Kommentar: Mehrwertsteuer runter, und der Preis dafür?
Mir läuft noch immer ein kalter Schauer über den Rücken, wenn ich an die Schlagzeile auf der Titelseite der größten österreichischen Tageszeitung denke: „Endlich werden Lebensmittel billiger.“ Auf der ersten Doppelseite wird die Halbierung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel mit stolzen 30,34 Euro Ersparnis pro Jahr beziffert. Bei Milch sind es genau 6,24 Euro – bei einem durchschnittlichen Konsum von 78 l jährlich.
Das könnte uns Bäuerinnen und Bauern egal sein. Ist es aber nicht. Das Zeitungsbeispiel rechnet vor: alter Preis 1,79 Euro, neuer Preis 1,71 Euro. Wer hat diesen Preis jemals im Supermarkt gesehen? Realistisch ist der Erwartungsdruck auf 1,69 Euro. Zwei Cent weniger – verteilt entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Und schon steht der Erzeugermilchpreis unter Druck.
Was bei Milch passiert, lässt sich auf viele bäuerliche Grundnahrungsmittel umlegen. Besonders brisant wird es, wenn man bedenkt, dass pauschalierte Landwirte ihre Produkte mit 13 % Mehrwertsteuer verkaufen, am Ende aber nur 5 % beim Konsumenten ankommen sollen. Diese „tolle Maßnahme“ birgt erhebliche Risiken – vor allem dann, wenn sie nicht temporär, sondern dauerhaft gilt.
Das könnte uns Bäuerinnen und Bauern egal sein. Ist es aber nicht. Das Zeitungsbeispiel rechnet vor: alter Preis 1,79 Euro, neuer Preis 1,71 Euro. Wer hat diesen Preis jemals im Supermarkt gesehen? Realistisch ist der Erwartungsdruck auf 1,69 Euro. Zwei Cent weniger – verteilt entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Und schon steht der Erzeugermilchpreis unter Druck.
Was bei Milch passiert, lässt sich auf viele bäuerliche Grundnahrungsmittel umlegen. Besonders brisant wird es, wenn man bedenkt, dass pauschalierte Landwirte ihre Produkte mit 13 % Mehrwertsteuer verkaufen, am Ende aber nur 5 % beim Konsumenten ankommen sollen. Diese „tolle Maßnahme“ birgt erhebliche Risiken – vor allem dann, wenn sie nicht temporär, sondern dauerhaft gilt.