Nachhaltige Bewirtschaftung und Erhalt der Bodenfruchtbarkeit im Erwerbsobstbau
Bodenstruktur erhalten, Verdichtungen vermeiden
Verdichtungen entstehen im Erwerbsobstbau nicht unbedingt durch das häufige Befahren, vielmehr durch zu hohes Maschinengewicht, ungünstige Bereifung bzw. hohen Reifendruck und durch das Befahren bei nicht tragfähigen Bodenbedingungen. Besonders während der Ernte ist bei feuchter Witterung ein sehr gutes Management erforderlich. Ein durch sorgfältige Pflege qualitativ hochwertiger Mulchrasen, sowie aktives Bodenleben steigert die Belastbarkeit des Bodens erheblich. Leider haben bereits einzelne Fehler langfristige Folgen. Stark verdichtete Böden können sich von selbst kaum regenerieren.
Bei Neupflanzungen Problemzonen beheben und Fehler vermeiden
Vor Neupflanzungen sollten Verdichtungen im gesamten Wurzelraum geprüft und bei Bedarf durch eine geeignete Tiefenlockerung (nur bei ausreichend trockenen Böden) aufgebrochen werden. Wird die Fläche vor der Pflanzung vollständig umgebrochen, ist eine rasche Stabilisierung der Bodenstruktur durch Lebendverbauung anzustreben. Während Pflanzarbeiten und auch bei der Gerüsterstellung ist besondere Sorgfalt erforderlich, da die meist noch unbewachsene Fläche sehr verdichtungsempfindlich ist.
Wasserspeicherfähigkeit und Humuserhalt
Da organische Dünger in Erwerbsobstbaubetrieben meist kaum verfügbar sind, kommt der richtigen Bewirtschaftung besondere Bedeutung zu. Ziel ist es, vorhandene organische Substanz zu stabilisieren und den natürlichen Abbau auszugleichen.
Diesbezüglich kommt wieder der konsequenten Mulchrasenpflege eine besondere Bedeutung zu. Durch Förderung des Grasaufwuchs wird automatisch mehr organische Masse in Umlauf gebracht und das Bodenleben gefördert. Den ersten Schnitt im Frühjahr wird man nicht zu früh machen, um die Etablierung der Wurzeln nach dem Winter zu fördern, danach folgen meist kurze Mulchintervalle um einen dichten Rasen zu fördern. Ab dem Sommer erscheinen wieder längere Intervalle vorteilhaft.
Durch teilweise Ablage des Mulchschnitts auf den Baumstreifen, kann auch in diesem kritischen Bereich die Bodenfruchtbarkeit gefördert werden. Auch die flächige Bewässerung kann in heißen, trockenen Phasen von Bedeutung sein.
Diesbezüglich kommt wieder der konsequenten Mulchrasenpflege eine besondere Bedeutung zu. Durch Förderung des Grasaufwuchs wird automatisch mehr organische Masse in Umlauf gebracht und das Bodenleben gefördert. Den ersten Schnitt im Frühjahr wird man nicht zu früh machen, um die Etablierung der Wurzeln nach dem Winter zu fördern, danach folgen meist kurze Mulchintervalle um einen dichten Rasen zu fördern. Ab dem Sommer erscheinen wieder längere Intervalle vorteilhaft.
Durch teilweise Ablage des Mulchschnitts auf den Baumstreifen, kann auch in diesem kritischen Bereich die Bodenfruchtbarkeit gefördert werden. Auch die flächige Bewässerung kann in heißen, trockenen Phasen von Bedeutung sein.
Erosionsvermeidung in Hanglagen
In geneigten Anlagen ist der Schutz der Bodenoberfläche entscheidend. Offene, feinkrümelige Böden sind stark erosionsgefährdet. Bearbeitungsmaßnahmen im Baumstreifen sollten daher nicht zu intensiv (Zerstörung der Aggregatstabilität und vom gesamten Bewuchs) erfolgen und zeitlich sorgfältig geplant werden, um Phasen erhöhter Erosionsgefahr zu meiden.
Unabhängig davon, ob die Baumstreifenpflege mechanisch oder mittels Herbiziden erfolgt, ist die gezielte Förderung von Humusgehalt und Bodenleben ein wesentlicher Beitrag zur Stabilisierung der Bodenstruktur.
Geeignete Maßnahmen wären insbesondere der Einsatz langsam wirkender organischer Dünger auf den Baumstreifen, das Ablegen von Mulchschnitt in den Baumstreifen, der Schutz vor Austrocknung sowie die frühzeitige Beseitigung von Erosionsrinnen.
Unabhängig davon, ob die Baumstreifenpflege mechanisch oder mittels Herbiziden erfolgt, ist die gezielte Förderung von Humusgehalt und Bodenleben ein wesentlicher Beitrag zur Stabilisierung der Bodenstruktur.
Geeignete Maßnahmen wären insbesondere der Einsatz langsam wirkender organischer Dünger auf den Baumstreifen, das Ablegen von Mulchschnitt in den Baumstreifen, der Schutz vor Austrocknung sowie die frühzeitige Beseitigung von Erosionsrinnen.
Mineralische Düngung vorteilhaft einsetzen
Da im Erwerbsobstbau die Nährstoffversorgung überwiegend mineralisch erfolgt, ist eine exakte, bedarfsgerechte Düngung wichtig. Stickstoffgaben sollten auf mehrere Termine verteilt und an das Wachstum angepasst werden, dabei kann die Bodendüngung mit Blattdüngung ergänzt werden. Der Stickstoffbedarf kann gut vom Wachstum und dem Ertrag abgeleitet werden.
Phosphor und Kalium und Kalk sind vorrangig erhaltungsorientiert zu düngen. Grundlage für die Mengenbemessung sind regelmäßige Bodenanalysen. Sowohl Überversorgungen wie auch Ungleichgewichte sind für die Nährstoffverfügbarkeit nachteilig. Zusätzlich ist zu beachten, dass Kalk eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Bodenstruktur spielt.
Phosphor und Kalium und Kalk sind vorrangig erhaltungsorientiert zu düngen. Grundlage für die Mengenbemessung sind regelmäßige Bodenanalysen. Sowohl Überversorgungen wie auch Ungleichgewichte sind für die Nährstoffverfügbarkeit nachteilig. Zusätzlich ist zu beachten, dass Kalk eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Bodenstruktur spielt.
Vorbereitung von Neupflanzungen und Umgang mit Bodenmüdigkeit
Vor Neupflanzungen ist dem Bodenzustand besondere Aufmerksamkeit zu widmen und bei Bedarf wirksame Verbesserungsmaßnahmen durchzuführen.
Im Nachbau kommt leider unvermeidlich die Bodenmüdigkeit zu tragen, die jedoch durch sorgfältige Vorbereitungsmaßnahmen, vitalem Pflanzmaterial und konsequenter Pflege der Neuanlage deutlich reduziert werden kann.
Alternativ kann auch durch eine längere Bodengesundungsphase oder dem Versetzen der Baumreihe das Problem gelöst werden.
Im Nachbau kommt leider unvermeidlich die Bodenmüdigkeit zu tragen, die jedoch durch sorgfältige Vorbereitungsmaßnahmen, vitalem Pflanzmaterial und konsequenter Pflege der Neuanlage deutlich reduziert werden kann.
Alternativ kann auch durch eine längere Bodengesundungsphase oder dem Versetzen der Baumreihe das Problem gelöst werden.
Fazit
Nachhaltige Bodenbewirtschaftung im Erwerbsobstbau basiert weniger auf externen Inputs sondern vielmehr auf ein bodenschonendes Bewirtschaftungsmanagement. Durch schonendes Befahren, gute Mulchrasenpflege, gezielter Humuserhalt, Erosionsmanagement und sorgfältige Vorbereitung von Neupflanzungen lassen sich Bodenfruchtbarkeit, Wasserspeicherfähigkeit und Ertragsstabilität langfristig sichern.