Kommentar: Helden im Rauch
Der verheerende Waldbrand im Lesachtal, laut bisherigen Aufzeichnungen der größte Brand Kärntens, hat 110 ha wertvolle Waldfläche zerstört und zahlreiche bäuerliche Existenzen im Tal massiv bedroht. Über eine Woche kämpften rund 2000 Feuerwehrleute unermüdlich, Tag und Nacht, gegen die Flammen. Ihr Einsatz verdient höchsten Respekt und aufrichtigen Dank. Doch gerade dieses Ereignis zeigt auch eine Schieflage auf, über die offen gesprochen werden muss: Jeder zehnte Feuerwehrmann in Kärnten ist Vollerwerbsbauer. Während Arbeitgeber aus dem Katastrophenfonds mit 200 Euro pro Person und Tag entschädigt werden, wenn sie Arbeitnehmer für Einsätze freistellen, geht der Bauer leer aus. Oft ist es gerade der Landwirt vor Ort, ohne Anfahrtszeit und als Erster an der Brandstelle. Er opfert seine Arbeitszeit, trägt Verantwortung am Hof und leistet gleichzeitig ehrenamtlich Übermenschliches für die Allgemeinheit. Diese Ungleichbehandlung braucht dringend eine faire Lösung. Wer als Bauer Leib, Zeit und Betrieb für den Schutz unserer Heimat einsetzt, verdient nicht nur Dank, sondern auch dieselbe Anerkennung und finanzielle Unterstützung.
Links zum Thema
- Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern, SJK
- Astrid Brunner, LK-Vizepräsidentin und Landesbäuerin
- KR Andrea Weiß, Kärntner Bauernbund
- Gerhard Neunegger, Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft
- KR Marcel Wernisch, Kärntner Bauernbund
- KR Alfred Andrej, Kärntner Bauernbund
- KR Thomas Rinner, Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft
- KR Franz Baumgartner, Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern – Skupnost južnokoroških kmetic in kmetov, SJK
- KR Erich Pachler, Kärntner Bauernbund
- KR Claudia Sucher, Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft
- KR Konrad Kogler, Kärntner Bauernbund
- KR Hansjörg Winkler, Kärntner Bauernbund