Holzeinschlag 2025: Rückgang bei Schadholz und Gesamtnutzung
Der Holzeinschlag betrug im Vorjahr österreichweit 19,6 Mio. Erntefestmeter (minus 2,4 % im Vergleich zum Jahr 2024). Der Anteil an Schadholz machte insgesamt 6,4 Mio. Erntefestmeter – also 32,63 % des Gesamteinschlags – aus. Das sind 42,1 % weniger als im Jahr davor. Hauptursache für Kalamitäten waren Borkenkäferschäden (46 %) gefolgt von Windwürfen mit 33 % und sonstigen Ursachen (21 %). Die Zeitreihe über die letzten Jahrzehnte zeigt, dass der Schadholzanfall weiterhin auf einem relativ hohen Niveau ist.
In Kärnten betrug der Gesamteinschlag 2,9 Mio. Erntefestmeter, das bedeutet ein Minus von 3,61 % gegenüber dem Vorjahr. Der Schadholzanteil betrug 33,4 % (979.387 Erntefestmeter), das bedeutet ein Minus von 47,6 %.
Einschlag nach Besitzkategorien in Kärnten
Mit einem Einschlag von 2,13 Mio. Efm bzw. mit einem Anteil von 72 % stellte der Kleinwald (<200 ha) die größte Erntemenge am Gesamteinschlag bereit und steigerte die Entnahme um 2,7 % verglichen zum Vorjahr. Der Großwald verringerte seine Nutzungsmenge um 13,7 % auf 723.011 Efm. Die ÖBF AG verzeichnete den höchsten Schadholzanteil von 47 %, entnahm aber im Vergleich zu 2024 mit –84.435 Efm um 37,4 % weniger.
Der Einschlag verteilte sich in Kärnten auf rund 1,89 Mio. Efm Sägerundholz (65 %), 570.119 Efm Industrierundholz (19 %) und 471.038 Efm Energieholz (16 %).
Der Vornutzungsanteil hat sich wieder auf 25,4 % erhöht. Verglichen mit 2024 wurden beim Nadelholz in der Vornutzung um 80,4 % und beim Laubholz um 79,5 % mehr geerntet.
Zwar hat sich der Schadholzanteil in Kärnten von 61,3 % auf 33,4 % verringert, der Klimawandel, die damit verbundene, zunehmende Unberechenbarkeit des Holzmarktes und das geringere Einkommen bleiben aber nach wie vor zentrale Herausforderungen.