskammer Kärnten.
- Vorbereitungskurs: Angebot eines Vorbereitungskurses über das LFI Kärnten für die Aufnahmeprüfung an der Veterinärmedizinischen Universität Wien
- Gewidmete Studienplätze: Seit 2025 stehen zwei gesicherte Studienplätze an der Veterinärmedizinischen Universität für Kärnten zur Verfügung.
- Anwerben von Tierärztinnen und Tierärzten aus Drittstaaten: Unterstützung durch das Land Kärnten und die Landwirtschaftskammer Kärnten bei:
- Definition von Mangelregionen (z. B. Lesachtal)
- Auswahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber (fachliche Qualifikation, Deutschkenntnisse) in Abstimmung mit einer Agentur
- vor Ort (Wohnung, Praxis) sowie Begleitung bei bürokratischen und organisatorischen Fragen
Hinweis: Es erfolgt keine finanzielle Unterstützung durch das Land Kärnten oder die Landwirtschaftskammer Kärnten.