Ktn. Marktbericht der 3. Woche
Mastschweine:
Der EU-Schweinemarkt ist nach dem Jahreswechsel mit dem üblichen Rückstau an Schweinen konfrontiert. In Deutschland wird von gut 500.000 Schweinen, also vier vollen Arbeitstagen, in Dänemark von gut 250.000 Schweinen, also fünf vollen Arbeitstagen, berichtet. Wie schnell diese abgearbeitet werden können hängt ganz wesentlich vom Absatz von Schweinefleisch ab, somit vom Interesse der Schlachtunternehmen die Schlachtzahlen wieder hoch zu fahren. Zum "alten" bis über den Jahreswechsel geltenden Preisniveau waren die deutschen Schlachtunternehmen dazu nicht bereit. Zu deutlich lag das deutsche Preisniveau, das seit dem ASP-Ausbruch in Spanien noch keine Reduktion erfahren hat, über jenem der Mitbewerber am europäischen Markt, um noch konkurrenzfähig zu sein. Der Druck der Schlachthöfe auf die deutsche Notierung und damit die VEZG war entsprechend groß. Der Fokus liegt aktuell darauf, den Rückstau an Schweinen möglichst schnell abzubauen, weshalb die VEZG schlussendlich den Forderungen weitgehend nachgab und die Notierung mit -15 Cent sehr deutlich auf 1,45 Euro/kg senkte. Wie üblich, zieht dies auch die Notierungen in den Nachbarländern mit nach unten (Belgien: -14 Cent, Holland: -12 Cent). Das "Sorgenkind" Nummer 1 am EU-Schweinemarkt, Spanien, begnügt sich derweil mit -5 Cent, da man sich mit 1,25 Euro/kg aktuell als ausreichend wettbewerbsfähig im europäischen Fleischhandel sieht. Auch am heimischen Markt warten jede Menge Schweine auf die Abholung zur Schlachtung, berichtet diese Woche die Schweinebörse. Um den Abfluss an Schweinen zu sichern, musste der Forderung der Schlachtbranche nachgekommen und im Gleichschritt mit Deutschland die Notierung um 15 Cent zurückgenommen werden.
Mastschweinepreise vom 8. bis 14. Jänner
| Klasse | MFA% | €/kg netto |
| R | 49 | 1,17 |
| U | 50 | 1,18 |
| U | 51 | 1,20 |
| U | 52 | 1,23 |
| U | 53 | 1,26 |
| U | 54 | 1,30 |
| E | 55 | 1,34 |
| E | 56 | 1,39 |
| E | 57 | 1,44 |
| E | 58 | 1,48 |
| E | 59 | 1,52 |
| S | 60 | 1,55 |
| S | 61 | 1,58 |
| S | 62 | 1,60 |
| S | 63 | 1,61 |
Ferkel:
Verzögerungen bei der Abholung der Mastschweine und ein neuerlicher drastischer Absturz bei den Schweinepreisen haben die Nachfrage nach Ferkeln einbrechen lassen. Um den Absatz wieder in Schwung zu bringen, sah man sich in allen Ländern im Norden der EU gezwungen, die Ferkelpreise zu senken. Deutschland -5 Euro/Ferkel, Dänemark -4 Euro/Ferkel, Holland und Belgien jeweils -3 Euro/Ferkel, so die Bilanz der Woche. Auch am heimischen Markt kann dieser Entwicklung nicht ausgewichen werden, heißt es vom VLV. Der Grundpreis für Ferkel (bis 25 kg) beträgt vom 12. Jänner bis zum 18. Jänner 2026 2,08 Euro/kg (- 20 Cent zur Vorwoche). Für ÖHYB-Ferkel gilt zusätzlich ein Zuschlag von 0,22 Euro/kg. Der Übergewichtspreis pro kg (25 - 31 kg) beträgt 1,30 Euro/kg. Der Fortuna-Jungsauenpreis beträgt 305 Euro/Tier (- 20 Euro zur Vorwoche).
Schweinepreise vom 12. bis 18. Jänner 2026
| SCHWEINE | lebend | geschlachtet | ||
| Preis | €-von | €-bis | €-von | €-bis |
| Fleischschweine | 1,04 | 1,29 | 1,30 | 1,61 |
| Sauen | 0,52 | 0,58 | 0,65 | 0,72 |
Alle angeführten Preise sind Nettopreise ab Hof ohne MwSt. und ergeben
sich aus der Entwicklung des Marktgeschehens in Kärnten.