Ktn. Marktbericht der 21. Woche
EU-Rindermarkt:
Nach dem deutlichen Preisrückgang in der Vorwoche hat sich der Markt im Norden Deutschlands stabilisiert. Einer mittleren bis ruhigen Nachfrage steht ein begrenztes Angebot an Stieren gegenüber. Schlachtkühe werden normal nachgefragt, berichtet die VEZG. Von Entspannung, insbesondere bei den Schlachtstieren, spricht in Bayern hingegen noch niemand. Die Schlachtzahlen bei den Stieren liegen dort nach wie vor gut 10 Prozent über Vorjahresniveau und das bei stabil hohen Schlachtgewichten (rund 10 kg schwerer als im Vorjahr). Die Mäster haben somit nach wie vor Verkaufsdruck, während die Schlachter wenig Kaufanreiz haben.
Stiere und Ochsen:
Die Notwendigkeit große Mengen über den Export vermarkten zu müssen ist in der gegenwärtigen Marktlage eine erhebliche Belastung für den heimischen Stiermarkt. Letztes Jahr zu dieser Zeit war die genau gegenteilige Situation gegeben, da haben die hohen Erlöse im Export das heimische Preisniveau nach oben gezogen, jetzt ziehen die niedrigen Exporterlöse das heimische Preisniveau nach unten. Die Preise mussten abermals kräftig gekürzt werden.
Kühe und Kalbinnen:
Im Zuge der anhaltend schwierigen Absatzlage bei Rindfleisch mussten auch die Preise für weibliche Schlachtrinder am heimischen Markt neuerlich zurückgenommen werden.
Rinderpreise vom 18. bis 24. Mai 2026
| RINDER | lebend | geschlachtet | ||
| R bis U/FKL 2 u.3 | ||||
| Preis | €-von | €-bis | €-von | €-bis |
| Ochsen | 3,12 | 3,21 | 5,77 | 5,84 |
| Stiere* | 3,12 | 3,21 | 5,77 | 5,84 |
| Kalbinnen | 2,98 | 3,09 | 5,73 | 5,83 |
| Kühe | 2,21 | 2,66 | 4,80 | 5,11 |
| Schlachtkälber | 4,99 | 5,37 | 8,75 | 8,95 |
Alle angeführten Preise sind Nettopreise ab Hof ohne MwSt. und ergeben
sich aus der Entwicklung des Marktgeschehens in Kärnten.
*AMA - Gütesiegelzuschlag unter 20 Monate 15 Cent/kg