Herbizidstrategie im Getreidebau: Frühes Handeln sichert Ertrag
Entscheidend sind vielmehr die aktuellen Witterungsbedingungen und vor allem das Entwicklungsstadium von Kultur und Unkraut. Die Erfahrung aus der Praxis zeigt: Wird zugewartet, bis Unkräuter deutlich sichtbar dominieren oder bereits in die Blüte gehen, steigt nicht nur der Bekämpfungsaufwand, sondern häufig ist das Ertragspotenzial zu diesem Zeitpunkt bereits beeinträchtigt. Gerade bis zur Blüte konkurrieren Unkräuter besonders stark um Wasser und Nährstoffe - Ressourcen, die das Getreide in dieser Phase dringend benötigt.
Die Strategie ist daher klar: Schadpflanzen frühzeitig erfassen und regulieren - nicht erst dann, wenn der Bestand sichtbar "überwachsen" ist.
Im Wintergetreide erfolgt die Hauptbehandlung idealerweise im frühen Frühjahr. Besonders bewährt haben sich Sulfonylharnstoffe wie Express SX, Harmony Extra SX oder Husar OD. Diese Wirkstoffe zeigen auch bei Temperaturen zwischen 1 und 5 °C sowie bei leichten Nachtfrösten bis etwa –3 °C noch eine ausreichende Wirkung.
Die höchste Effizienz wird bei kleinen (2- bis 4-Blattstadium), intensiv wachsenden Unkräutern erreicht. Spätestens mit Abschluss der Bestockung sollte die Hauptmaßnahme erfolgt sein. Spätere Eingriffe können Stressreaktionen im Bestand auslösen und unter ungünstigen Bedingungen Ertragsverluste nach sich ziehen.
Ab dem Zweiknotenstadium sollte das Getreide möglichst nicht mehr beeinträchtigt werden. Nachbehandlungen sind erst wieder ab einer Ährenlänge von rund 4 cm möglich - vorausgesetzt, das jeweilige Produkt ist dafür zugelassen. Zur Beurteilung empfiehlt es sich, einen Halm längs aufzuschneiden, um die tatsächliche Ährenentwicklung festzustellen.
Bei stärkerem Auftreten von Wurzelunkräutern oder Disteln kommen Wuchsstoffpräparate wie Pixxaro EC in Kombination mit Dicopur M in Betracht. Diese Kombination erfasst auch das Klettenlabkraut zuverlässig.
Wichtig ist die zeitliche Einordnung: Gegen einjährige Unkräuter sollte die Anwendung mit dieser Kombination spätestens bis zum Ende der Bestockung (BBCH 29) erfolgen. Maßnahmen gegen Wurzelunkräuter sind bis BBCH 45 (Blattscheide des Fahnenblattes geschwollen, Ähre wächst heran) möglich. Ein späterer Einsatz kann das vollständige Ährenschieben beeinträchtigen.
Die Strategie ist daher klar: Schadpflanzen frühzeitig erfassen und regulieren - nicht erst dann, wenn der Bestand sichtbar "überwachsen" ist.
Im Wintergetreide erfolgt die Hauptbehandlung idealerweise im frühen Frühjahr. Besonders bewährt haben sich Sulfonylharnstoffe wie Express SX, Harmony Extra SX oder Husar OD. Diese Wirkstoffe zeigen auch bei Temperaturen zwischen 1 und 5 °C sowie bei leichten Nachtfrösten bis etwa –3 °C noch eine ausreichende Wirkung.
Die höchste Effizienz wird bei kleinen (2- bis 4-Blattstadium), intensiv wachsenden Unkräutern erreicht. Spätestens mit Abschluss der Bestockung sollte die Hauptmaßnahme erfolgt sein. Spätere Eingriffe können Stressreaktionen im Bestand auslösen und unter ungünstigen Bedingungen Ertragsverluste nach sich ziehen.
Ab dem Zweiknotenstadium sollte das Getreide möglichst nicht mehr beeinträchtigt werden. Nachbehandlungen sind erst wieder ab einer Ährenlänge von rund 4 cm möglich - vorausgesetzt, das jeweilige Produkt ist dafür zugelassen. Zur Beurteilung empfiehlt es sich, einen Halm längs aufzuschneiden, um die tatsächliche Ährenentwicklung festzustellen.
Bei stärkerem Auftreten von Wurzelunkräutern oder Disteln kommen Wuchsstoffpräparate wie Pixxaro EC in Kombination mit Dicopur M in Betracht. Diese Kombination erfasst auch das Klettenlabkraut zuverlässig.
Wichtig ist die zeitliche Einordnung: Gegen einjährige Unkräuter sollte die Anwendung mit dieser Kombination spätestens bis zum Ende der Bestockung (BBCH 29) erfolgen. Maßnahmen gegen Wurzelunkräuter sind bis BBCH 45 (Blattscheide des Fahnenblattes geschwollen, Ähre wächst heran) möglich. Ein späterer Einsatz kann das vollständige Ährenschieben beeinträchtigen.
Integriert denken
Eine nachhaltige Unkrautregulierung basiert auf mehreren Bausteinen: Fruchtfolge, ackerbauliche Maßnahmen, mechanische Verfahren und - wenn erforderlich - chemische Bekämpfung. Maßgeblich für den Herbizideinsatz sind die wirtschaftliche Schadschwelle und die Besatzdichte der Leitunkräuter.
Bei geringem Unkrautdruck - etwa im Sommergetreide - kann unter Umständen auch ein Striegeleinsatz ausreichend sein. Im Wintergetreide hingegen hat sich zur Absicherung des Ertragspotenzials die chemische Regulierung klar bewährt.
Nicht jedes Herbizid erfasst alle Unkrautarten. Die Produktauswahl muss daher konsequent an Verunkrautungssituation, Anwendungszeitpunkt und Temperatur angepasst werden.
Zur Regulierung von Windhalm und einjähriger Rispe stehen unter anderem Husar OD (im Wintergetreide zugelassen, ausgenommen Hafer) sowie Axial 50 zur Verfügung. Axial 50 ist ein reines Gräserherbizid und wird mit 0,9 l/ha sicher gegen Windhalm und Flughafer eingesetzt. In höherer Aufwandmenge von 1,2 l/ha wird auch Ackerfuchsschwanz zuverlässig erfasst. Zu beachten ist jedoch, dass pinoxadenhaltige Produkte - wie Axial 50 - je Kultur und Vegetationsperiode nur einmal angewendet werden dürfen.
Für eine möglichst umfassende Erfassung einjähriger Unkräuter hat sich Omnera LQM bewährt. Auch Ehrenpreis-Arten - mit Ausnahme des efeublättrigen Ehrenpreises - lassen sich bis zum Blühbeginn sicher bekämpfen. Darüber hinaus ist Omnera LQM mit den meisten gängigen Getreideherbiziden zur Ungrasbekämpfung mischbar und kann flexibel in bestehende Strategien eingebunden werden.
Treten Mischverunkrautungen mit Arten wie Ackerstiefmütterchen, Vogelmiere, Taubnessel oder Kamille auf, kommen unter anderem Harmony Extra SX, Husar OD oder Omnera LQM infrage. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Harmony Extra SX und Husar OD Klettenlabkraut nur bis zum Fünf-Blattquirl-Stadium sicher erfassen. Bei Husar OD kann im Sommergetreide die Wirkung gegen Gänsefußarten durch den Zusatz eines geeigneten Netzmittels abgesichert werden.
Eine erfolgreiche Herbizidstrategie beginnt nicht mit der Produktwahl, sondern mit der Beobachtung des Bestandes. Wer frühzeitig handelt, nutzt das optimale Wirkungsfenster, schont den Bestand und sichert das Ertragspotenzial. Wird hingegen zu lange gewartet, steigt der Aufwand - und der Schaden ist oft bereits entstanden.
Bei geringem Unkrautdruck - etwa im Sommergetreide - kann unter Umständen auch ein Striegeleinsatz ausreichend sein. Im Wintergetreide hingegen hat sich zur Absicherung des Ertragspotenzials die chemische Regulierung klar bewährt.
Nicht jedes Herbizid erfasst alle Unkrautarten. Die Produktauswahl muss daher konsequent an Verunkrautungssituation, Anwendungszeitpunkt und Temperatur angepasst werden.
Zur Regulierung von Windhalm und einjähriger Rispe stehen unter anderem Husar OD (im Wintergetreide zugelassen, ausgenommen Hafer) sowie Axial 50 zur Verfügung. Axial 50 ist ein reines Gräserherbizid und wird mit 0,9 l/ha sicher gegen Windhalm und Flughafer eingesetzt. In höherer Aufwandmenge von 1,2 l/ha wird auch Ackerfuchsschwanz zuverlässig erfasst. Zu beachten ist jedoch, dass pinoxadenhaltige Produkte - wie Axial 50 - je Kultur und Vegetationsperiode nur einmal angewendet werden dürfen.
Für eine möglichst umfassende Erfassung einjähriger Unkräuter hat sich Omnera LQM bewährt. Auch Ehrenpreis-Arten - mit Ausnahme des efeublättrigen Ehrenpreises - lassen sich bis zum Blühbeginn sicher bekämpfen. Darüber hinaus ist Omnera LQM mit den meisten gängigen Getreideherbiziden zur Ungrasbekämpfung mischbar und kann flexibel in bestehende Strategien eingebunden werden.
Treten Mischverunkrautungen mit Arten wie Ackerstiefmütterchen, Vogelmiere, Taubnessel oder Kamille auf, kommen unter anderem Harmony Extra SX, Husar OD oder Omnera LQM infrage. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Harmony Extra SX und Husar OD Klettenlabkraut nur bis zum Fünf-Blattquirl-Stadium sicher erfassen. Bei Husar OD kann im Sommergetreide die Wirkung gegen Gänsefußarten durch den Zusatz eines geeigneten Netzmittels abgesichert werden.
Eine erfolgreiche Herbizidstrategie beginnt nicht mit der Produktwahl, sondern mit der Beobachtung des Bestandes. Wer frühzeitig handelt, nutzt das optimale Wirkungsfenster, schont den Bestand und sichert das Ertragspotenzial. Wird hingegen zu lange gewartet, steigt der Aufwand - und der Schaden ist oft bereits entstanden.