Neophyten: Wenn fremde Pflanzen zum Problem werden
Wer mit offenen Augen unterwegs ist, begegnet Neophyten inzwischen fast überall. Sei es der Japanische Staudenknöterich, der entlang von Bahnstrecken, Ackerrändern oder im Wald über Wurzelausläufer neue Territorien erobert, oder der Götterbaum, der in Parkanlagen bei genauerem Betrachten aus Beeten und Asphaltrissen sprießt - Neophyten sind zu einem Alltagsphänomen und in vielen Bereichen, etwa der Land- und Forstwirtschaft, zu einem Alltagsproblem geworden.
Neobiota, "neue Lebewesen", umfassen unterschiedliche Arten, die seit der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 direkt oder indirekt durch den Menschen in Regionen gelangt sind, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren. Darunter fallen die bereits genannten Neophyten (Pflanzen, Algen, Moose), Neozoen (Tiere) und Neomyceten (Pilze und Mikroorganismen). In der Europäischen Union zählt man rund 12.000 gebietsfremde Arten, von denen etwa 10 - 15% als invasiv eingestuft werden. Nur ein kleiner Teil der gebietsfremden Arten ist invasiv und bereitet tatsächlich Sorgen. Diese Arten breiten sich besonders stark aus, verdrängen heimische Pflanzen oder verursachen wirtschaftliche Schäden - sie werden als invasive Arten bezeichnet.
Mit der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 hat die EU eine Grundlage für den Umgang mit invasiven Neobiota und deren Einstufung in Form einer sogenannten "Unionsliste" geschaffen. Diese Liste wird laufend aktualisiert und erweitert. Einige der darin geführten Arten sind in Österreich bereits etabliert (Götterbaum, Staudenknöterich), andere kommen hier bisher nicht vor. Für gelistete Arten sind die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, Ausbreitung und Neubesiedlung so weit wie möglich zu verhindern und geeignete Bekämpfungsmaßnahmen zu setzen.
Doch nicht jede gebietsfremde Art ist automatisch invasiv. Viele der wirtschaftlich bedeutendsten Nutzpflanzen - etwa Mais aus Mexiko, Soja aus Ostasien sowie Kartoffel und Tomate aus Mittel- und Südamerika - sind Neophyten. Ebenso stammen zahlreiche beliebte Gartenpflanzen aus anderen Teilen der Welt, gelten in Österreich aber derzeit nicht als invasive Problempflanzen (z.B. Rosen, Tulpen).
Neobiota, "neue Lebewesen", umfassen unterschiedliche Arten, die seit der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 direkt oder indirekt durch den Menschen in Regionen gelangt sind, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren. Darunter fallen die bereits genannten Neophyten (Pflanzen, Algen, Moose), Neozoen (Tiere) und Neomyceten (Pilze und Mikroorganismen). In der Europäischen Union zählt man rund 12.000 gebietsfremde Arten, von denen etwa 10 - 15% als invasiv eingestuft werden. Nur ein kleiner Teil der gebietsfremden Arten ist invasiv und bereitet tatsächlich Sorgen. Diese Arten breiten sich besonders stark aus, verdrängen heimische Pflanzen oder verursachen wirtschaftliche Schäden - sie werden als invasive Arten bezeichnet.
Mit der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 hat die EU eine Grundlage für den Umgang mit invasiven Neobiota und deren Einstufung in Form einer sogenannten "Unionsliste" geschaffen. Diese Liste wird laufend aktualisiert und erweitert. Einige der darin geführten Arten sind in Österreich bereits etabliert (Götterbaum, Staudenknöterich), andere kommen hier bisher nicht vor. Für gelistete Arten sind die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, Ausbreitung und Neubesiedlung so weit wie möglich zu verhindern und geeignete Bekämpfungsmaßnahmen zu setzen.
Doch nicht jede gebietsfremde Art ist automatisch invasiv. Viele der wirtschaftlich bedeutendsten Nutzpflanzen - etwa Mais aus Mexiko, Soja aus Ostasien sowie Kartoffel und Tomate aus Mittel- und Südamerika - sind Neophyten. Ebenso stammen zahlreiche beliebte Gartenpflanzen aus anderen Teilen der Welt, gelten in Österreich aber derzeit nicht als invasive Problempflanzen (z.B. Rosen, Tulpen).
Was macht eine Art überhaupt invasiv?
- Hohe Anpassungsfähigkeit: Sie kann unterschiedliche Umweltbedingungen (z.B. Klima, Boden) tolerieren und vorhandene Ressourcen sehr effizient nutzen.
- Fehlende Fraßfeinde und Krankheitserreger: Im neuen Lebensraum fehlen spezialisierte Feinde, die ihren Bestand regulieren würden.
- Enormes Vermehrungspotenzial: Sehr hohe Samenproduktion oder starke vegetative Vermehrung (z.B. über Rhizome oder Wurzelausläufer).
- Intensive Ausbreitungswege: Verbreitung über Wasser, Verkehrsinfrastruktur, Bodenbewegungen oder verunreinigtes Saat- und Erntegut.
- Toxizität oder andere negative Eigenschaften: giftige Inhaltsstoffe, starke Allergene oder die Fähigkeit, heimische Arten durch chemische Stoffe zusätzlich zu verdrängen.