Kärntner Kalb rosé-Produktion ausgeweitet
Schnitzel, Gulasch, Bratwurst und vieles mehr - Kalbfleisch findet in der österreichischen Küche vielfältige Verwendung. Der Inlandsverbrauch von Kalbfleisch wird aktuell zu 60% mit importiertem Kalbfleisch gedeckt. Das entspricht einer Menge von rund 62.000 Kälbern. Unverständlich, denn gleichzeitig müssen durchschnittlich rund 42.000 österreichische Kälber in andere Länder exportiert werden, weil sie im Inland keiner kostendeckenden Produktion zugeführt werden können. Im Jahr 2025, unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der hohen Milch- und Kälberpreise, sind die Exporte sogar wieder auf rund 55.000 Kälber angestiegen. Gerade dieser Kälberexport ist jedoch oft der Kritik ausgesetzt.
Josef Fradler, Obmann der BVG Kärntner Fleisch, schildert die Situation folgendermaßen: "Unser Ziel ist es, dass Kälber, die in Österreich geboren wurden, nicht exportiert werden müssen. Daher sind wir aktiv geworden und haben uns schon im Jahr 2019 die Frage gestellt: Wieso nicht die Kälber im eigenen Land mästen, die langen Transporte vermeiden und den heimischen Konsumentinnen und Konsumenten bestes heimisches Kalbfleisch anbieten? Aus dieser Fragestellung heraus haben wir ein Konzept entwickelt, das mittlerweile unter der Marke ‚Kalb rosé Austria’ auch sehr erfolgreich am Markt etabliert ist", berichtet Fradler.
Josef Fradler, Obmann der BVG Kärntner Fleisch, schildert die Situation folgendermaßen: "Unser Ziel ist es, dass Kälber, die in Österreich geboren wurden, nicht exportiert werden müssen. Daher sind wir aktiv geworden und haben uns schon im Jahr 2019 die Frage gestellt: Wieso nicht die Kälber im eigenen Land mästen, die langen Transporte vermeiden und den heimischen Konsumentinnen und Konsumenten bestes heimisches Kalbfleisch anbieten? Aus dieser Fragestellung heraus haben wir ein Konzept entwickelt, das mittlerweile unter der Marke ‚Kalb rosé Austria’ auch sehr erfolgreich am Markt etabliert ist", berichtet Fradler.
Wofür "Kalb rosé Austria" steht
Das Premiumprodukt "Kalb rosé Austria" steht für ressourcenschonende und regionale Kalbfleischproduktion mit Qualitätsgarantie. Es ist ein besonderes Projekt aus Verantwortung dem Tier gegenüber, steht für Regionalität und eine Zukunftsvision in der Landwirtschaft. Die Initiative bringt der Gastronomie neue Differenzierungsmöglichkeiten auf der Speisekarte sowie ein besonders hochwertiges kulinarisches Erlebnis für ihre Gäste. Durch das Projekt "Kalb rosé Austria" ist es außerdem gelungen, für die heimischen Rinderbauern einen Mehrerlös gegenüber der ausländischen Konkurrenz zu sichern und so mehr Wertschöpfung in die Betriebe zu bringen.
Um die Eigenversorgung mit heimischem Kalbfleisch weiter auszubauen, Kälberexporte zu vermeiden und mehr Wertschöpfung in die Betriebe zu bringen, unterstützt das Land Kärnten seit dem Jahr 2024 jene Betriebe, die nach dem Kalb rosé Austria-Standard mästen; dies durchaus mit einem beachtlichen Erfolg, denn die Produktionsleistung in den Kärntner Betrieben ist mittlerweile auf über 700 Tiere im Jahr angewachsen. Das entspricht einer Steigerung um mehr als 40%. "Der bisherige Erfolg ist auch ein Signal an die heimischen Produzenten, dass es gelingen kann, ausländisches Kalbfleisch in der Gastronomie zu verdrängen und einen guten Preis zu erzielen. Genau das will ich von Landesseite auch unterstützen", erklärt der zuständige Agrarreferent LHStv. Martin Gruber. Kalb rosé auszubauen bedeute nicht nur eine Reduktion von Transporten in Drittländer, sondern auch regionale Wertschöpfung, Einkommen und das Schließen einer Lücke in der Versorgung, betont der Agrarreferent.
Für LK-Präsident Siegfried Huber ging mit der Unterstützung für die Kalb rosé-Mast eine weitere Maßnahme aus dem LK-Zukunftsprozess in die Umsetzung: "Die Unterstützungsmaßnahme ist das zentrale Element der Kärntner Kalbfleischstrategie, die wir uns im Zukunftsprozess 2030 vorgenommen haben. Dass das Ziel, bis 2026 die Anzahl der in Kärnten gemästeten Kalb rosé-Kälber um 40% zu steigern, bereits erreicht ist, ist ein außerordentlich großer Erfolg." Huber möchte aber auch weiterhin noch viele Betriebe dazu ermutigen, an der Unterstützungsmaßnahme teilzunehmen: "Die Förderrichtlinien sind absolut praxistauglich. Unsere LK-Berater stehen Betrieben, die sich dafür interessieren, mit Rat und Tat zur Seite", erklärt Huber, der betont, dass mit dem Einstieg in die Kalb rosé-Produktion auch die Wertschöpfung am Hof gesteigert werden könne.
Um die Eigenversorgung mit heimischem Kalbfleisch weiter auszubauen, Kälberexporte zu vermeiden und mehr Wertschöpfung in die Betriebe zu bringen, unterstützt das Land Kärnten seit dem Jahr 2024 jene Betriebe, die nach dem Kalb rosé Austria-Standard mästen; dies durchaus mit einem beachtlichen Erfolg, denn die Produktionsleistung in den Kärntner Betrieben ist mittlerweile auf über 700 Tiere im Jahr angewachsen. Das entspricht einer Steigerung um mehr als 40%. "Der bisherige Erfolg ist auch ein Signal an die heimischen Produzenten, dass es gelingen kann, ausländisches Kalbfleisch in der Gastronomie zu verdrängen und einen guten Preis zu erzielen. Genau das will ich von Landesseite auch unterstützen", erklärt der zuständige Agrarreferent LHStv. Martin Gruber. Kalb rosé auszubauen bedeute nicht nur eine Reduktion von Transporten in Drittländer, sondern auch regionale Wertschöpfung, Einkommen und das Schließen einer Lücke in der Versorgung, betont der Agrarreferent.
Für LK-Präsident Siegfried Huber ging mit der Unterstützung für die Kalb rosé-Mast eine weitere Maßnahme aus dem LK-Zukunftsprozess in die Umsetzung: "Die Unterstützungsmaßnahme ist das zentrale Element der Kärntner Kalbfleischstrategie, die wir uns im Zukunftsprozess 2030 vorgenommen haben. Dass das Ziel, bis 2026 die Anzahl der in Kärnten gemästeten Kalb rosé-Kälber um 40% zu steigern, bereits erreicht ist, ist ein außerordentlich großer Erfolg." Huber möchte aber auch weiterhin noch viele Betriebe dazu ermutigen, an der Unterstützungsmaßnahme teilzunehmen: "Die Förderrichtlinien sind absolut praxistauglich. Unsere LK-Berater stehen Betrieben, die sich dafür interessieren, mit Rat und Tat zur Seite", erklärt Huber, der betont, dass mit dem Einstieg in die Kalb rosé-Produktion auch die Wertschöpfung am Hof gesteigert werden könne.
Kalbfleisch in Österreich
Projektstart: 2019
- Kalbfleischverbrauch: 13,8 Mio. kg/ Jahr
- Pro-Kopf-Verbrauch: über 1,5 kg jährlich
- Selbstversorgungsgrad: 46%
- Jährlicher Import: 8,2 Mio. kg (entspricht 68.000 Kälbern)
- Jährlicher Export: 5,1 Mio. kg (entspricht 42.000 Kälbern)
Projektstart: 2019
- Programmbetreiber: ARGE Rind eGen
- Kooperationspartner: ARGE Rind eGen, Astrokalb Fleischzerlege und Handels GmbH, AMA Marketing GesmbH
- Kälber geboren, gemästet und geschlachtet in Österreich
- Schlachtalter: sechs bis acht Monate
- Derzeitiger Produktionsumfang: 5.000 Kälber jährlich
- Aktueller Bedarf: bis zu 15.000 Kälber jährlich
"Kalb rosé hat sich von einem Pionierprojekt zu einer Erfolgsgeschichte für die Kärntner Rinderzüchter entwickelt. Kalb rosé steht für faire Preise und Wertschöpfung für unsere Produzenten, eine Reduktion von Transporten und damit für Tierschutz. Nicht zuletzt schließen wir damit auch eine Lücke in der Versorgung. Aus all diesen Gründen ist es mir ein Anliegen, dieses Programm weiter zu unterstützen und zu stärken," so LHStv. Martin Gruber.
"Kalb rosé zeigt, wie regionale Qualität und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können. Damit wird Betrieben ein neues Standbein eröffnet und die Versorgungssicherheit verbessert. Unsere Experten bieten einstiegsinteressierten Betrieben umfassend Unterstützung," so LK-Präsident Siegfried Huber.
"Wir sind durchaus ein wenig stolz darauf, dass die Kalb rosé-Mast in Kärnten für viele Betriebe zu einem zusätzlichen wirtschaftlichen Standbein wurde. Die BVG Kärntner Fleisch steht den Betrieben als Projektbetreiber und verlässlicher Partner zur Seite und unterstützt gerne all jene, die in die Kalb rosé-Mast einsteigen wollen," so BVG Kärntner Fleisch-Obmann Josef Fradler.