Finanzen der LK für das Jahr 2026 positiv
Der eigene Wirkungsbereich der Landwirtschaftskammer umfasst die gesetzliche Interessenvertretung inklusive aller Außenstellen, die Liegenschaftsverwaltung, verschiedene Projekte sowie die Betriebe gewerblicher Art, insbesondere den „Kärntner Bauer“ und das Gut Ossiacher Tauern.
Auf der Einnahmenseite stellen die Kammerumlage inklusive des Grundbetrags mit 4,24 Mio. Euro die wichtigste Säule dar. Weitere wesentliche Einnahmen sind die Landesbeiträge für den Erhalt der Außenstellen und für die Förderabwicklung in Höhe von 2,10 Mio. Euro. Hinzu kommen anteilige Bundesmittel aus der Beratungsförderung und dem Invekos-Werkvertrag mit 1,37 Mio. Euro sowie Miet- und Pachteinnahmen aus LK-Liegenschaften in Höhe von 0,71 Mio. Euro. Zusätzliche Erlöse stammen aus den Betrieben gewerblicher Art, dem „Kärntner Bauer“ mit 0,86 Mio. Euro und dem Gut Ossiacher Tauern mit 0,26 Mio. Euro.
Ausgabenseitig sind – sowohl im übertragenen Wirkungsbereich des Landes Kärnten als auch im eigenen Wirkungsbereich der Landwirtschaftskammer – die Personalkosten unter Berücksichtigung der von der Landesregierung beschlossenen Lohn- und Gehaltserhöhungen die größten Ausgabenpositionen. Auch für die im Jahr 2026 stattfindende Kammerwahl sind im Voranschlag entsprechende finanzielle Mittel eingeplant. Bei der Erstellung des Voranschlags wurde besonderes Augenmerk auf die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit gelegt. Für den eigenen Wirkungsbereich der Berufsvertretung sind Einnahmen in Höhe von 12,169 Mio. Euro und Ausgaben von 12,072 Mio. Euro vorgesehen, woraus sich ein budgetierter Überschuss von 96.700 Euro ergibt. Der Voranschlag für den vom Land Kärnten übertragenen Wirkungsbereich ist ausgeglichen.
Kammeramtsdirektor Dipl.-Ing. Mag. Bernhard Rebernig erläuterte in seiner Stellungnahme, dass die Erstellung eines positiven Voranschlags angesichts der Personalkostendynamik eine große Herausforderung darstelle. In der Umsetzung sei daher auf einen rigiden Budgetvollzug zu achten – was sich vor allem in einer sehr restriktiven Personalpolitik und der Konzentration auf notwendige, strategische Investitionen niederschlage. Optimierungseinsätze in allen Bereichen werden, wie bereits in der Vergangenheit, auch in der Zukunft konsequent weitergeführt. Zusätzlich startet die LK Kärnten im Jahr 2026 eine Service-Offensive mit dem Ziel, noch intensiver und effizienter auf die Herausforderungen für unsere Bäuerinnen und Bauern reagieren zu können und die Bildungs- und Beratungsprodukte darauf abzustimmen. Damit bleibt gewährleistet, dass die Landwirtschaftskammer Kärnten auch künftig mit Außenstellen in allen Bezirken als verlässliche Interessenvertretungs-, Förderabwicklungs-, Beratungs- und Bildungseinrichtung ein umfassendes Leistungs- und Serviceangebot für die bäuerlichen Betriebe anbieten kann.
Eine große Herausforderung war laut Rebernig der Umbau des Bildungshauses Schloss Krastowitz. Dieser sei nur durch Unterstützung seitens der öffentlichen Hand möglich gewesen. Rebernig bedankte sich vor diesem Hintergrund bei LHStv. Martin Gruber und dem Leiter der Abteilung 10, Dipl.-Ing. Gerhard Hoffer, für die Mitfinanzierung des Landes Kärnten. Sein Dank galt auch seinem Vorgänger Dipl.-Ing. Hans Mikl für seine maßgebliche Mitwirkung am Umbau des Bildungshauses Schloss Krastowitz. Ein Erfolgsfaktor beim Umbau sei die Geschlossenheit des LK-Vorstands gewesen, die allermeisten Beschlüsse zum Umbau des Bildungshauses wurden einstimmig getroffen.
Nach den Stellungnahmen der Fraktionen stimmte die Vollversammlung dem Budgetvoranschlag 2026 mit großer Mehrheit zu. Geschlossen dafür votierten der Kärntner Bauernbund, die SPÖ-Bauern Kärnten, die Südkärntner Bäuerinnen und Bauern, die Liste Heimo Urbas sowie die Grünen Bäuerinnen und Bauern. Dagegen ausgesprochen hat sich die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft.
Gesamtzusammenstellung – Voranschlag 2026
| Einnahmen | Ausgaben | Ergebnis | |
| Berufsvertretung | 6.288.100 | –5.603.700 | 684.400 |
| davon Kammerumlage | 2.780.000 | ||
| davon Grundbetrag | 1.460.000 | ||
| Außenstellen | 1.837.900 | –2.548.000 | –710.100 |
| Liegenschaften | 713.000 | –230.200 | 482.800 |
| Invekos | 1.339.500 | –1.488.900 | –149.400 |
| LK Projekte | 868.600 | –972.300 | –103.700 |
| LK Kärntner Bauer | 864.500 | –984.200 | –119.700 |
| LK Gut Ossiacher Tauern | 258.000 | –245.600 | 12.400 |
| Gesamtsumme | 12.169.600 | –12.072.900 | 96.700 |
Stimmen der Fraktionen zum Voranschlag