Kommentar: Brücken gebaut – Wege noch offen
Nach 15 Jahren an der Spitze unseres Landes ist Peter Kaiser abgetreten. Seine Amtszeit verdient eine klare Würdigung: Er hat wie kaum ein anderer den Dialog zwischen den Volksgruppen gestärkt und damit wesentlich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Kärnten beigetragen. Diese Politik der Offenheit war auch für die Landwirtschaft von großer Bedeutung. Kaiser suchte stets den Ausgleich – zwischen sozialen Partnern, zwischen Stadt und Land sowie innerhalb der bäuerlichen Gemeinschaft. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für ein respektvolles Miteinander der Sprachen und Kulturen und die Vertiefung der Beziehungen zu Slowenien. Umso deutlicher zeigt sich ein Widerspruch: Während auf Landesebene Brücken gebaut wurden, blieb die Öffnung in Teilen der Landwirtschaftskammer zurück. Gerade gegenüber der slowenischen Volksgruppe blieben weiterhin Widerstände. Mit dem neuen Bildungshaus in Krastowitz eröffnen sich Chancen für mehr gelebte Offenheit und mehr Zukunftsorientierung. Der neue LH Daniel Fellner hat erste Signale gesetzt. Entscheidend wird sein, ob er auch bestehende Strukturen bewegen kann. Die Bilanz: Kaiser hat Vertrauen geschaffen und Wege geöffnet. Diese weiterzugehen ist unsere gemeinsame Aufgabe – speziell auch in der Landwirtschaftskammer!
Veliko mostov smo v zadnjih letih postavili – poti do mostov pa predvsem v zbornici ne najdejo vsi.
Veliko mostov smo v zadnjih letih postavili – poti do mostov pa predvsem v zbornici ne najdejo vsi.
LK-Präsident Siegfried Huber antwortet
Miteinander im Vordergrund
Als Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten nehme ich Kritik ernst, insbesondere, wenn sie sachlich begründet ist. Die Vorwürfe von KR Stefan Domej sind für mich jedoch nicht nachvollziehbar. Wir haben mit LH Peter Kaiser vieles vereinbart und erreicht, was ich mir nicht schlechtreden lasse. Die LK Kärnten hat sich in den letzten Jahren jedenfalls in vielerlei Hinsicht geöffnet. Mit der – freiwilligen – Einrichtung einer Beratungsstelle für slowenischsprachige Bäuerinnen und Bauern wurde beispielsweise ein Meilenstein gesetzt. Gerade in dieser Funktionsperiode fiel keine strategische Entscheidung in der LK Kärnten, ohne dass sämtliche Fraktionen, damit auch jene der Kärntner Bäuerinnen und Bauern SJK, umfassend eingebunden waren. Ein Musterbeispiel dafür ist die Neugestaltung des Bildungshauses Schloss Krastowitz, mit dem sich viele neue Chancen eröffnen. Diese könnte auch die KIS, die Bildungsorganisation der slowenischen Volksgruppe in Kärnten, nutzen. Warum sollte man nicht gemeinsam über eine Verlegung ihres Standorts nach Krastowitz diskutieren? In jedem Fall ist die Situation der Bäuerinnen und Bauern in Kärnten zu ernst, um sich in politischen Streitigkeiten zu verlieren. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, zum Wohle ALLER Bäuerinnen und Bauern in Kärnten – ungeachtet der Volksgruppenzugehörigkeit – zu arbeiten. In diesem Sinne werden wir auch in Zukunft Brücken bauen.
Als Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten nehme ich Kritik ernst, insbesondere, wenn sie sachlich begründet ist. Die Vorwürfe von KR Stefan Domej sind für mich jedoch nicht nachvollziehbar. Wir haben mit LH Peter Kaiser vieles vereinbart und erreicht, was ich mir nicht schlechtreden lasse. Die LK Kärnten hat sich in den letzten Jahren jedenfalls in vielerlei Hinsicht geöffnet. Mit der – freiwilligen – Einrichtung einer Beratungsstelle für slowenischsprachige Bäuerinnen und Bauern wurde beispielsweise ein Meilenstein gesetzt. Gerade in dieser Funktionsperiode fiel keine strategische Entscheidung in der LK Kärnten, ohne dass sämtliche Fraktionen, damit auch jene der Kärntner Bäuerinnen und Bauern SJK, umfassend eingebunden waren. Ein Musterbeispiel dafür ist die Neugestaltung des Bildungshauses Schloss Krastowitz, mit dem sich viele neue Chancen eröffnen. Diese könnte auch die KIS, die Bildungsorganisation der slowenischen Volksgruppe in Kärnten, nutzen. Warum sollte man nicht gemeinsam über eine Verlegung ihres Standorts nach Krastowitz diskutieren? In jedem Fall ist die Situation der Bäuerinnen und Bauern in Kärnten zu ernst, um sich in politischen Streitigkeiten zu verlieren. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, zum Wohle ALLER Bäuerinnen und Bauern in Kärnten – ungeachtet der Volksgruppenzugehörigkeit – zu arbeiten. In diesem Sinne werden wir auch in Zukunft Brücken bauen.