Knackige Erträge, starke Wurzeln
Nüsse boomen. Ob als Snack, in Backwaren, Müslis, Pflanzenmilch oder hochwertigen Ölen - sie sind gefragt wie nie. In Österreich liegt der Konsum pro Kopf bei rund 5 kg/Jahr und der Trend zeigt weiter nach oben. Gleichzeitig ist die heimische Produktion noch gering: Über 90% der Nüsse stammen aus Importen, vor allem aus der Türkei, Kalifornien, China und Südeuropa. Für die Landwirtschaft bedeutet das:
Der Markt ist da - gleichzeitig hinkt die heimische Produktion hinterher. Genau darin liegt eine große Chance.
Warum Nüsse für Betriebe attraktiv sind
n Hohe Nachfrage, wenig Konkurrenz:
Gesunde Ernährung, pflanzliche Alternativen und Regionalität gewinnen weiter an Bedeutung. Nüsse passen zu all diesen Trends: Sie sind nährstoffreich, lange haltbar und vielseitig zu verarbeiten. Der geringe Selbstversorgungsgrad zeigt: Heimische Produzentinnen und Produzenten können eine Lücke schließen, die derzeit internationale Anbieter füllen. Besonders Wal- und Haselnüsse, aber zunehmend auch Mandeln, haben Potenzial.
n Starke Wertschöpfung:
Nüsse eignen sich hervorragend für Direktvermarktung und Veredelung: Mus, Öle, Mehle, Snacks, Backzutaten, Pürees oder Spezialitäten. Diese Produkte erzielen hohe Preise und lassen sich gut in bestehende Vermarktungsformen integrieren. Viele dieser Verarbeitungsschritte können am Betrieb durchgeführt werden.
n Langfristige, stabile Kultur:
Nussbäume sind robust, brauchen im Vergleich zu anderen Dauerkulturen weniger Pflanzenschutz und liefern über viele Jahrzehnte Erträge. Sie passen ideal in Agroforstsysteme und stärken die ökologische Resilienz des Betriebs.
Gesunde Ernährung, pflanzliche Alternativen und Regionalität gewinnen weiter an Bedeutung. Nüsse passen zu all diesen Trends: Sie sind nährstoffreich, lange haltbar und vielseitig zu verarbeiten. Der geringe Selbstversorgungsgrad zeigt: Heimische Produzentinnen und Produzenten können eine Lücke schließen, die derzeit internationale Anbieter füllen. Besonders Wal- und Haselnüsse, aber zunehmend auch Mandeln, haben Potenzial.
n Starke Wertschöpfung:
Nüsse eignen sich hervorragend für Direktvermarktung und Veredelung: Mus, Öle, Mehle, Snacks, Backzutaten, Pürees oder Spezialitäten. Diese Produkte erzielen hohe Preise und lassen sich gut in bestehende Vermarktungsformen integrieren. Viele dieser Verarbeitungsschritte können am Betrieb durchgeführt werden.
n Langfristige, stabile Kultur:
Nussbäume sind robust, brauchen im Vergleich zu anderen Dauerkulturen weniger Pflanzenschutz und liefern über viele Jahrzehnte Erträge. Sie passen ideal in Agroforstsysteme und stärken die ökologische Resilienz des Betriebs.
Was es beim Nussanbau braucht
Geeignete Standorte:
n milde, sonnige, geschützte Lagen
n frostsichere Standorte, besonders bei Haselnuss und Mandel
n tiefgründige, nährstoffreiche Böden (v.a. Walnuss)
n sichere Wasserverfügbarkeit in trockenen Regionen
n gut geeignet sind Teile von Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Kärnten und Oberösterreich
Geduld und Planung: Nüsse sind ein langfristiges und stabiles Projekt. Erste Erträge gibt es nach drei bis fünf Jahren, im Vollertrag stehen die Bäume nach acht bis 15 Jahren.
Know-how zu Sorten, Lagerung und Verarbeitung.
Wichtig sind passende Sortenwahl (z.B. spätblühende Mandeln), richtige Trocknung und Schutz vor Oxidation. Verarbeitungstechnik lässt sich am Betrieb oder über Kooperationen organisieren.
Der Nussanbau verbindet wirtschaftliches Potenzial, Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung. Betriebe mit geeigneten Flächen und langfristiger Perspektive können hier eine zukunftsfähige Nische besetzen.
n milde, sonnige, geschützte Lagen
n frostsichere Standorte, besonders bei Haselnuss und Mandel
n tiefgründige, nährstoffreiche Böden (v.a. Walnuss)
n sichere Wasserverfügbarkeit in trockenen Regionen
n gut geeignet sind Teile von Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Kärnten und Oberösterreich
Geduld und Planung: Nüsse sind ein langfristiges und stabiles Projekt. Erste Erträge gibt es nach drei bis fünf Jahren, im Vollertrag stehen die Bäume nach acht bis 15 Jahren.
Know-how zu Sorten, Lagerung und Verarbeitung.
Wichtig sind passende Sortenwahl (z.B. spätblühende Mandeln), richtige Trocknung und Schutz vor Oxidation. Verarbeitungstechnik lässt sich am Betrieb oder über Kooperationen organisieren.
Der Nussanbau verbindet wirtschaftliches Potenzial, Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung. Betriebe mit geeigneten Flächen und langfristiger Perspektive können hier eine zukunftsfähige Nische besetzen.
Drei Betriebe zeigen, wie es geht
Beim Webinar “Ideenacker 19“ haben drei Betriebe über ihre Erfahrungen, die Chancen und die Risiken der landwirtschaftlichen Nussproduktion gesprochen. Wie sie mit Mandel, Haselnuss, Walnuss und Co. erfolgreich sind und welche Herausforderungen sie entlang des Weges gemeistert haben, kann man ab sofort in der
Aufzeichnung auf der Homepage unter www.meinhof-meinweg.at nachschauen!
Weitere Infos und Anmeldung: www.oe.lfi.at/ideenacker-20
Aufzeichnung auf der Homepage unter www.meinhof-meinweg.at nachschauen!
Weitere Infos und Anmeldung: www.oe.lfi.at/ideenacker-20
“Farm Up Talk“ von Anbau bis Vermarktung
Im “Farm Up Talk 14“ zum Thema Nussproduktion sprechen Beraterin Anna Kleinschuster und Landwirt Erich Hörtenhuber über den Anbau, die Ernte, die
Vermarktung und die Potenziale des Nussanbaus für die österreichische
Landwirtschaft. Hier kann man gleich reinhören und sich inspirieren lassen.
Links zum Thema
- Der erwerbsmäßige Anbau von Mandeln (Prunus dulcis) ist in Regionen mit mediterranem Klima verbreitet. In Österreich und Deutschland gibt es jedoch zunehmend Bestrebungen, Mandeln auch in geeigneten Klimazonen anzubauen. Mandeln sind sommergrüne Bäume, die in warmen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern gedeihen. Sie benötigen eine ausreichend lange Vegetationsperiode (März bis Oktober) mit Temperaturen zwischen 15°C und 30°C und sind empfindlich gegenüber Frost während der Blütezeit.
- Die Echte Walnuss (Juglans regia) ist ein langlebiger, sommergrüner Laubbaum, der bis 30 m hoch und über 150 Jahre alt werden kann - und wird sowohl als Schalenobst als auch für seine wertvollen Holzqualität geschätzt. Im traditionellen Erwerbsanbau wurde auf ein Pflanzsystem gesetzt mit einem Baumabstand von 10 × 10 m, das entspricht einer Menge von 100 Bäume pro Hektar. Im modernen Erwerbsanbau findet man neue Sorten und ein dichteres Pflanzsystem (Baumabstand von 5 x 8 m, bis 250 Bäume/ha).