Getreide, Mais, Soja – Anbauflächen 2026 in Österreich
Die Sommergerstenfläche reduzierte sich in den letzten zehn Jahren um 58 %. Die Roggenfläche legt zum Vorjahr um 2863 ha zu. Dieser Flächenzuwachs ist vor allem mit mehr Bioroggenbau (+2044 ha) zu erklären. Die Körnermaisfläche, nach einem kräftigen Flächenplus im Vorjahr, wurde heuer um weitere 2600 ha ausgedehnt und umfasst mit einem Anbauausmaß von 204.967 ha. Dies ist das größte Flächenausmaß seit dem historischen Rekordwert aus 2013. Die Sojaanbaufläche beträgt heuer 82.588 ha. Das ist zum Vorjahr ein Minus von 3000 ha und die Fortsetzung des rückläufigen Trends der vergangenen Jahre.
Getreide
Auf den Getreidemärkten in Europa drückt einerseits die alte Ernte, wenig Nachfrage, günstige Wachstumsbedingungen in Frankreich und der feste Euro auf eine bessere Preisentwicklung. Wie sich die Trockenheit in Teilen Osteuropas wie Ungarn, Polen und Rumänien auswirken werden ist noch schwer abzuschätzen. In den USA ist es auch trocken, es werden Ernteverluste befürchtet. Innerhalb Europas werden Futterweizen und Gerste nachgefragt und können ihr Preisniveau gut halten.
Soja
Eine globale Rekordernte dürfte 2026 für ein reichliches Sojaangebot sorgen, aber auch geopolitische Unsicherheiten wirken auf die Preise. Für die EU-27 wird dagegen eine Ausweitung der Sojabohnenfläche erwartet. Der Anbau soll um rund 5 % auf 1,1 bis 1,2 Mio. ha steigen und eine Ernte von ca. 3 Mio. t (+ 5%) einbringen (Frankreich und Polen). Die wichtigsten Länder für EU-Importe von Sojabohnen und Sojaschrot sind Brasilien, USA und Argentinien. Die Ukraine steht an vierter Stelle und baut 2026 um 11% weniger Soja an. Insgesamt hat die Sojabohne im Vergleich zu den Vorjahren ein niedriges Preisniveau am Weltmarkt.
Mais
Die internationalen Maismärkte stehen aktuell unter Druck. In den USA dämpfen fallende Energiepreise und ein zügiger Aussaat- sowie Auflaufverlauf die Notierungen, obwohl die Exportnachfrage stabil bleibt und Hoffnungen auf zusätzliche chinesische Käufe bestehen. In Europa korrigieren die Maispreise nach dem deutlichen Anstieg der Vorwoche, wobei hohe Bestände und eine dynamische Aussaat in der Ukraine zusätzlich preisbelastend wirken.